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FCG-News/Christliche-News

Indonesien: 17 Kirchen auf Aceh geschlossen


Die Regierung der indonesischen Provinz geht mit Kirchenschließungen gegen Christen vor. Offenbar soll damit die christliche Präsenz eingedämmt werden.

(Open Doors) - Anfang Mai hat die Provinzregierung von Aceh 17 Kirchen fünf verschiedener Denominationen geschlossen - sowohl protestantische als auch katholische. Von den 33 Provinzen des größten muslimisch geprägten Landes der Welt gilt ausschließlich in Aceh das islamische Recht (seit 1999). Eine Sondereinheit der Polizei stellt die Einhaltung der Scharia sicher. Das Hilfswerk Open Doors bittet, für die bedrängten Christen in dieser streng islamischen Region zu beten, um sie zu ermutigen und zu stärken. Die meisten sind ehemalige Muslime.

Dennoch weiter Gottesdienste

Die umfangreichen Kirchenschließungen am 3. Mai seien "beispiellos" in Indonesien, wurde Open Doors berichtet. "Obwohl diese Kirchen keine offizielle Genehmigung haben, existieren einige bereits seit 20 oder 30 Jahren", so ein Pastor aus Aceh. In den kommenden Wochen sollen die Gottesdienste in den Häusern von Gemeindemitgliedern weitergeführt werden.

Indonesien mit seinen 242 Millionen Einwohnern ist weltweit das Land mit den meisten Muslimen. Die Mehrheit von ihnen lebt ihren Glauben tolerant. Nahezu zwei Prozent folgen aber einer strengen Ausübung des Islam nach arabischem Vorbild. Gleichzeitig leben in Indonesien mehr als 36 Millionen Christen - 14 Prozent der Bevölkerung. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert Indonesien auf Platz 43 in der Liste der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Hier gelangen Sie zur ausführlichen Meldung...

Stehen Sie den Christen auf Aceh mit Ihrem Gebet bei. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

9. Juni 2012 "Die Kraft der Ermutigung"

Mehr über Christen in islamischen Ländern erfahren Sie am 9. Juni auf dem Open Doors Tag in Kassel. Herzliche Einladung! Wir freuen uns auf Sie. Wer diesmal aus der verfolgten Kirche zu Gast ist, hier...

Wo Christen weltweit am stärksten verfolgt werden: Hier der neue Weltverfolgungsindex 2012.


Über Open Doors

Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.


Quelle: opendoors-de.org

Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 13:00 Uhr | 11 Zugriffe | Drucken |  E-Mail
FCG-News/Christliche-News

Kampf der Hormone bei Maischberger


Wer "Spiegel"-Autor Matthias Matussek, Moderator Michel Friedman und den Salafisten Hassan Dabbagh an einen Tisch setzt, muss damit rechnen, dass es knallt. Das hat es dann am Dienstag in der Sendung "Menschen bei Maischberger" auch. Die Debatte artete zu einem Kampf der Kulturen – oder besser, der Hormone – aus.

Wirklich ungemütlich wurde es am Dienstag im "Maischberger"-Studio, als der Katholik Matussek den Juden Friedman als "Schmierenkomödianten" bezeichnete. Obwohl dieser Angriff rein gar nichts mit dem Thema der Sendung "Die Salafisten kommen" zu tun hatte, steht er stellvertretend für das, was sich ab 23.15 Uhr in der ARD abspielte. Hier griff einer den anderen an oder – noch besser – versuchte, ihn zu bekehren. Sandra Maischberger tat ihr Bestes, der Situation Herr (oder Frau) zu werden, doch sowohl Friedman als auch Matussek und Dabbagh sind bekannt dafür, einmal in Fahrt, kaum mehr zu stoppen zu sein. So kam es, dass die Gäste die meiste Zeit wild durcheinander quasselten. Eine konstruktive Debatte sieht anders aus.

Neben den genannten waren die Schauspielerin Renan Demirkan, die zum Islam bekehrte Moderatorin Kristiane Backer und der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach eingeladen. Letzter konnte einem fast leid tun, schien er doch der Einzige zu sein, der tatsächlich über die politische Dimension der jüngsten Angriffe von Salafisten auf Polizisten zu sprechen versuchte. "Ich beurteile den Islam danach, wie er sich anderen gegenüber verhält, wenn er in der Mehrheit ist", sagte er mit Verweis auf den Mangel an Religionsfreiheit in Saudi-Arabien in Richtung Dabbagh. Dieser hatte zuvor erklärt: "Wir sind gegen jede Art von Gewalt." Der Begriff Salafismus werde benutzt, um ein Feindbild zu kreieren und den Islam an sich in die Ecke zu drängen.

Backer gab sich unterdessen selig lächelnd und ganz von ihrem Glauben erfüllt. Natürlich verletzten Mohammed-Karikaturen auch sie, der Staat müsse Muslime vor diesen Beleidigungen schützen. Ihrer Meinung nach passt der Koran "hundertprozentig" zum Grundgesetz, "sonst wäre ich nicht Muslim geworden", sagte Backer.

Friedman: "Geistige Brandstifter" und "Menschenfresser"

Während Demirkan sich einen persönlichen Kleinkrieg mit Matussek lieferte, griff Friedman den Salafismus scharf an: "Geistige Brandstiftung" finde in den Moscheen statt, diese Ausrichtung des Islam beleidige junge Menschen in ihrer Intelligenz, die Salafisten seien eine "Menschenfresserorganisation". Der zugeschaltete Vorsitzende des "Zentralrats der Muslime in Deutschland", Aiman Mazyek, erklärte, die Salafisten spielten im Grunde eine kleine Rolle im Spektrum des Islam, würden derzeit aber "medial gehypt".

Matussek vermisste neben der zum Islam bekehrten Christin Backer eine zum Christentum konvertierte Muslima und spielte damit auf die Ausladung der Konvertitin Sabatina James aus der Sendung an. Wie pro erfuhr, sollte die seit ihrer Bekehrung in Verfolgung lebende Frau ursprünglich mit am Tisch sitzen. Maischberger erklärte auf Matusseks Einwurf hin, James' Erscheinen "hätte den Rahmen der Sendung gesprengt", man wolle sie aber zu einer Debatte mit dem Thema Konversion einladen.

Kritik an Einladung eines Salafisten

Bereits im Vorfeld der Sendung war Kritik laut geworden, weil die Redaktion den umstrittenen Salafisten Dabbagh eingeladen hatte. Friedmann Eißler, Experte für Salafismus bei der "Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen" (EZW), erklärte schriftlich, damit biete die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt einem einschlägig bekannten Kopf der Salafistenszene in Deutschland ein Forum. Der Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP und Beauftragter der "Deutschen Evangelischen Allianz" am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake, sagte: "So wie es eigentlich zur Selbstverständlichkeit eines öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsenders gehören sollte, dass man keine Links- und Rechtsradikalen in eine Sendung einlädt und ihnen eine Plattform für ihre Ideologien bietet, so sollte man auch den Salafisten keine Plattform bieten."

Neben aller möglichen Fehlentscheidungen bei der Besetzung des Podiums war die Anwesenheit von Bosbach in jedem Fall ein Gewinn. Zeitweise schien es, als könne er als einziger einen klaren Kopf bewahren und deutliche Kritik formulieren: In den Moscheen der Salafisten werde ein anderer Islam gepredigt als Dabbagh dem Publikum weismachen wolle, sagte er, und weiter: In Deutschland werde mittlerweile der Eindruck erweckt, der Islam sei die am meisten verfolgte Religion weltweit. Diese Wahrnehmung sei falsch, sagte Bosbach: "Es ist das Christentum." (pro)

VON: aw | 16.05.2012

Quelle: pro-medienmagazin.de



Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 10:00 Uhr | 12 Zugriffe | Drucken |  E-Mail
FCG-News/Christliche-News

Stellungnahme Israels zur Erklärung des Rates für Auswärtige Angelegenheiten der EU


„Die Erklärung des Rates für Auswärtige Angelegenheiten der EU zum Nahost-Friedensprozess enthält eine lange Liste von Feststellungen und Kritikpunkten, die auf einer einseitigen Wahrnehmung der Realitäten vor Ort beruhen. Eine solche öffentliche Präsentation trägt nicht dazu bei, den Prozess weiterzuführen.

Israel ist dem Wohlergehen der palästinensischen Bevölkerung verpflichtet und verhält sich gemäß allen relevanten internationalen Konventionen. Im Jahr 2011 wurden in den C-Gebieten beispielsweise 119 Projekte genehmigt. Dies geschah in ständigem Dialog mit Vertretern von Staaten und anderen Geldgebern, um sicherzustellen, dass geplante Projekte koordiniert werden. Die Planungen standen und stehen in Übereinstimmung sowohl mit urbanen Masterplänen vor Ort, als auch mit dem Gesetz.

Israel nimmt zur Kenntnis, dass die EU das Sicherheitsbedürfnis Israels ernst nimmt. Zur Kenntnis nimmt Israel auch den Aufruf des Rates für Auswärtige Angelegenheiten, die direkten Verhandlungen zwischen Israel und der PA wieder aufzunehmen, sowie die Verurteilung des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen und die Sorge, die der Rat betreffs der anhaltenden palästinensischen Hetze gegen Israel geäußert hat."

(Außenministerium des Staates Israel, 14.05.12)

Quelle: Botschaft des Staates Israel - Berlin

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Dienstag, den 15. Mai 2012 um 17:00 Uhr | 9 Zugriffe | Drucken |  E-Mail
FCG-News/Christliche-News

Die Saga um die "Krone von Aleppo"


Die "Krone von Aleppo" ist die exakteste Bibelabschrift aller Zeiten, "Gottes Wort" für fromme Juden und das kostbarste hebräische Buch. Das 1.100 Jahre alte Manuskript hat eine bis heute ungeklärte Geschichte hinter sich: Diebstahl, Lösegeld, Konspiration, Verschwörung, Mossad-Agenten und sogar ein "mysteriöser Tod" in Jerusalem.

Der Aleppo-Codex wurde etwa im Jahr 930 in Tiberias am See Genezareth angefertigt. Die Bibelabschrift gilt als das beste und exakteste Manuskript des Alten Testaments. Auf Hebräisch wird es "Keter Aram Zuba" genannt, die "Krone von Aleppo". 600 Jahre lang war sie im Besitz der jüdischen Gemeinde von Aleppo in Syrien. Teile des Manuskripts werden heute im Israel Museum in Jerusalem ausgestellt, wo auch die Tote Meer-Rollen, die ältesten Bibelkopien, gezeigt werden. Von ursprünglich 491 Seiten haben 295 überlebt, während 196 Seiten seit 1947 auf mysteriöse Weise verschwunden sind.

Der Journalist Matti Friedman hat in einem neuen Buch die wilde Geschichte des Manuskripts untersucht. Er entdeckte ungeheuerliche Vorgänge, darunter Diebstahl, Korruption, geheimdienstliche Tricks, Intrigen, staatliche Vertuschung und sogar den mysteriösen Tod eines Antiquitätenhändlers.

Friedmans Buch "The Aleppo Codex" soll am 15. Mai in den USA beim Verlag "Algonquin Books of Chapel Hill" erscheinen. Es trägt den Untertitel: "Eine wahre Geschichte von Wahn, Glaube und die internationale Verfolgungsjagd nach einer alten Bibel". Eine deutsche Ausgabe soll beim Herder-Verlag erscheinen.

Codex stärkte jüdische Identität

Der Codex wurde um das Jahr 930 in Tiberias von Schlomo Ben-Buyaa kopiert und von Rabbi Aaron Ben Ascher mit sogenannten "diakritischen Zeichen" ergänzt. Das sind Pünktchen und Zeichen, die den hebräischen Konsonanten die fehlenden Vokale beifügen.

So wurde die "Krone von Aleppo" zum wichtigsten Werk der Juden. Denn in ihrer Verstreuung in alle Welt stiftete allein der kanonisierte Text der Bibel den Juden Identität und Zusammenhalt. Ohne die einheitliche Bibel wären die Juden wie Tausende andere Völker spurlos verschwunden.

Im 11. Jahrhundert gelangte die "Krone" nach Jerusalem. 1099 raubten Kreuzfahrer die "Krone" nach schweren Massakern an Juden und Moslems. Aus einer Eintragung im Originalmanuskript geht hervor, dass Kairoer Juden den Codex gegen ein Lösegeld von den Kreuzfahren erworben hatten. Der berühmte Arzt, Philosoph und Rechtsgelehrte Maimonides verwendete den Codex als Grundlage für seinen "Führer der Verwirrten" und seinen bis heute autoritativen Bibelkommentar.

Im 15. Jahrhundert wurde der Codex nach Unruhen in Kairo nach Aleppo überführt. Die jüdische Gemeinde hütete ihn 600 Jahre lang.

Ausschreitungen gegen jüdische Gemeinde

Einen Tag nach dem 29. November 1947, als die UNO die Teilung des britischen Mandatsgebiets Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat beschlossen hatte, kam es in der syrischen Stadt Aleppo zu schweren Ausschreitungen gegen die 3.000 Jahre alte jüdische Gemeinde. Aus Wut über den Teilungsbeschluss wurden Wohnhäuser, Geschäfte und die Große Synagoge in Brand gesteckt. Das war der Anfang des Endes einer der bedeutendsten jüdischen Gemeinden im Orient. Es war auch der Beginn einer neuen Odyssee des Codex.

Gemäß offizieller israelischer Sprachregelung sei es 1957 gelungen, die "Krone von Aleppo" nach Israel zu schmuggeln und dem damaligen Staatspräsidenten Jitzhak Ben-Zwi zu überreichen.

Doch Friedman entdeckte Widersprüche in dieser offiziellen Darstellung und startete eine vierjährige Recherche.

Tatsächlich hätten israelische Agenten den aus Syrien herausgeschmuggelten Codex schon in der Türkei abgefangen. In Israel habe es einen vier Jahre langen und bis heute geheim gehaltenen Prozess zwischen Juden aus Aleppo und dem Staat gegeben. Erstmals konnte Friedman die geheimen Protokolle einsehen, kopieren und ausgiebig zitieren.

Unsachgemäße Lagerung

Friedman legte den Finger in ein ungeheuerliches Vorgehen der stalinistisch-sozialistisch ausgerichteten staatlichen israelischen Behörden in den fünfziger Jahren, als 850.000 aus arabischen Ländern vertriebene Juden in Israel Zuflucht fanden. Diese jüdischen Flüchtlinge ließen Reichtümer im Milliardenwert in Irak, Jemen, Ägypten und Libyen zurück. Die nun mittellosen Flüchtlinge haben neben ihren Kleidern am Leibe nur ihre Bücher mitgebracht, darunter kostbare mittelalterliche Manuskripte. Die haben heute auf dem Judaica-Markt einen Wert von Hunderttausenden und sogar Millionen Dollar. Wie Friedman anhand zahlreicher Quellen belegen konnte, hätten der israelische Geheimdienst, die Einwanderungsbehörde und sogar der Staat Israel Heilige Bücher der orientalischen Juden systematisch entwendet. Einige "verschwundene" Manuskripte seien nach Jahrzehnten etwa in der Nationalbibliothek wieder "aufgetaucht". Der Aleppo-Codex wurde jahrelang im Jerusalemer Ben-Zwi-Institut in einem Schrank unsachgemäß aufbewahrt und ist teilweise verschimmelt.

Friedman sagte: "Viele Angaben in meinem Buch werden noch heftige Reaktionen auslösen. Klar ist mir, dass 'verschwundene' Teile des Aleppo-Codex noch irgendwo aufbewahrt werden." Die Überlebenden der Gemeinde von Aleppo hätten eine "Mauer des Schweigens" errichtet. Friedman beschreibt, wie offizielle Stellen, Institute und Akademiker bis heute abblocken, sowie er den Codex erwähnte.

Friedmans Buch liefert exklusive Einblicke in die Wirren in arabischen Staaten rund um die Vertreibung der Juden ab den vierziger Jahren, und in obskure Machenschaften des Staates Israel kurz nach seiner Gründung. Die aus Europa stammenden Sozialisten betrachteten die orientalischen Juden als "Primitivlinge" und kulturlos, ein verbreitetes Vorurteil, das bis vor wenigen Jahren wie ein "Geist aus der Flasche" immer wieder beschworen wurde.

Von: Ulrich W. Sahm (Jerusalem)

Quelle: israelnetz.com

Dienstag, den 15. Mai 2012 um 00:00 Uhr | 10 Zugriffe | Drucken |  E-Mail
FCG-News/Christliche-News

Töchter auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden – Witwe Juliana ermutigt durch Besuch


(Open Doors) - Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Diese Frage stellt sich unweigerlich bei der Geschichte von Juliana aus dem Norden Nigeria. Die 50-Jährige lebt heute in Tafawa Balewa, einer überwiegend von Christen bewohnten Region im muslimisch geprägten Bundesstaat Bauchi. Sie hat drei Kinder: Die Töchter Diana, 19 Jahre alt, und die 21-jährige Maryamu. Ihr Sohn heißt Peter. Vor acht Jahren griffen Islamisten ihr Dorf an. Die Männer mordeten und brannten Häuser nieder. Auch Julianas Haus ging in Flammen auf und ihr Mann wurde getötet. Mittellos und ohne Behausung nahm die Witwe die Kinder und zog in die nahegelegene Stadt. Dort bekam sie Arbeit und ging als Wäscherin in anderer Leute Haus.

Zweiter und dritter Schlag

Dann kam der Unfall. Als sie eines Tages die Hauptstraße überqueren wollte, wurde Juliana von einem Auto erfasst. Ein Bein war so schwer verletzt, dass es amputiert werden musste. Nach der langen Zeit im Krankenhaus zog die Familie Anfang vorigen Jahres nach Tafawa Balewa. Mit dem Ziel, die Christen von dort zu vertreiben, verübten Islamisten in den vergangenen Jahren nahezu 50 Angriffe auf die Stadt und umliegende Ortschaften. Dabei starben viele Menschen. Zudem werden die Christen durch eine Reihe von Schikanen unter Druck gesetzt. So ließ das Bildungsministerium von Bauchi die örtlichen Mädchenschulen schließen. Im Juni vorigen Jahres machten sich also ihre Töchter Diana und Maryamu gemeinsam mit 15 anderen Mädchen im Alter zwischen 15 und 22 Jahren auf den Weg in die staatliche Schule in Yana, etwa 250 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. Doch dort sind sie niemals angekommen. Die Mädchen sind spurlos verschwunden. Niemand weiß, ob sie überhaupt noch leben.

"Das Ende ist gekommen"

Open Doors erfuhr von dem Schicksal der Familie und besuchte Juliana, um ihr beizustehen und sie zu ermutigen. "Ich glaube, das Ende meines Lebens ist gekommen", klagt Juliana. "Ich habe meinen Mann verloren, mein Haus, mein Bein und nun ereilt mich eine weitere Runde unvorstellbarer Schmerzen. Diana und Maryamu waren meine ganze Freude. Vielleicht haben Islamisten sie getötet. Wo soll ich mit der Suche beginnen?" - Und doch hat Juliana in all diesem Leid nie aufgehört, ihrem Gott zu vertrauen. Unser Mitarbeiter Isaac traf eine Frau, auf Krücken angewiesen, die immer wieder zu ihrer Bibel greift und erklärt, Gottes Wort gebe ihr die Kraft. "Der Teufel will, dass ich an Gott zweifle, aber das kann ich nicht tun. Ich will an ihm festhalten, auch wenn ich nicht weiß, warum all dies geschieht." Der Besuch hat die Witwe sehr ermutigt, sagt Isaac. Juliana versucht, die Hoffnung nicht aufzugeben, dass ihre Töchter gefunden werden. Gleichzeitig weiß sie, dass das Verschwinden von christlichen Mädchen im Norden Nigerias kein Einzelfall ist.

Bitte ermutigen und stärken Sie Juliana und ihren Sohn Peter im Gebet. Wir danken Ihnen.
• Beten Sie, dass die Töchter und die anderen Mädchen unversehrt wieder auftauchen und zu ihren Familien zurückkehren können.
• Danken Sie für den festen Glauben von Juliana und ihrem Sohn Peter. Beten Sie, dass beide in all dem Leid erkennen, dass Gott an ihrer Seite ist.
• Beten Sie für alle Menschen, die gegen Christen vorgehen und sie vertreiben wollen. Mögen sie von ihrem verkehrten Weg umkehren.

Wo Christen weltweit am stärksten verfolgt werden: Hier der neue Weltverfolgungsindex 2012.


Über Open Doors

Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.


Quelle: opendoors-de.org

Samstag, den 12. Mai 2012 um 13:00 Uhr | 36 Zugriffe | Drucken |  E-Mail
FCG-News/Christliche-News

Christen flüchten vor Islamisten in Mali


Christen flüchten aus dem von separatistischen Rebellen kontrollierten Norden Malis. Sie haben Angst vor den Islamisten und der Einführung der strengen islamischen Scharia-Gesetzgebung.

"Die Christen fürchten um ihr Leben." Der katholische Priester Guillaume Sembe ist aus seiner Heimatstadt Gao in Nordmali geflohen. Vor sechs Wochen übernahmen die Islamisten der Tuareg-Separatistengruppe Ansar Dine die Kontrolle in der Region. Neunzig Prozent der Christen hätten es ihm bereits gleichgetan, erzählt er am Telefon aus der Hauptstadt Bamako. Sie sind entweder geflohen oder untergetaucht. Christliche Einrichtungen wurden angegriffen oder zerstört, berichten Augenzeugen.

Auch für die katholische Lehrerin Elizabeth Diallo Seck wurde es in Gao zu gefährlich. "Am 4. April packte ich meine Kinder und wir setzten uns in einen Bus" nach Süden, erzählt sie. Dort wollen sie fürs Erste bleiben. Ihre Schule sei geschlossen, die Schüler in alle Winde zerstreut. "Ich weiß nicht, wo sie sind. Die Familien nahmen die billigsten und schnellsten Routen, um von dort wegzukommen."

Die Islamisten haben strenge Scharia-Gesetze in der Region durchgesetzt. "Frauen haben christliche Symbole verhüllt und viele sind geflohen, nachdem die Gebäude von christlichen Hilfsorganisationen niedergebrannt worden waren", erzählt Sembe. Vor einem Monat wurde eine Schweizer Missionarin gekidnappt. Zeugen verdächtigen Ansar Dine. Den Separatisten werden Verbindungen zur Terrororganisation Al-Qaida im islamischen Maghreb nachgesagt.

Wie die Rebellen der Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad (MNLA) nutzte Ansar Dine die Gunst der Stunde nach dem Rückzug der Armee aus Nordmali in Folge eines Putsches im März und übernahm die Kontrolle. Die MNLA bestreitet Verbindungen zu den Islamisten.

Mehr als 300 000 Menschen geflohen

Die Zahl der Flüchtlinge aus Nordmali ist nach Angaben von "Ärzte ohne Grenzen" innerhalb weniger Wochen dramatisch angestiegen. Die Flüchtlinge versuchen mit allen Mitteln, sich in Sicherheit zu bringen. Sie flüchten in Autos, Bussen, auf Eseln oder sogar Kamelen. Das UN-Kinderhilfswerk "Unicef" geht davon aus, dass inzwischen mehr als 300 000 Menschen aus dem Norden Malis geflohen sind – in andere Regionen des Landes oder über die Grenze in Nachbarstaaten wie Burkina Faso oder Niger. Auch christliche Hilfsorganisationen wie die Caritas mussten Nordmali verlassen. Caritas-Mitarbeiter seien aus Gao geflohen, erzählt Vater Jean-Jaques, der Caritas-Direktor der Stadt. "Das Zentrum und die Kirchengebäude wurden zerstört."

Für den Sekretär der Bischofskonferenz Malis, Vater Edmond Dembele sind die Geschehnisse in Gao Grund zu "großer Sorge". Die Versuche der erstarkten Islamisten, im ganzen Land die Scharia-Gesetzgebung einzuführen, seien "besorgniserregend", sagte er dem Magazin "Catholic Culture". (dpa)

VON: aw | 12.05.2012

Quelle: pro-medienmagazin.de



Samstag, den 12. Mai 2012 um 12:00 Uhr | 31 Zugriffe | Drucken |  E-Mail
FCG-News/Christliche-News

Bundesinnenministerium verzeichnet starken Anstieg linker Gewalt


BERLIN. Die linksextreme Gewalt in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Insgesamt registrierten die Behörden 1.809 linke Gewalttaten. 31,4 Prozent mehr als 2010. Dabei wurden 870 Personen verletzt. In zwei Fällen geht die Polizei von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten stagnierte dagegen bei knapp über 800 und 699 Verletzten, teilte das Bundesinnenministerium mit.

Eine deutliche Steigerung gab es bei der politisch motivierten Gewalt durch Ausländer. Mit 253 Delikten (67,3 Prozent mehr als 2010) wurde auch hier ein neuer Höchststand erreicht. Dabei ragt besonders der islamistische Terroranschlag am Frankfurter Flughafen heraus, bei dem zwei amerikanische Soldaten erschossen wurden. Weitere 153 Personen wurden in der Bundesrepublik durch politisch motivierte Ausländer verletzt.

Polizisten geraten zunehmend ins Visier

Insgesamt registrierte das Bundesinnenministerium 27.180 politisch motivierte Straftaten. Davon hatten 16.375 (plus drei Prozent) einen rechtsextremen, 8.687 (Plus 25,9 Prozent einen linksextremen Hintergrund. Der Großteil der rechts motivierten Delikte entfiel jedoch auf sogenannte „Propagandadelikte". 1.010 Fälle ordneten die Sicherheitsbehörden der politischen Ausländerkriminalität zu (plus 10,1 Prozent). Der „sonstigen" politisch motivierten Kriminalität ordneten die Ermittler 3.646 Straftaten zu (plus 21,9 Prozent).

Ein neuer Höchstwert wurde auch bei der Gewalt gegen Polizisten erreicht. Mehr als 3.300 Straftaten, wobei 1.284 auf Gewaltverbrechen entfielen, verzeichnete das Innenministerium im vergangenen Jahr. Allein 70 Prozent davon wurden von Anhängern der linken Szene verübt.

Bundesinnenminister warnt vor Rechtsextremismus

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) reagierte entsetzt auf die neuen Zahlen. Die Befürchtung, der Rückgang bei den linken Gewalttaten im Jahr 2010 sei lediglich eine Ausnahme, habe sich leider bestätigt, sagte Friedrich. Mit Blick auf die mutmaßlich von der sogenannten „Zwickauer Zelle" begangenen Morde betonte er, eine zutreffende Zuordnung von Straftaten zur politisch motivierten Kriminalität gelinge nicht immer zeitnahe.

Der CSU-Politiker warnte dabei eindringlich vor einer Verharmlosung „rechter Kriminalität". Zwar sei diese weitaus geringer angestiegen als die Gewalt von Links, dennoch dürfe man nicht vergessen, das diese den mit Abstand größten Anteil bei der politischen Kriminalität ausmache. Zur steigenden Gewalt gegen die Polizei äußerte er sich nicht. (ho)

Quelle: jungefreiheit.de

Samstag, den 12. Mai 2012 um 00:00 Uhr | 24 Zugriffe | Drucken |  E-Mail
FCG-News/Christliche-News

Was Facebook über die "Externen" wissen kann


Viele können sich ein Leben ohne die Mitgliedschaft in einem sozialen Netzwerk wie Facebook oder Xing gar nicht mehr vorstellen. Aber auch über Menschen, die dort kein Profil besitzen, können die Betreiber mehr herausfinden als bisher gedacht. Dies belegt eine Studie der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

Die Wissenschaftler des "Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen" (IWR) beschäftigten sich mit der automatischen Generierung von sogenannten Schattenprofilen. Dabei fanden sie heraus, dass sich aus der Netzwerkstruktur der Mitglieder, Informationen auf Nicht-Mitglieder übertragen und durch eine geschickte Analyse auswerten lassen.

Nicht-Angaben können sehr exakt berechnet werden

Bereits seit einigen Jahren gehen die Wissenschaftler der Frage nach, welche Schlussfolgerungen sich mit Hilfe eines Computers aus direkt oder indirekt eingegebenen Daten ziehen lassen. Demnach können in sozialen Netzwerken auch Angaben wie die sexuelle Orientierung oder die politische Ausrichtung, die ein Mitglied nicht selbst angegeben hat, mit sehr hoher Präzision "berechnet" werden. Allerdings nur, wenn genügend Freunde des betreffenden Nutzers die entsprechende Information über sich selbst freigegeben haben.

"Sobald bestätigte Freundschaftsbeziehungen bekannt sind, ist die Vorhersage bestimmter unbekannter Eigenschaften keine allzu große Herausforderung mehr für die maschinelle Datenanalyse", erklärt Fred Hamprecht, einer der beteiligten Wissenschaftler und Mitbegründer des "Heidelberg Collaboratory for Image Processing" (HCI). Die Anfälligkeit für die automatische Generierung sogenannter Schattenprofile sei deswegen untersucht worden, weil Nicht-Mitglieder keine Datenschutz-Bedingungen unterzeichnet hätten.

Dies sei deshalb problematisch, weil Neu-Mitglieder von Facebook dazu aufgefordert würden, bei ihrer Registrierung dem Netzwerk ihre kompletten E-Mail-Kontakte zur Verfügung zu stellen – auch Kontakte zu Personen, die selbst nicht Mitglied bei Facebook sind. "Wer mit wem in einem sozialen Netzwerk bekannt ist, lässt sich mit Informationen darüber verknüpfen, wen Nutzer außerhalb des Netzwerks kennen. Mit dieser Verknüpfung kann dann wiederum ein wesentlicher Teil des Bekanntschaftnetzes zwischen Nicht-Mitgliedern abgeleitet werden", erläutert die IWR-Forscherin Ágnes Horvát.

Schnelle Lösung mit handelsüblichen Computern möglich

Laut der Pressemitteilung der Universität konnte mit handelsüblichen Computern in nur wenigen Tagen berechnet werden, welche Nicht-Mitglieder mit großer Wahrscheinlichkeit miteinander befreundet sind. "Unter realistischen Annahmen darüber, wieviel Prozent einer Bevölkerung Mitglied eines sozialen Netzwerkes sind und mit welcher Wahrscheinlichkeit diese ihr E-Mail-Adressbuch hochladen, hat sich gezeigt, dass es mit den Berechnungen möglich war, rund 40 Prozent richtige Vorhersagen über Bekanntschaften zwischen den Nicht-Mitgliedern zu treffen." Nach Angaben der Universität stelle dies eine 20-fache Verbesserung gegenüber einfachem Raten dar.

Die Untersuchung, so Hamprecht, habe verdeutlicht, welches Potenzial soziale Netzwerke besitzen, um Informationen über Nicht-Mitglieder abzuleiten. Viele soziale Netzwerke und Dienstleister verfügten sogar über mehr Informationen als die reinen Kontaktdaten, mit denen die Heidelberger Wissenschaftler ihre Berechnungen durchgeführt haben. Würden Angaben wie Alter, Einkommen, Ausbildung oder Wohnort hinzugefügt, ließe sich die Vorhersagegenauigkeit vermutlich noch deutlich steigern.

Wer darf Informationen ohne Freigabe nutzen?

Für die Forscherin Katharina Zweig, vom "Heidelberg Collaboratory for Image Processing" (HCI) geht es nun darum, dass die Gesellschaft eine Vereinbarung dafür finden muss, "inwieweit Informationen genutzt werden dürfen, zu denen es keine Freigabe der betroffenen Personen gibt". (pro)

VON: jw | 09.05.2012

Quelle: pro-medienmagazin.de


Freitag, den 11. Mai 2012 um 12:00 Uhr | 24 Zugriffe | Drucken |  E-Mail
FCG-News/Christliche-News

Dhimmis: Juden und Christen unter islamischer Herrschaft– gestern und heute


Von Dr. Thomas Tartsch

Die derzeitige Eskalation der Situation in Afghanistan aufgrund versehentlich verbrannter Koranexemplare auf dem US-Stützpunkt Bagram offenbart eine neue Stufe der westlichen Schwäche. Während amerikanische Politiker den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai wegen der unbeabsichtigten Verbrennung unterwürfig um Verzeihung bitten, wurden auf der anderen Seite auf Befehl der amerikanischen Armee im Mai 2009 Bibelexemplare einer amerikanischen Missionskirche, die diese nach Afghanistan geschickt hatten, wegen einer befürchteten Verschlechterung der Sicherheitslage verbrannt. Anstatt die versprochen Freiheitsrechte, zu denen auch die Religions- und Meinungsfreiheit gehören, für das afghanische Volk durchzusetzen, erlebt man einen Rückfall in die historischen Zeiten des Dhimmitums, als Nichtmuslime unter islamischer Herrschaft alles unterlassen mussten, was die Gefühle der sie beherrschenden Muslime verletzen könnte.

Da der Islam nach klassischer Lehre spätestens seit dem 11. Jahrhundert nicht nur eine Religion darstellt, sondern auch ein alles umfassendes Moral- und Rechtssystem, regelt das islamische Kriegs-, Fremden- und Völkerrecht (Siyar) das Verhältnis der Muslime zu Angehörigen anderer Religionen. Siyar zählt zum rechtlichen Teil (al-mu amalat) des den Muslimen von Allah auferlegten Gesetzes (Scharia) und bezeichnet die Gesamtheit der Regeln, die die Haltung des islamischen Staats gegenüber den Nichtmuslimen bestimmen. Diese wurden während der Expansionsphase ab dem 7. Jahrhundert von islamischen Juristen auf Grundlage des Korans und der Prophetenbiografie (Sunna) ausgearbeitet.

Die „Buchbesitzer"

Grundsätzlich gelten Juden und Christen aufgrund der ihnen durch Moses offenbarten Thora und das durch Jesus offenbarte Evangelium als ahl al-kitab (Buchbesitzer), womit für sie drei Möglichkeiten der Beziehungen zur islamischen Gemeinschaft (Umma) bestehen: Konversion, Anerkennung der islamischen Herrschaft als Dhimmis oder Dschihad. So die als „Kopfsteuervers" bekannte Sure 9, Vers 29, die die Grundlage des Umgangs mit Juden und Christen bildet. Die Buchbesitzer stehen damit im Rang hinter den Muslimen, aber vor den Polytheisten, die nach der als „Schwertvers" bekannten Sure 9, Vers 5 nur die Wahl zwischen Konversion oder Dschihad haben.

Dhimmis können als sich unterwerfende Nichtmuslime, Schutzbefohlene oder ahl al-dhimma (Leute des Vertrags) definiert werden, die sich durch einen Dhimma (Unterwerfungsvertrag) der Umma als rechtlich und sozial mindergestellte Gruppe unterordneten. Der Dhimma regelte damit einen juristisch genau definierten Toleranzrahmen, der keine Gleichberechtigung beinhaltet, da Toleranz gegenüber anderen Religionen nur auf Grundlage von Ungleichheit gewährt wurde. Als Grundpflicht für den gewährten Schutz mussten die Dhimmis jährlich den individuell festgelegten Dschizja (Tribut) entrichten, der höher war als die Zakah (Läuterungsabgabe) der Muslime. Zudem mussten sie teilweise für ihren Bodenbesitz die Kharaj (Grundsteuer) zahlen, womit die Dhimmis auch den Dschihad der jeweiligen islamischen Obrigkeit mitfinanzierten.

Dschizja als Strafe

Da Juden und Christen, wie es der Islamwissenschaftler Albrecht Noth charakterisiert hat, als „Halbgläubige" gesehen wurden, vertraten einige islamische Gelehrte die Ansicht, der Dschizja stelle eine Strafe für das Beharren auf ihren Unglauben dar, womit der Tribut in erniedrigender Haltung zu entrichten war, da sich Dschizja von Dschaza (Strafe) ableitet. Auch wenn Juden und Christen als Angehörige einer Buchreligion gelten, haben sie die ihnen offenbarte Botschaft verfälscht und erkennen den Koran und die Prophetenschaft Muhammads nicht an. Zudem wird den Christen wegen der Gottessohnschaft Jesus Beigesellung vorgeworfen (Sure 112, Vers 3), da Jesus nach Eigenaussage im Koran ein Sklave Allahs ist, der ihn zum Propheten gemacht und ihm das Buch gegeben hat (Sure 19, Vers 30).

Pflichten der Dhimmis

Die Rechtsgelehrten legten eine Anzahl von Pflichten für die Dhimmis fest, die erfüllt werden mussten. Nach dem bis heute wirkenden Rechtsgelehrten al-Mawardi (†1058) gehören folgende Verhaltensweisen zwingend zu den zu erfüllenden Pflichten: Verzicht auf Angriffe oder Beleidigungen des Korans, des Propheten und des Islam überhaupt, Verbot der Berührung oder Heirat einer Muslima, Bedrohung des Lebens oder Eigentums eines Muslims, des Versuchs der Missionierung eines Muslims und Verzicht auf jegliche Hilfe für die Feinde der Muslime. Daneben existierten nach al-Mawardi „wünschenswerte" Verhaltensweisen: das Tragen bestimmter Kleidung, die Juden und Christen als solche kennzeichneten, das Verbot, neue Synagogen und Kirchen zu bauen oder höhere Häuser zu errichten als die der Muslime, und die Pflicht, sich des öffentlichen Genusses verbotener Produkte – Wein, Schweinefleisch – zu enthalten, und das Verbot der Zurschaustellung von Kreuzen und des Geläutes von Kirchenglocken.

Insgesamt gesehen genossen Juden und Christen als Dhimmis mehr Rechte als Polytheisten, waren aber in ihrer Religionsausübung und gesellschaftlichen Position erheblichen Einschränkungen unterworfen und mussten den Muslimen in allen Belangen Demut bezeugen, da diese allein als religiös, rechtlich und gesellschaftlich Bevorrechtigte angesehen wurden. Ebenso ging das Bemühen muslimischer Herrscher dahin, die Anzahl von Nichtmuslimen zu verringern und durch den Entzug von Rechten Anreize zur Konversion zu schaffen, da nach bis heute geltender Lehre Juden- und Christentum langfristig zum Aussterben verurteilt sind.

Konversion als Ziel

Ziel der demütigenden Einschränkungen und Vertragspflichten war somit die Konversion der Dhimmis, da die Zwangskonversion grundsätzlich im Islam verboten ist, auch wenn sie gelegentlich vorkam. Eine Ausnahme bildete im osmanischen Imperium im Rahmen des als Millet-Systems geregelten Dhimmistatus die Devsirme (Knabenlese), die vom späten 14. bis ins frühe 18. Jahrhundert auf dem Balkan und in Anatolien durchgeführte jährliche Wegnahme von ihren Familien und Zwangskonvertierung christlicher Knaben und junger Männer zwischen acht und 20 Jahren auf Grundlage von Sure 8, Vers 41, um diese im Verwaltungsdienst und der militärischen Elitetruppe der Yeniçeri (Yanitscharen) einzusetzen.

Die historische Situation des Dhimmistatus klingt heute noch in der islamischen Welt nach, da Juden und Christen de jure und de facto in der Regel nur geduldet sind oder, wie in der Türkei, in der Religionsausübung starken Beschränkungen und Kontrollen unterliegen, wenn sie nicht aktiv verfolgt und das Ziel von Ausschreitungen werden, wogegen die jeweilige islamische Obrigkeit oftmals nicht einschreitet. Das bekannteste Beispiel für den heute noch geltenden Dhimmistatus stellen die koptischen Christen in Ägypten dar, die seit der Arabischen Revolution verstärkten Terroranschlägen und Schutzgelderpressungen ausgesetzt sind. Zudem werden vermehrt junge koptische Frauen entführt, zwangsverheiratet und gezwungen, zum Islam zu konvertieren. Ebenso können Mitglieder der kleinen Gruppe auf den Malediven lebender Christen keine Staatsbürger werden, da dies Muslimen vorbehalten ist.

Nicht nur in Afghanistan, sondern auch im Westen mehren sich die Anzeichen für einen freiwilligen Dhimmistatus, wenn man islamischen Gruppen im Zuge vorauseilenden Gehorsams angebliche „islamspezifische Rechte" gewährt, die sich aus dem allgemein gewährten Freiheitsrecht der Religionsausübung nicht ableiten lassen, da diese der Einführung der gesamten Scharia dienen. Dies geht konform mit der Tendenz, christliche Traditionen zu verleugnen und zu verdrängen, um präventiv die „Gefühle der Muslime" nicht zu verletzen, wobei man im Zeichen eines eigentümlichen Toleranzgebahrens jede Kritik stigmatisiert und kriminalisiert, da man Angst vor gewaltsamen Ausschreitungen wie bei dem Konflikt um die Muhammad-Karikaturen hat. Dies beinhaltet nichts anderes als die Selbstaufgabe der gewachsenen kulturell-religiösen Identität und eine moralische Kapitulation gegenüber diesen Gruppen, die Nichtmuslime bestenfalls als Schutzbefohlene sehen und von der Einverleibung Europas in eine globale islamische Gemeinschaft träumen.

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Dr. rer. soc. Thomas Tartsch ist freiberuflicher Verleger und Publizist in Deutschland und wissenschaftlicher Berater von Personen, Bürgerinitiativen und Parteien, u.a. des Islam-Beirats beim CDU-Kreisverband Dortmund. Seine Themenschwerpunkte sind islamischer Fundamentalismus und Jihadismus. Neueste Veröffentlichung: „Muhammads Erbe: Dschihad, Dhimmi, Tötungs- und Bekämpfungsvers" 2011, Gehenna Velag, 116 S., Fr. 11.90/€ 7.90

Quelle: zukunft-ch.ch

Freitag, den 11. Mai 2012 um 00:00 Uhr | 42 Zugriffe | Drucken |  E-Mail
FCG-News/Christliche-News

Indien: Unverminderte Übergriffe gegen Christen


Auch der vergangene Monat war für Christen geprägt von tätlichen Angriffen, Festnahmen und der Zerstörung von Eigentum. Besonders auf dem Land gehen nationalistische Hindus unvermindert gegen Gemeinden vor und stürmen Versammlungen in Privathäusern. Meist geht ein Angriff einher mit dem Vorwurf der Zwangsbekehrung und einer Anzeige bei der Polizei. Derzeit belegt Indien Platz 32 auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors, das Christen und Gemeinden in dem Land u.a. mit biblischen Schulungen und Literatur sowie Gebetsaufrufen unterstützt. Im Folgenden jüngst dokumentierte Fälle von Verfolgung in mehreren Bundesstaaten.

(Open Doors) - Andhra Pradesh: Hindu-Extremisten von der nationalistischen Organisation Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS) marschierten am 12. April zum Haus von Pastor Ratnababu in Kakinada/East Godavari. Als sein Sohn Madhu die Tür öffnete, fielen sie über ihn her, fesselten und knebelten ihn. Ein Angreifer streute Chilipulver in seine Augen; ein anderer stach mit einem Messer auf ihn ein. Auch der Pastor und seine Frau wurden verprügelt. Mit Benzin wollten sie zudem das Haus anzünden, doch der Versuch scheiterte, weil Nachbarn der Familie zu Hilfe eilten. Im Krankenhaus gab der Sohn des Pastors der Polizei die Namen der Angreifer; Zeugen bestätigten die Angaben. Doch die Beamten nahmen lediglich eine Anzeige "gegen Unbekannt" auf. Pastor Ratnababu leitet seit 15 Jahren die "Christu Asinadu Prarthana Mandir"-Gemeinde. Immer wieder erhält er Todesdrohungen. Dreimal sollte seine Kirche niedergebrannt werden.

Tamil Nadu: Am 11. April beschimpften und verprügelten extremistische Hindus Pastor Caleb aus Emapur, Bezirk Villupurama, als dieser gerade auf dem Weg in ein Dorf zum Predigtdienst war. Die Angreifer setzten auch seinen Vermieter unter Druck, dem Pastor zu kündigen. In der Wohnung finden auch Gemeindetreffen statt.

Uttar Pradesh: Am 7. April platzten extremistische RSS-Mitglieder abends in eine große Gebetsversammlung der Baptistengemeinde in Maharajganj. Dort waren 4.000 Menschen zusammengekommen. Die etwa zehn mit Eisenstangen bewaffneten Angreifer beschimpften und verprügelten die Christen und warfen ihnen Zwangsbekehrungen vor. Nach Augenzeugenberichten wurde gezielt auch Ambika Prasad, eine ehemalige Hindu, angegriffen. Sie hat der Gemeinde Land zur Verfügung gestellt. Die Frau erlitt ebenso Verletzungen wie Pastor Ram Chander sowie weitere Gemeindemitglieder. Die Polizei nahm einen Untersuchungsbericht auf. Vier Männer wurden festgenommen, aber noch am selben Tag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Den ausführlichen Überblick finden Sie hier...

Nur noch vier Wochen! Am 9. Juni ist in Kassel unser Open Doors Tag mit Gästen aus Pakistan, Ägypten und den Palästinensergebieten. Hier noch anmelden und dabei sein...

Wo Christen weltweit am stärksten verfolgt werden: Hier der neue Weltverfolgungsindex 2012.


Über Open Doors

Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.


Quelle: opendoors-de.org

Donnerstag, den 10. Mai 2012 um 10:00 Uhr | 32 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

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