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Home | FCG-C-News


Christen flüchten vor wachsender Feindseligkeit



(Open Doors) - Im nordindischen Kaschmir-Tal spitzt sich die Lage für Christen aufgrund des wachsenden islamischen Extremismus zu. Drei Christen wurden Mitte Dezember von einem Scharia-Gericht für schuldig befunden, Muslime zum Übertritt zum christlichen Glauben verführt zu haben. Zudem ordnete das Gericht islamischen Religionsunterricht auch an christlichen Schulen an und forderte die Regierung des Bundesstaates Jammu und Kaschmir auf, die Verwaltung aller christlichen Schulen in der Region zu übernehmen. Die Region liegt im überwiegend muslimischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir.

Pastor Chander Mani Khanna von der Allerheiligenkirche in Srinagar, der Holländer und katholische Christ Jim Borst und der Evangelist Gayoor Messa haben die Region bereits verlassen. In den vergangenen Wochen sind noch weitere Christen aus der Region geflohen. "Ich fühlte mich mit meiner Frau und den Kindern nicht mehr in Srinagar sicher", so ein Christ, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. "Eine Gruppe von Muslimen hat mein Haus zweimal besucht und meinen Eltern mit dem Ausschluss aus der Gemeinschaft gedroht, falls sie mich nicht zum Islam zurückbrächten."

Urteil mit Signalwirkung

Zwar sind Urteile islamischer Gerichte für Nicht-Muslime nicht rechtsverbindlich, jedoch haben sie Signalwirkung. Dem Gesamtindischen Christenrat zufolge könnte der Schuldspruch gegen die Männer extremistische Kräfte zu Gewalttaten gegen Christen ermutigen. Die mehr als zehn Millionen Einwohner des Bundesstaates sind zu zwei Dritteln Muslime, etwa 29 Prozent sind Hindus. Die etwa 20.000 Christen stammen zumeist aus der überwiegend hinduistischen Region Jammu. Im Kaschmir-Tal leben schätzungsweise nur etwa 400 Christen, davon 300 in Srinagar. Während die meisten Muslime in Kaschmir friedliche Anhänger des Sufismus sind, stehen einige unter dem Einfluss der strengen wahhabitischen Richtung des Islam und haben sich radikalisiert.
Pastor: "Ich kann niemanden bekehren"

Auslöser für das Vorgehen gegen die drei Männer war die Taufe von ehemaligen Muslimen im August 2011. Daraufhin hatte die Polizei in Srinagar sieben Christen muslimischer Herkunft verhaftet und verprügelt. Ein Video von ihrer Taufe war später im Internet auf der Plattform "YouTube" zu sehen. Obwohl das Video lediglich die Taufzeremonie zeigte, behauptete Kaschmirs Großmufti Bashir-ud-din Ahmad, Leiter eines der drei islamischen Scharia-Gerichte, es beweise, dass Pastor Khanna junge Muslime durch finanzielle Anreize zum Übertritt zum christlichen Glauben "lockt". Khanna bestreitet die Vorwürfe. Jeder ehemalige Muslim müsse vor seiner Taufe eine eidesstattliche Erklärung unterzeichnen, dass er zu diesem Schritt nicht genötigt oder überredet wurde. Die Allerheiligenkirche in Srinagar werde, so Pastor Khanna weiter, sonntags von vielen Muslimen besucht; die Kirche stünde jedem offen: "Ich kann niemanden bekehren; das ist das Werk des Heiligen Geistes. Und was lehre ich in der Kirche? Die Liebe Gottes. Ich bin dem Koran gegenüber nie respektlos gewesen."

(Quelle: Compass Direct)

Gebetsanliegen

• Beten Sie für die wenigen Christen in der Kaschmir-Region. Sie sehen sich wach-sendem Extremismus und Verfolgung gegenüber.
• Beten Sie für die Christen, die ihren Wohnort verlassen und alles zurücklassen mussten. Sie fürchten, nicht wieder in die Region zurückkehren zu können.
• Beten Sie für die Christen muslimischer Herkunft, die wegen ihres Abfalls vom Islam bedroht werden. Beten Sie auch um Weisheit und Schutz für die Pastoren und Gemeindeleiter.


Unser aktuelles Sonderheft mit herausnehmbarer Weltkarte zeigt die "Gesichter der Verfolgung". Hier kostenlos bestellen...

Wo Christen weltweit am stärksten verfolgt werden: Hier der neue Weltverfolgungsindex 2012.


Über Open Doors

Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.


Quelle: opendoors-de.org

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 20:00 Uhr | 76 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

Nahost-Experte: Muslimbrüder sprechen mit zwei Zungen


Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat bei seinem Ägypten-Besuch erneut für mehr Offenheit und Respekt gegenüber islamisch-demokratischen Kräften geworben. Der Nahost-Experte David Pollock vom "Washington Institute" prangert derweil an, dass die Muslimbruderschaft auf arabischen Webseiten ganz andere Texte veröffentliche als auf offiziellen englischsprachigen.

Die offizielle Webseite der Muslimbruderschaft in Ägypten verkündet auf Englisch (links) oft ganz anderes als auf Arabisch (rechts), sagt der Nahost-Experte David Pollock in der "Washington Post" (Foto: pro)

Westerwelle sprach am Dienstag mit dem Vorsitzenden der Partei für Freiheit und Gerechtigkeit, die aus der Muslimbruderschaft hervorgegangen ist. Die Partei ist mit 47 Prozent der Sitze die mit Abstand stärkste Kraft im neu gewählten ägyptischen Parlament. Die radikal-islamischen Salafisten stellen ein Viertel der Parlamentarier. Die christliche Minderheit ist im Parlament dagegen deutlich unterrepräsentiert.

Am ersten Tag seines Ägypten-Besuches hatte Westerwelle religiöse Toleranz angemahnt. Die staatlichen Stellen müssten die Religionsausübung der koptischen Christen schützen, sagte er am Montag in Kairo. Übergriffe auf Kopten seien "sehr bedauerlich". Im vergangenen Jahr hatte es mehrere massive Übergriffe gegeben. Bei Straßenschlachten zwischen Muslimen und Christen wurden mindestens 12 Menschen getötet; im Oktober starben bei Kämpfen zwischen Christen, Soldaten und muslimischen Schlägertrupps mindestens 26 Menschen.

David Pollock, Experte für den Nahen Osten beim "Washington Institute", hat in einem Artikel in der "Washington Post" darauf hingewiesen, dass die Muslimbrüder zwei offizielle Webseiten im Internet betrieben. Die eine namen "IkhwanWeb" (http://www.ikhwanweb.com/) sei auf Englisch, die andere mit dem Namen "IkhwanOnline" (http://www.ikhwanonline.com) auf Arabisch. Pollock verglich die Artikel auf diesen Webseiten an einem Tag im Januar und stelle teilweise erhebliche Unterschiede fest.

So erschienen etwa auf der englischen Seite acht Artikel über die Minderheit der koptischen Christen in Ägypten. Auf der arabischen Webseite hingegen gab es nur zwei kleine Texte zu dem Thema. Beim Thema Demokratie werde der Unterschied zwischen beiden Webseiten noch deutlicher, so Pollock. Die englischsprachige Seite warte mit verschiedenen Texten auf, mit Überschriften wie "Warum Islamisten die besseren Demokraten sind" und "Demokratie: eines der Ziele der Scharia?" Dagegen gab es auf der arabischsprachigen Seite keinen solchen Text. Stattdessen fanden die Leser dort drei Artikel, die sich gegen Pressefreiheit aussprechen.

"Dieses doppelte Spiel hat Methode", schreibt Pollock. Als im Februar 2011 der ehemalige ägyptische Staatspräsident Hosni Mubarak zurücktrat, veröffentlichte die Muslimbruderschaft die Rede eines ihrer Vorsitzenden Muhammad Badi'e anlässlich der Revolution. Doch es gab zwei Versionen der Rede: Auf Englisch handelte sie vorwiegend von Demokratie, Toleranz, Pluralismus und friedlichem Miteinander von Muslimen und Christen. Doch in der arabischen Version auf "IkhwanOnline" hieß es, der Volksaufstand sei ein Segen Allahs, und alle Moslems müssten vor allem ihrem Glauben treu bleiben. Frauen sind auf der englischsprachigen Webseite häufiger Thema der Artikel – auf der Arabischen hingegen fast niemals. (pro)

VON: js | 31.01.2012

Quelle: pro-medienmagazin.de

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 16:00 Uhr | 34 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

Türkei dementiert Hilfe für Hamas


ANKARA (inn) - Die türkische Regierung hat Gerüchte dementiert, wonach Hamas-Chef Chaled Mascha´al in die Türkei ziehen soll. Die Hamas erhalte auch keine Finanzhilfen von mehreren Millionen Dollar.

Damit wiesen der stellvertretende türkische Premierminister Bülent Arinç und ein Regierungssprecher am Montag gleich zwei Gerüchte zurück, die für Wirbel gesorgt hatten. Im Gegensatz zu anderen NATO-Staaten erkennt die Türkei die Hamas zwar als legitimierte politische Partei an, ein Umzug von Mascha´al in das Land am Bosporus stehe jedoch außer Frage. Das berichtet die türkische Zeitung "Today's Zaman" in ihrer Onlineausgabe. Der Hamas-Chef hält sich seit 2001 in der Gegend um Damaskus auf, weil er sich im Gazastreifen nicht sicher fühlt. 1999 wurde die Hamas-Führung wegen "illegaler Aktivitäten" aus Jordanien ausgewiesen.

Das Gerücht, der Premierminister im Gazastreifen, Ismail Hanije, solle von der Türkei 300 Millionen Dollar Finanzhilfen erhalten, sei ebenfalls nicht richtig, hieß es auf der Pressekonferenz. Arinç betonte, dass die Türkei ein großes Interesse an einer Lösung des Nahost-Konfliktes habe. Ein Stärken der Einheit der Palästinenser könne dazu beitragen. Die Hamas und ihre Anführer seien "wichtige Figuren" in diesem Prozess.

Am Sonntag hatte die israelische Tageszeitung "Ha´aretz" unter Berufung auf türkische Diplomaten von den Gerüchten berichtet. Israels Staatspräsident Schimon Peres kritisierte daraufhin die angeblichen türkischen Pläne. Gegenüber dem US-Sender CNN sagte er, dass die Hamas bereits 900 Millionen Dollar pro Jahr von Iran, Katar und der Türkei erhalte. Zusätzliche Gelder könnten den Terror in den palästinensischen Gebieten weiter wachsen lassen.

Von: M. Breckner

Quelle: israelnetz.com

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 11:00 Uhr | 33 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

Ent-taufen nicht möglich


Jeannine Marino, hat eine Reaktion der römisch-katholischen Kirche auf die atheistische Bewegung Taufen zu annullieren und Menschen zu "ent-taufen" gefordert. Die derzeitige von Atheisten forcierte Entwicklung mache Maßnahmen notwendig. Marino ist Referentin für Evangelisation und Katechese der amerikanischen Bischofskonferenz.

Kann eine Taufe aus Kindertagen wieder annulliert werden? Vor allem die Katholische Kirche fordert Maßnahmen gegen die atheistischen Bewegungen Menschen zu "ent-taufen". (Foto: cat.becket / flickr (CC BY-NC-SA 2.0))

Der Schritt der Atheisten könne rein technisch und vom Glaubensverständnis nicht vollzogen werden: "Aus Sicht der Kirche ist es nicht möglich, jemanden zu 'ent-taufen'. Wir glauben, dass die Taufe den Bund zwischen einem Menschen und Christus dauerhaft besiegelt", zitiert das amerikanische Magazin "Christian Post" die Theologin.

"Menschen können aufhören, Mitglied in der Kirche zu sein, aber wir glauben, dass die Gnade des Sakraments immer Bestand hat." Mit der Taufe könne ein Mensch - egal, wie weit er sich von der Kirche entfernt habe - zum Glauben zurückkommen. Daraus den Rückschluss zu ziehen, dass der Akt der Taufe aufgehoben werden könne, sei nach katholischem Recht nicht richtig.

Zusammenhang mit den Missbrauchsskandalen?

Laut einer in der Internet-Zeitung "Huffington Post" vorgestellten Studie handelt es sich um eine wachsende Bewegung. Anne Morelli von der Universität Brüssel bezeichnet die Häufung dieser Vorkommnisse als offenkundig: "Es hängt wohl auch mit den Missbrauchsskandalen in der Katholischen Kirche zusammen, aber das Ganze hat eine zusätzliche Dynamik entwickelt", sagt Morelli. In den französischsprachigen Ländern sei die Zahl der Vorfälle von 2008 auf 2010 von 66 auf fast 2.000 gestiegen.

In Großbritannien hatten sich im Jahr 2009 über 100.000 Menschen ein im Internet angebotenes "Zertifikat zum Ent-taufen" heruntergeladen. Das Dokument hatte die "National Secular Society" bereitgestellt. Sie setzt sich für eine ausschließlich säkulare Gesellschaft im Königreich ein.

In Amerika wachse die Bewegung leicht, aber nicht in dem Ausmaß wie in Europa, bilanziert der Pressesprecher der "Katholischen Liga", Jeff Field: "Auch dort gibt es Gruppen, die Ent-Taufungen durchführen." Das für Oktober 2012 von Papst Benedikt XVI. ausgerufene "Jahr des Glaubens" biete aus Marinos Sicht eine gute Gelegenheit, "verlorene Brüder und Schwestern einzuladen und mit ihnen die Schönheit des christlichen Glaubens neu zu entdecken".

Ein deutsches Gerichtsurteil

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte am gestrigen Montag geurteilt, dass die Aufhebung der Taufe eines Kindes nicht abgelehnt werden könne. Der Vater des Kindes hatte beim Verwaltungsgericht Augsburg gegen eine katholische Kirchengemeinde geklagt, weil seine geschiedene Frau die damals dreijährige Tochter im Jahr 2010 taufen ließ, ohne den Vater zu fragen.

Wie "Welt Online" meldet, wiesen die Augsburger Richter die Klage ab, und der VGH in München bestätigte die Entscheidung. Die Richter betonten, dass die Taufe als Sakrament zum Kern der innerkirchlichen Angelegenheiten zähle, die von Gerichten entweder gar nicht oder nur eingeschränkt überprüft werden könnten. Die Gerichte folgten damit nicht der Befürchtung des Klägers, seine Tochter könne infolge der Taufe einer erhöhten Missbrauchsgefahr ausgesetzt sein. Auch beeinträchtige das Sakrament nicht das Recht auf Religionsfreiheit. (pro)

VON: jw | 31.01.2012

Quelle: pro-medienmagazin.de

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 00:00 Uhr | 33 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

Niederlande: Kabinettsbeschluss zum Burka-Verbot


Nach Frankreich, der Schweiz und Belgien, soll es nun auch in den Niederlanden ein Burka-Verbot geben. Mit dem Kabinettsbeschluss der dortigen Regierung könnten die Niederlande das vierte europäische Land sein, in dem ein solches Verbot herrscht. Das holländische Kabinett stimmte am Freitag einem entsprechenden Gesetzentwurf zu.

Nach dem Kabinettsbeschluss in den Niederlanden gilt das Burka-Verbot dort nur noch als Formsache. In der kommenden Woche stimmen die beiden parlamentarischen Kammern über das Thema ab. (Foto: niomix2008/flickr)

Die öffentliche Vollverschleierung von Frauen könnte bereits ab dem nächsten Jahr verboten sein. Noch fehlt die Zustimmung der beiden Kammern des Parlaments, die in der nächsten Woche erfolgen soll. Da das Vorhaben in der niederländischen Bevölkerung auf breite Zustimmung stößt, gilt eine Zustimmung als reine Formsache.

Betroffen von einem Burka-Verbot ist dann zwar nur eine kleine Minderheit von geschätzten 300 muslimischen Frauen, die sich derzeit vollständig in der Öffentlichkeit verhüllen. Bei Zuwiderhandlung gegen das Verbot könnten ihnen künftig empfindliche Strafen von bis zu 390 Euro drohen.

Eine "phantastische Neuigkeit"

Die niederländische Integrationsministerin Liesbeth Spies betonte gegenüber Journalisten, dass die die Umsetzung eines Verbots die rechtliche Gleichheit von Männern und Frauen in einer multikulturellen und offenen Gesellschaft besser garantiert sieht. Erfreut über den Vorstoß zeigte sich der umstrittene Rechtspopulist Geert Wilders (PVV), der den Kabinetts-Beschluss in einer Twitter-Botschaft als "phantastische Neuigkeit" bezeichnete. Seine Partei hatte das Burka-Verbot immer wieder gefordert.

In einer Erklärung des Innenministeriums begründet dies die Maßnahme mit den Sätzen: "Die Menschen sollten sich, wenn sie sich begegnen, gegenseitig ins Gesicht sehen und erkennen können." Es gehe nicht um ein Verbot religiöser Kleidung sondern vielmehr um offene Kommunikation, die verhindern solle, dass sich Menschen verhüllen, um Schaden anzurichten. Nach Ansicht des aus Juristen bestehenden Staatsrats der Niederlande verstößt das Gesetz jedoch gegen die Freiheit der Religionsausübung. (pro)

VON: jw | 29.01.2012

Quelle: pro-medienmagazin.de

Sonntag, den 29. Januar 2012 um 13:00 Uhr | 34 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

Bericht: Erdogans Tuerkei loest den Iran als groessten staatlichen Terrorspender der Hamas ab – Europa wach auf!


Ulrich J. Becker, Jerusalem, 5. Schwat 5772

(Bild: aro1.com)

Jedijot Achronoth berichteten bereits am Freitag (hier auch Reuters und Ha'Aretz), dass sich jetzt herausstellt, dass das herzliche Treffen zwischen Gasa-Hamas-Chef Hanije und dem 'gemaessigten' Islamisten Erdogan in der Tuerkei knallharte terrorfoerdernde Fussnoten hatte. Auch wenn die Medien in Deutschland es offenbar mal wieder nicht fuer wichtig genug erachten, als zu veroeffentlichen (gegenteiligen Beispiele bitte als Kommentar anfuegen), ist die Tuerkei jetzt zum groessten staatlichen Terrorfinanzier der Hamas aufgestiegen und wechselt damit den Iran ab.

Wenn Europa versteht, was die Hamas-Satzung auch fuer es selbst bedeutet, sollte es schleunigst aufhoeren mit Wohlwollen und Hoffnung vom 'tuerkischen Modell' eines 'gemaessigten Islamismus' zu faseln und Erdogan schon jetzt ganz eindeutig in die Schranken weisen. Natuerlich gilt das fuer eine Wunschwelt der Moral und Ethik, nicht fuer das heutige Europa, das wieder einmal lieber wegsieht und weghoert, wenn ihr Kumpel vom Bosporus einer der moerderischsten Terrorgruppen der Welt als Blutpate bereitwillig die finanzielle Ehre erweist...

Hanije ist gerade auf einer art islamistischen Welttournee um Stimmen und Geld fuer seinen 'Krieg gegen den Juden' zu sammeln. Islamist Erdogan war dabei besonders grosszuegig: Ganze 250-300 Mio. USD jaehrlich soll er dem Terroretat der Hamas zugesagt haben – was genau dem Betrag entspricht, den Tehchrahn der Hamas gerade gestrichen hatte.

Jetzt ist es amtlich: Die Tuerkei fordernder den Terror in Israel.

Erdogan scheint sich davon mehr ('neuosmanischen') Einfluss in der Region zu versprechen und auch seinen antijuedischen Hass etwas auslauf zu geben. Die Hamas wiederum ist gerade dabei Syrien zu evakuieren, sucht ein neues (auslands) zu Hause und laesst sich vom knaddernden Wind des islamistischen sunnitischen Fruehlings tragen. Die Hamas scheint sich strategisch neu auszurichten: Anstatt mit der iranisch-syrischen, schiitisch-alewitischen, Allianz, setzt sie jetzt auf die sunnitisch islamistische Karte, die sich momentan ueberall in der arabischen Welt zu erheben und teilweise durchzusetzten scheint. Aegypten ist ploetztlich immer mehr ein Partner der Hamas, als ein Widersacher. Auch Jordanien oeffnet sich ihnen nach mehr als einem Jahrzehnt des Banns wieder – natuerlich nicht ohne die Drohung der arabischen islamistischen Strasse in Jordanien, die die Hamas – als eine Art Schutzgeldgegenleistung – erstmal auf niedriger Flamme haelt, aber den jordanischen Koenig damit ziemlich an die Leine nimmt.

Die Radikalisierung, Islamisierung und der grassierende Judenhass in der arabischen Welt sind so einfach nicht aufzuhalten, aber was die EU in der Tat tun koennte um nicht nur fuer Israel, Juden und anderen Minderheiten im Nahen Osten eine schuetzende Hand zu sein, waehre jetzt(!) Erdogan eindeutig und energisch beissende Konsequenzen fuer seinen Terrorschmusekurs anzudrohnen und es zu meinen.

Sollte die EU weiterhein wegkucken, wenn Erdogan immer offener den militanten und terroristischen Islamismus unterstuetzt und seinen Nachbarstaat mit Militaerschlaegen droht, wird sich Erdogan eher nicht beruhigen, als vielmehr zu neuen, frechen, offenen Kampfansagen an Israel, Europa, den Westen und die zivilisiterte Welt ermutigt sein.

Europa wach auf! Jetzt gegen Erdogan vorgehen, bevor es zu spaet ist und sehr blutig werden koennte. 'Peace Now', heisst Erdogan absetzten.

 

Quelle: aro1.com

Sonntag, den 29. Januar 2012 um 00:00 Uhr | 42 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

Darf es noch ein bisschen Meinungsfreiheit mehr sein?


Absolute Freiheit, völlige Transparenz oder das Streben nach einer besseren Welt waren die Ideale der Begründer von Twitter, Facebook und Co. Die Ankündigung des Kurznachrichtendienstes Twitter, die Kurzmeldungen (Tweets) und Nutzer künftig auf Wunsch einzelner Länder gezielt zu sperren, sieht nicht nur die Netzwelt skeptisch. Gerade in arabischen Ländern geht die Angst um.

Kurznachrichten des Nachrichtendienstes Twitter sollen bald länderspezifisch gesperrt werden. Vor allem die arabische Netzwelt sieht dies skeptisch. (Foto: pro)

"Spiegel Online"-Redakteur Christian Stöcker wirft die Frage auf, in welchem Fall es sich um Zensur handelt oder wann es lediglich eine legitime Kontrolle ist. Wie sieht es zum Beispiel mit dem Verbot verfassungsfeindlicher Symbole aus? Und muss jeder alles sagen dürfen, was er will? Gerade bei historischen Ereignissen wie Kriegen oder Völkermorden sei der Standpunkt Ansichtssache.

Üble Nachrede oder Schmähkritik

Google etwa entfernt schon seit vielen Jahren Inhalte aus dem Index seiner Suchmaschine. Über 2.400 einzelne Inhalte sollten 2011 laut "Spiegel Online" entfernt werden, dem Großteil der Wünsche (86 Prozent) kam Google nach. Deutschland liegt bei den Anfragen zur Zensur bestimmter Inhalte übrigens auf Rang 2 hinter Brasilien. In den meisten Fällen handelte es sich um Fälle übler Nachrede oder unzulässige Schmähkritik.

Nun zieht der Kurznachrichtendienst Twitter nach. Allerdings wollen sie künftig darauf hinweisen, wenn ein Tweet fehlt und in welchem Land dies der Fall ist. Das Gleiche gilt für Sperrungen ganzer Accounts. Auf der Internetseite ChillingEffects.org sollen die Nutzer künftig nachlesen können, welche Tweets oder Accounts dies betrifft.

Wie "Spiegel Online" meldet, werde jede Anfrage einzeln geprüft. Ob auch Zensuranfragen aus Ländern wie Syrien bearbeitet würden, beantwortete die "Twitter"-Sprecherin Rachel Bremer gegenüber dem Online-Portal nicht. Aus Sicht von Stöcker ist der Schritt auch nicht überraschend, weil Twitter verpflichtet sei, sich an nationale Gesetze zu halten.

Der Online-Dienst wies den Vorwurf der Zensur am heutigen Dienstag zurück. Das Unternehmen werde die Kurzmeldungen der Nutzer nicht überwachen, sondern einzelne Tweets nur blockieren, wenn es dazu in einem Land gesetzlich verpflichtet werde, sagte Firmenchef Dick Costolo am Montag. Die Nutzer im Rest der Welt könnten die Meldungen weiter lesen. Man wolle die Inhalte "für so viele Leute wie möglich" online verfügbar halten, betonte er bei der Veranstaltung "Dive into Media".

Dem Willen der Unterdrücker unterwerfen

Skepsis herrscht aber in Bezug auf die arabischen Länder. Dort könnten künftig Tweets zensiert werden, in denen dafür geworben wird, Frauen das Autofahren zu erlauben – was den Gesetzen einzelner Länder widerspricht. Arabische Twitterer rufen mittlerweile sogar dazu auf, die Plattform zu boykottieren, weil sie Angst haben, dass sich Twitter "nun dem Willen der Unterdrücker unterwerfe". (pro)

VON: jw | 28.01.2012

Quelle: pro-medienmagazin.de

Samstag, den 28. Januar 2012 um 00:00 Uhr | 54 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

Wie real ist ein israelischer Schlag gegen den Iran?


Die Medien-Spekulationen über einen "unmittelbar" bevorstehenden israelischen Militärschlag gegen den Iran treiben seit einem Jahrzehnt die seltsamsten Blüten. Langstreckenflüge der israelischen Luftwaffe bis Gibraltar, zusammen mit der deutschen Luftwaffe, galten ebenso als "untrügliche Zeichen" wie Auftanken in der Luft, was jedes NATO-Mitglied ebenso regelmäßig übt.

Zunächst die Fakten: Israel befürchtet das Schlimmste, falls der Iran eine Atombombe und die notwendigen Trägersysteme (Raketen) besitzt, um das "zionistische Regime von der Weltkarte zu löschen". Die Kombination ideologisch motivierter Absicht, Israel zu vernichten, und praktischer Versuche, die ultimative Waffe zu erlangen, bestimmten Israels diplomatische Bemühungen, die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen aufzufordern. Indem israelische Politiker das Thema bei jeder Gelegenheit und Kontakten mit dem Ausland auf die Tagesordnung setzten, war klar, dass Israel nie glaubte, die vom Iran ausgehende Gefahr alleine meistern zu können.

Die Amerikaner haben schon vor über zehn Jahren Israels Befürchtungen verstanden. Die Europäer reagierten darauf mit großer Verspätung, unter anderem nach "Drohungen" des US-Vizepräsidenten Dick Cheney, die "unberechenbaren" Israelis nicht zügeln zu können. So entstand der Eindruck, als ob nicht der Iran eine Bedrohung für den Weltfrieden darstellt, sondern eher Israels Reaktion darauf. Teilweise wird bis heute Israels vermeintliches Säbelrasseln für bare Münze gehalten, während die Drohungen des Iran als "Rhetorik" abgetan und dessen Atomprogramm bestritten oder verniedlicht werden. Das änderte sich spürbar erst mit dem Weggang von Muhammad el-Baradei von der Spitze der Internationalen Atombehörde IAEA mit Hauptsitz in Wien.

Tatsache ist, dass der Iran die Lehre aus der israelischen Zerstörung des irakischen Reaktors Osirak 1981 bei Bagdad gezogen hat. Teheran verteilte seine Atomanlagen über das ganze Land, teilweise in unzerstörbare unterirdische Bunker und an geheime Orte. Wie der geheime mit der Beobachtung des Iran beauftragte Offizier der israelischen Armee in einem Interview mit diesem Korrespondenten verriet, gebe es keine Gewissheit, alle relevanten iranischen Atomanlagen auf einen Schlag zerstören zu können. Ein unvollständiger Schlag könne den Iran animieren, an geheimen Orten die Produktion einer Atombombe zu forcieren.

Feindliche Flugzonen würden Angriff erschweren

Ob Israel tatsächlich einen wirksamen Militärschlag durchführen kann, ist allein wegen der Geografie mehr als fraglich. Israelische Kampfflugzeuge müssten die Türkei, Syrien, Jordanien, den Irak oder Saudi-Arabien überfliegen, also feindliche Flugzonen. Wegen der Entfernungen und der zahlreichen Ziele im Iran müssten sehr viele Kampfflugzeuge eingesetzt und im Fluge aufgetankt werden, um heil wieder zurückzukehren. Hinzu kommen politische Bedenken wie amerikanischer Widerspruch oder Reaktionen arabischer "Freunde" des Iran, etwa der mit 10.000 Raketen aufgerüsteten Hisbollah im Libanon. Wie realistisch ein israelischer Schlag ist, können deshalb wohl nur die israelischen Verantwortlichen selber beurteilen.

Andererseits droht der Iran mit einer Schließung der Straße von Hormus, also jener Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des Weltbedarfs an Erdöl nach Japan, Europa, Australien und in andere Länder per Tanker transportiert wird. Aus gutem Grund haben die Amerikaner drei Flugzeugträger in Richtung Persischem Golf gelenkt. Auf jenen Flugzeugträgern sind die gleichen Kampfflugzeuge mit identischen bunkerbrechenden Bomben und vielleicht gar Atombomben stationiert, über die auch Israel verfügt.

Befürworter eines Militärschlags schweigen

In israelischen Medien läuft tatsächlich seit Wochen eine Debatte über einen möglichen Militärschlag gegen Iran. Ex-Generale und Ex-Geheimdienstchefs melden sich zu Wort und warnen vor verheerenden Folgen für die "Stabilität" des ohnehin instabilen Nahen Osten.

Ein Kommentator bemerkte, dass sich bisher nur Gegner eines israelischen Militärschlags zu Wort gemeldet hätten, aber noch kein Befürworter. Die verantwortlichen Politiker schweigen, zumal ein "Überraschungsschlag" nur selten vorher öffentlich diskutiert wird.

Das offizielle Israel befürwortet scharfe Sanktionen gegen den Iran, wie sie jetzt beschlossen worden sind. Es forderte von den USA und der EU diplomatische Schritte, um den Iran von seinem Atomprogramm abzubringen. Militärische Drohungen wurden nur mit der ominösen Formel ausgesprochen, wie man sie auch in Washington und Paris hören kann: "Alle Optionen liegen auf dem Tisch".

Grundsätzlich nimmt Israel wegen schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit die Auslöschungsdrohungen des Iran sehr ernst. Die sechs Millionen Juden Israels wollen keinen zweiten Holocaust hinnehmen.

Deshalb hat Israel zusammen mit den USA für viele Milliarden Dollar die Arrow-Abwehrrakete gegen feindliche ballistische Raketen entwickelt. So ist Israel heute gegen feindliche Raketenangriffe besser geschützt als jedes andere Land der Welt, als Europa, die arabischen Staaten oder amerikanische Stützpunkte in der Region. Denn Patriotraketen, die in Polen und anderswo zum Schutz gegen eine mögliche iranische Bedrohung aufgestellt werden sollten, haben sich während des Golfkriegs von 1991 gegen irakische Scudraketen als unzuverlässig erwiesen. Im Falle einer anfliegenden Rakete mit atomarem Sprengkopf kann und will sich jedoch niemand einen Fehltreffer leisten. Das winzige Israel schon gar nicht.

Israelischer Alleingang wäre unlogisch

Tatsache ist freilich auch, dass arabische Länder, darunter Saudi-Arabien, die Golfstaaten und Ägypten, aufrüsten, aus Angst vor dem Iran als atomarer Hegemonialmacht. Ebenso fällt auf, dass die USA in jüngster Zeit mit ihren Flugzeugträgern militärisch aktiv geworden sind. Es ist deshalb kaum anzunehmen, dass Israel einen logistisch schwierigen und politisch problematischen Alleingang wagen würde, solange mit Sanktionen und arabischer Aufrüstung alles versucht wird, den Iran umzustimmen.

Von: Ulrich W. Sahm (Jerusalem)

Quelle: israelnetz.com

Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 12:00 Uhr | 36 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

New Yorker Polizei schockt mit Islam-Video


Die New Yorker Polizei steht in der Kritik, weil sie bei der Ausbildung einen Film über die Gefahren des radikalen Islam zeigt. Nach einem Bericht der "New York Times" hat die pro-israelische Organisation "Clarion Fund" den Film produziert. Die Polizeibehörde sieht keinen Anlass zum Handeln.

Bild der Bedrohung: Der Film "The Third Djihad" warnt New Yorker Polizisten vor dem Islamismus. (Foto: Clarion Fund)


Wie die amerikanische Tageszeitung "New York Times" berichtet, zeigt die New Yorker Polizei in ihrer Ausbildung einen Film, der vor einer "Infiltrierung" Amerikas durch den Islam warnt. In "The Third Djihad" (Deutsch: "Der dritte Dschihad") beklagen Experten, die politische Elite und die Medien würden diese Gefahr herunterspielen. Doch würde der Islam seit seinen Anfängen in einem "1.400-jährigen Krieg" gegen das Christentum führen. Mitarbeiter amerikanischer Sicherheitsorgane sprechen von einer nuklearen Bedrohung durch muslimische Terroristen.

New Yorker Polizei in der Kritik

Offenbar hatten einige Polizisten ihre Schwierigkeiten mit dem Film und gingen an die Öffentlichkeit. Ein Sprecher der Polizeibehörde spielte den Fall daraufhin herunter: Man habe den Film "nur ein paar Mal" vor Beginn des offiziellen Kurses gezeigt. Die Polizei verweigerte laut "Times" zunächst die Herausgabe von Dokumenten, die Hinweise darauf enthalten, wann und wie sie den Film erhalten hat.

Erst unter Berufung auf die Informationsfreiheit habe die Rechtsfakultät der New York University die Dokumente im Januar 2012erhalten. Demnach zeige ein Memorandum eines hochrangigen Polizeioffiziers, dass die Polizei seit Januar 2010 über den Film verfügt. Ein Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums hätte ihn der Polizei zugetragen. Dort habe man den Film "regelmäßig" in einem Zeitraum von drei Monaten bis zu einem Jahr vorgeführt. Mindestens 1.489 Polizisten hätten ihn demnach gesehen.

Pro-israelische Organisation produzierte den Film

Hinter der Finanzierung des 72-minütigen Films steht laut "Times" der "Clarion Fund", eine pro-israelische Non-Profit-Organisation. In deren Vorstand säßen unter anderem ein ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes "Central Intelligence Agency" (CIA) und ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums unter Ronald Reagan, der von 1981 bis 1989 US-Präsident war.

Das Motto der Organisation mit Sitz in New York ist "Nationale Sicherheit durch Erziehung". Zu diesem Zweck produziert sie Dokumentationen, die auf die Gefahren eines radikalen Islam hinweisen. Der "Times" zufolge pflegt der "Clarion Fund" Kontakte mit "Aish Ha Tora", einer israelischen Organisation, die gegen jegliche territorialen Zugeständnisse Israels in der "Westbank" ist.

Polizei sieht keinen Handlungsbedarf

Gegenüber der "Times" sagte ein Sprecher der Polizei, man beabsichtige nicht, einen falschen Eindruck zu korrigieren, den der Film hinterlassen haben könnte. "Wir haben nicht vor, Kontakt zu den Polizisten aufzunehmen, die den Film gesehen haben. Wir werden auch keinen anderen Film im Ausbildungsprogramm ergänzend hinzufügen." (pro)

VON: df | 26.01.2012

Quelle: pro-medienmagazin.de

The Third Jihad Movie Trailer


Lightbox

Quelle: youtube.com

 

Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 00:00 Uhr | 34 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

Nigeria versinkt in blutigem Chaos


Die islamistische Sekte "Boko Haram" hat an diesem Wochenende mehrere Anschläge im Norden Nigerias verübt. Seit Freitag kamen mehr als 190 Menschen ums Leben. Die Gewalt richtete sich gegen Christen und staatliche Einrichtungen. Christen im Norden des Landes kündigten eine Massenflucht an.

In den zwölf nördlichen, hier grün markierten Bundesstaaten Nigerias gilt schon die Scharia. Der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan kündigte angesichts der neuesten Gewalteskalation Verfolgung und Strafe für die "Feinde unserer Demokratie" an. (Foto: Bohr (CC BY) / gbooza (CC BY))

Nach der neuesten Gewaltserie im Norden Nigerias hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, die Regierung Nigerias aufgefordert, für einen besseren Schutz der Christen zu sorgen. "Wir bitten unsere muslimischen Freunde, auf die Verrückten von Boko Haram Einfluss zu nehmen, damit die Gewalt endlich aufhört", sagte Schneider in der Montagsausgabe der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien. Wir denken an sie und beten für sie."

Nigeria sieht sich seit mehr als zwei Jahren den Anschlägen der radikalislamischen Sekte "Boko Haram" ausgesetzt. Seit Weihnachten letzten Jahres, als es zu mehreren Bombenanschlägen auf christliche Kirchen kam, haben sich die Angriffe gehäuft. Am 1. Januar 2012 gab die Sekte den Christen im Norden des Landes drei Tage Zeit, in den südlichen Teil Nigerias zu fliehen. Sie kündigte an, nach Ablauf der Frist Christen gezielt anzugreifen. Seither gab es mehrere Anschläge gegen Christen.

Blutiges Wochenende in Nigeria

Am vergangenen Freitag kam es zum vorläufigen negativen Höhepunkt der Gewalt. Autobomben und Selbstmordattentäter sprengten Regierungsgebäude und Polizeistationen in die Luft. Laut "Radio Vatikan" waren auch christliche Einrichtungen betroffen. Nach den Explosionen schossen weitere Attentäter mit Maschinenpistolen auf die fliehenden Menschen. Gesundheitsbehörden zufolge sind dabei mindestens 178 Personen ums Leben gekommen.

Am Samstag hieß es in einem Bekennerschreiben, die Anschläge seien die Vergeltung für die Weigerung der Regierung, inhaftierte Sektenmitglieder freizulassen. "Unser Kampf richtet sich gegen die Regierung, die Sicherheitskräfte und den Verband der Christen in Nigeria, weil sie uns abgeschlachtet haben", heißt es in der Stellungnahme des "Boko Haram"-Führers Abubakar Shekau.

Nach dem Attentat von Kano folgten weitere Anschläge. In der Nacht zum Sonntag starben elf Menschen bei einem Bombenanschlag auf eine Bank in der nordnigerianischen Stadt Tafawa Balewa. Am Sonntagmorgen explodierten Bomben in zwei Kirchen in der Stadt Bauchi, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates im Norden Nigerias, bei denen jedoch keine Menschen getötet wurden.

Christen künden Massenflucht an

Angesichts der Gewalt haben die überwiegend christlichen Ibo, eine nigerianische Bevölkerungsgruppe, die Flucht von drei Millionen Mitgliedern aus dem Bundesstaat Kano im Norden Nigerias angekündigt, berichtete die "Gesellschaft für bedrohte Völker" (GfbV) am Sonntag. Demnach forderte Michael Idika, der Vorsitzende der Ibo-Organisation "Ohanaeze Ndigbo", die Behörden dazu auf, Fahrzeuge bereitzustellen, um die Flucht in den Südosten des Landes zu gewährleisten.

Laut Informationen der GfbV sind bereits in den letzten vier Wochen mehrere zehntausend Christen aus dem Norden des Landes geflohen. "Der Terror in Nordnigeria gegen Christen und Polizisten eskaliert immer mehr", erklärte Ulrich Delius, der Afrikareferent der GfbV. "Wenn Boko Haram mit der gleichen Intensität weiter Angst und Schrecken verbreitet, wird das Jahr 2012 das blutigste Jahr in Nigeria seit dem Völkermord in Biafra. Nigerias Polizei und Sicherheitsapparat ist mit dem Schutz der Minderheiten und staatlicher Einrichtungen sichtlich überfordert."

Der Norden Nigerias soll ein islamischer Staat werden

Der Name "Boko Haram" bedeutet so viel wie "westliche Bildung verboten". Gemeint ist damit jede abendländische Kultur, das Christentum eingeschlossen. Die Sekte machte erstmals im Jahr 2004 von sich reden, als sie an der Grenze zum nördlichen Nachbarland Niger ein Trainingslager namens "Afghanistan" einrichtete und gezielt junge Männer rekrutierte. Das Ziel der Sekte ist es, im Norden Nigerias einen islamischen Staat zu schaffen und die Scharia, das islamische Recht, einzuführen.

Das Mittel zu diesem Zweck ist der Terrorismus. Der Sekte werden Verbindungen zu den islamistischen Taliban sowie zum Terrornetzwerk Al-Qaida nachgesagt. Das erklärt auch die gute Koordination der Anschläge vom Freitag. Zudem gestand der Präsident Nigerias, Goodluck Jonathan, dass er Sympathisanten der Sekte in seinem eigenen Kabinett sowie bei hochrangigen Militärs vermutet.

Westliche Regierungen sind besorgt

Jonathan kündigte indessen an, dass die "Feinde unserer Demokratie" und "Agenten des Terrorismus" verfolgt und ihrer Strafe zugeführt würden. Die Regierungen in Paris und London äußerten sich tief besorgt über die Entwicklung in Nigeria. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sah in den Angriffen auf Christen und staatliche Stellen eine "große Gefahr" für den inneren Frieden Nigerias. Extremistischen Gruppen wie "Boko Haram" müsse "so schnell wie möglich das Handwerk gelegt werden". (dpa/pro)

VON: df | 23.01.2012

Quelle: pro-medienmagazin.de

Montag, den 23. Januar 2012 um 12:00 Uhr | 40 Zugriffe | Drucken |  E-Mail

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