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Home | FCG-Kolleg | Fragen und Antworten | Ist der Gott des AT ein anderer als der des NT?


Ist der Gott des AT ein anderer als der des NT?

 
Prof. Dr. Werner Gitt
Ein Auszug aus dem Buch: „Fragen, die immer wieder gestellt werden“ 
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19. Auflage


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Durch Kriege hat Gott zu alttestamentlicher Zeit ein  ganzes Volk ausrotten lassen, und in der Bergpredigt heißt es: Liebet eure Feinde. Ist der Gott des AT ein anderer als der des NT? 

M
anche Leute sind der Meinung, im AT sei Gott ein Gott des Zornes und der Rache und im NT ein Gott der Liebe. Diese Auffassung ist durch die beiden folgenden Aussagen aus dem AT und NT leicht zu widerlegen: In Jeremia 31,3 sagt Gott „Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“, und im NT lesen wir bei Hebräer 10,31: „Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.“ Gott ist sowohl der zornige Gott gegenüber der Sünde als auch der liebende Gott gegenüber den Bußfertigen. Dieses Zeugnis finden wir sowohl im AT als auch im NT, denn Gott ist immer derselbe. Bei ihm „ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichts und der Finsternis“ (Jak 1,17). Ebenso hat sich der Sohn Gottes wesensmäßig nie verändert: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ (Hebr 13,8). 

Die Bibel ist voller Beispiele, wie Gott die Sünde an Menschen richtet und wie er andererseits die Seinen bewahrt. In der Sintflut ging die ganze Menschheit wegen ihrer Bosheit unter, und nur acht Leute wurden errettet. Ebenso wird  im Endgericht der größte Teil der Menschheit verlorengehen, weil sie den breiten Weg der Verdammnis gingen (Mt 7,13-14). Gott hatte seinem Volk Israel das verheißene Land gegeben, aber beim Auszug aus Ägypten überfallen die Amalekiter die Nachzügler. In 5. Mose 25,17-19 wird den Amalekitern das Gericht der Austilgung angesagt, das Saul zu späterer Zeit auf Befehl Gottes auszuführen hatte (1 Sam 15,3). Zu neutestamentlicher Zeit werden Ananias und Saphira von Gott getötet, weil sie nicht die ganze Wahrheit sagten (Apg 5,1-11). An diesen Beispielen können wir lernen, dass Gott jede Sünde ernster nimmt als wir denken. Auch darin hat sich Gott nie geändert. Er hasst jede Sünde, und er wird jegliche Missetat richten. Er könnte auch heute ganze Völker vernichten. Wir Deutschen haben gegenüber Gott in besonders harter Weise gesündigt, weil in unserem Volk während des Dritten Reiches ein radikales Ausrottungsprogramm gegen sein Volk Israel entwickelt wurde. 

Die 40-jährige Teilung Deutschlands und der Verlust der Ostgebiete sind ein deutliches Gericht dafür. Gott hätte auch das ganze Volk vernichten können, aber seine Barmherzigkeit war so groß, dass er es nicht getan hat; vielleicht auch wegen der immer noch vorhandenen Gläubigen. Sodom und Gomorrha wären nicht untergegangen, hätte es wenigstens zehn Gerechte dort gegeben (1 Mo 18,32). Wenn das Gericht nicht immer augenblicklich stattfindet, ist das Gottes Gnade. Einmal aber muss jeder Rechenschaft geben über sein Leben, sowohl die Gläubigen (2 Kor 5,10) als auch die Ungläubigen (Hebr 9,27; Offb 20,11-15).   

 

 




Fragen die immer wieder gestellt werden 
Werner Gitt
Fragen, die immer wieder gestellt werden
Art.Nr.: 255127

Prof. Dr. W. Gitt gibt Antworten, die aus der Evangelisationspraxis, aus Gesprächen mit fragenden Menschen und aus dem Studium der Schrift erwachsen sind. Die Fragen sind nicht »am grünen Tisch« entworfen, sondern wurden wirklich gestellt. Von daher handelt es sich nicht um theologische Spitzfindigkeiten, sondern um Probleme, die Zweifler, Fragende und Suchende wirklich bewegen. Der Autor behandelt dabei folgende Themen: Gott – Bibel – Schöpfung, Wissenschaft und Glaube – das Heil – die Religionen – Leben und Glaube – Tod und Ewigkeit. Ein hilfreiches Buch zur Gesprächsführung mit Christen und Außenstehenden. Zur Weitergabe an fragende und suchende Menschen bestens geeignet.

Taschenbuch 192 Seiten


ISBN: 978-3-89397-127-5

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