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FCG-Kolleg - Bibel und Wissenschaft

 
Dr. Reinhard Junker
Diskussionsbeitrag 3/01 

Die wichtigsten Argumente gegen Makroevolution

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Inhalt
1.  Die Entstehung des Lebens ist nicht direkt erforschbar
2.  Die Entstehung des Lebens ist ungeklärt
3.  Die Entstehung neuer Konstruktionen ist ungeklärt
4.  Das systematische Fehlen von Übergangsformen in der Paläontologie
5.  Baukastensystem

In den Schulbüchern und den universitären Lehrbüchern sowie in den Medien wird Makroevolution - von wenigen Ausnahmen abgesehen - als bewiesene Tatsache präsentiert. Zweifellos gibt es zahlreiche Befunde, die unter der Voraussetzung von einer allgemeinen Evolution der Lebewesen interpretiert werden können. Die sogenannten „Evolutionsbeweise„ laufen jedoch meist auf einseitige Deutungen wissenschaftlicher Ergebisse hinaus, d. h. es wird gewöhnlich gar nicht über Alternativen nachgedacht. Beispielsweise werden die Ähnlichkeit der Lebewesen - z. B. zwischen Menschen und Affen - unkritisch als Indizien für deren gemeinsame Abstammung gewertet. Ähnlichkeiten lassen sich aber ebensogut auf denselben Urheber zurückführen - also durch Schöpfung erklären.

Im folgenden werden in Kurzform einige Argumente dargestellt, die gegen eine allgemeine Evolution „von der Amöbe bis Goethe„ (Makroevolution) sprechen.

Inhaltsverzeichnis

1. Die Entstehung des Lebens ist nicht direkt erforschbar

Die Entstehung und Geschichte des Lebens kann nicht durch Beobachtung und Experiment erforscht werden. Niemand war dabei, als das Leben entstand oder als der Mensch zum ersten Mal auftrat, gleichgültig wie die Entstehung abgelaufen ist. Die Geschichte des Lebens kann nicht „nachgemacht„ werden; sie ist einmalige Vergangenheit. Daher kann ein naturwissenschaftlicher Beweis dafür, dass es eine Makroevolution gab, prinzipiell nicht erbracht werden. Aus demselben Grund ist auch Schöpfung nicht naturwissenschaftlich beweisbar oder widerlegbar.

Inhaltsverzeichnis

2. Die Entstehung des Lebens ist ungeklärt

Mikro- und Makroevolution
Abb. 1: Mikro- und Makroevolution sind grundverschiedene Konzepte. Mikroevolution ist Variation vorhandener Konstruktionen (innerhalb von Grundtypen), Makroevolution ist die Entstehung neuer Konstruktionen.

Die Entstehung von Leben aus leblosen Stoffen (z. B. in hypothetischen Ursuppen auf einer gedachten frühen Erde) ist ungeklärt. Es ist zwar gelungen, in unterschiedlichsten Versuchsansätzen einen Teil der einfachsten Bausteine lebenswichtiger Moleküle herzustellen, z. B. einige Aminosäuren als Bausteine der Proteine (Eiweiße) im sog. „Miller-Versuch„. Bei diesen Versuchsansätzen entstehen aber immer zahlreiche andere chemische Verbindungen, die weitere Schritte hin zu lebenswichtigen Stoffen verhindern. Daher ist es nicht gelungen, unter Ursuppenbedingungen Proteine, Nukleinsäuren (Erbsubstanz) oder Zellmembranen zu synthetisieren. Selbst wenn dies gelungen wäre (wovon man weit entfernt ist), wären diese Produkte noch kein Leben. Dazu müssten sie in höchst komplizierte Wechselwirkungen zueinander gebracht werden. Wie das ohne Zielvorgabe und Steuerung abgelaufen sein könnte, ist unbekannt. Auch in jüngster Zeit formulierte alternative Modelle hinterlassen viele ungelöste Detailprobleme. Schließlich müsste auf dem Weg zum Leben neben vielen anderen Voraussetzungen auch der genetische Code entstehen. Wieder ist unbekannt, wie ein Code, also eine Zuordnungsvorschrift für die Übersetzung der DNS-Abfolge in Proteine, von alleine entstanden sein könnte.

Inhaltsverzeichnis

3. Die Entstehung neuer Konstruktionen ist ungeklärt

(Abb. 1 und 2)
Die Entenartigen
Abb. 2: Die Entenartigen als Beispiel für einen Grundtyp. Zu einem Grundtyp gehören alle Arten, die direkt oder indirekt (über eine dritte) Art kreuzbar sind (also Mischlinge bilden können).

Die bekannten Evolutionsmechanismen Mutation (sprunghafte Änderungen des Erguts), Selektion (Auslese) und andere Faktoren reichen nicht aus, um die Entstehung neuer Konstruktionen (= Makroevolution) zu erklären. Lebende Konstruktionen wie z. B. Organe oder sonstige komplizierte Strukturen (z. B. Federn) funktionieren nur, wenn viele Bauteile gleichzeitig intakt sind und darüber hinaus die zeitliche Abfolge ihres Zusammenbaus stimmt. Es ist ungeklärt, wie die bekannten kleinschrittigen Veränderungen die notwendige gleichzeitige Entstehung der erforderlichen Bauteile ermöglichen könnten. Damit ist die zentrale Frage der Ursachenforschung für evolutionäre Veränderungen unbeantwortet. Umgekehrt können komplexe Konstruktionen als „Design-Signale„ interpretiert werden, d. h. als deutliche Hinweise auf einen Urheber.

Zwar sind zahlreiche Mechanismen bekannt, die zu Veränderungen der Lebewesen führen, doch ermöglichen sie nur Variationen und Spezialisierungen (= Mikroevolution) bereits vorhandener Konstruktionen innerhalb von Grundtypen. Grundtypen sind die Schöpfungseinheiten des Lebens („geschaffene Arten„). Ein Beispiel ist die Familie der Pferdeartigen mit Pferden, Eseln und Zebras. Die Variationsfähigkeit der Lebewesen macht man sich in der Züchtungsforschung zunutze. Zwischen Mikroevolution und Makroevolution bestehen grundlegende qualitative Unterschiede.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang: Die üblichen Lehrbuchbeispiele für das beobachtbare Wirken von Evolutionsprozessen (durch Mutation, Selektion usw.) sind ausschließlich Beispiele für Mikroevolution (z. B. Darwinfinken, dunkle Form des Birkenspanners, Giftresistenzen, Züchtung usw.)

Inhaltsverzeichnis

4. Das systematische Fehlen von Übergangsformen in der Paläontologie

(Abb. 3)

Nachdem inzwischen ca. 250.000 Arten fossil (als Versteinerungen, Abdrücke usw.) bekannt sind, besteht wie schon zu Darwins Zeit das Problem fehlender passender Bindeglieder. Größere Gruppen von Lebewesen kommen von Beginn ihres Auftretens in der Erdgeschichte plötzlich in zahlreichen unterschiedlichsten Formen vor, die nur ausnahmsweise durch einigermaßen passende Übergänge überbrückt sind. Zwischen den größeren Gruppen von Lebewesen fehlen also regelmäßig evolutionäre Übergangsformen, sowohl in der heutigen Welt als auch unter den fossil erhaltenen Organismen. Das gilt bis hinunter zur Grundtyp-Ebene. Die Stammbäume sehen daher nicht baumartig, sondern ausgeprägt strauchartig aus; dabei fehlen die unteren Zweige und Äste (an denen sich die Gabelungen befinden müssten). Einzelne umstrittene Zwischenformen wie der „Urvogel„ Archaeopteryx belegen ebenfalls keine graduelle Höherentwicklung und können alternativ auch als eigenständige Grundtypen interpretiert werden.

Stammbusch
Abb. 3: "Stammbusch" statt Stammbaum am Beispiel der Paarhufer. Die unteren Enden (Bereich der zu evolutionär zu erwartenden Bindeglieder) fehlen.

Beim Thema „Fossilien„ muss darauf hingewiesen werden, dass die Grobreihenfolge der Fossilablagerungen den Erwartungen des Evolutionsmodells entspricht und dass dafür im Rahmen der Schöpfungslehre derzeit keine befriedigenden Erklärungen vorliegen. Im Schulunterricht, in den Museen usw. wird in der Regel nur auf diesen Aspekt hingewiesen, wodurch allerdings ein ganz verzerrtes Bild entsteht.

Inhaltsverzeichnis

5. Baukastensystem

(Abb. 4)
Viele Merkmale der Lebewesen sind so unsystematisch verteilt, dass es schwierig ist, Stammbäume zu rekonstruieren und dies häufig nicht in eindeutiger Weise möglich ist.

Häufig erscheinen die Merkmale wie nach einem Baukastensystem in verschiedenen Grundtypen zusammengesetzt. Dies zeigt sich auch zunehmend in der Organisation des Erbguts der Lebewesen. Ein Baukastensystem ist im Rahmen eines Schöpfungsmodells leicht interpretierbar, da ein Schöpfer frei ist, Merkmale beliebig zu kombinieren.
Schnabeltier
Abb. 4: Passt nicht gut in einen Stammbaum: Das Schnabeltier vereinigt in sich Säugermerkmale (Milchdrüsen, Haare), Reptilienmerkmale (legt Eier) und ein vogelähnliches Merkmal (Hornschnabel). Als Spezialität besitzt es als wasserlebendes Tier außerdem einen Ruderschwanz und Schwimmhäute.



Sintflut und Geologie

R. Junker & S. Scherer

Evolution – ein kritisches Lehrbuch

Adressaten: Schüler, Studenten, Lehrer und Interessierte

Inhalt: Detaillierte, umfassende Kritik der biologischen Evolutionstheorie; Nachschlagewerk zur biologischen Evolutionskritik; Deutung naturwissenschaftlicher Daten im Rahmen von Schöpfungsmodellen

Einige Themen
: Artbegriffe und Taxonomie • Die Reichweite der Evolutionsfaktoren • Molekulare Mechanismen der Mikroevolution • Chemische Evolution: Schritte zum Leben? • Ähnlichkeiten • Embryologie und Stammesgeschichte • Fossile Arten als Vorstufen und Zwischenglieder? • Abstammung der Menschheit • Biologische Information und Geist • Deutung des Lebens unter der Voraussetzung von Schöpfung

Weyel-Verlag Gießen, 5., aktualisierte Auflage 2001, 328 S., 425 Abb., durchgehend farbig, umfangreiches Glossar, Stichwortverzeichnis und Literaturverzeichnis, Festeinband, Großformat 19,5x26; . 20,50 / sfr 39,80.

Versandkostenfrei erhältlich bei:
Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V.
Rosenbergweg 29, 72270 Baiersbronn,
Tel. 07442/81006, Fax 81008

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Weitere Informationen finden Sie in den Diskussionsbeiträgen 1/97 und 1/98

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