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Home | FCG-Nachgedacht | Dunkelheit macht dankbar


Dunkelheit macht dankbar

Dunkelheit macht dankbar

Gedankenanstoß

(Foto: Rodrigo Soldon/flickr)
Gott ist gut. Gott liebt mich. Gott ist für mich da. In „guten Zeiten" fällt es leicht, solche Aussagen zu machen. Was aber, wenn sich auch unsere letzte Hoffnung in Luft auflöst - so wie in der folgenden Geschichte?

Nach einem Schiffbruch schaffte es der einzige Überlebende, eine kleine, unbewohnte Insel zu erreichen. Er flehte Gott an, ihn zu retten, aber es kam keine Hilfe. Schließlich baute er sich eine Hütte aus Treibholz, um sich vor Wind und Wetter zu schützen. Eines Tages, als er von einem Streifzug über die Insel zurückkam, fand er seine Hütte in Flammen. „Gott, wie konntest Du mir das antun?!", schrie er, außer sich vor Wut. Am nächsten Morgen wurde er von einem Rettungstrupp geweckt. „Woher wusstet Ihr, dass ich hier bin?", fragte er verwundert. „Wir haben Dein Rauchsignal am Horizont gesehen!"

Manche Verse in der Bibel klingen für mich wirklich zu schön, um wahr zu sein. Oder einfach unglaublich. Römer 8, 28 ist einer davon:
Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles,
aber auch wirklich alles zu seinem Heil;
denn dazu hat Gott selbst ihn erwählt und berufen.
 (Römer 8, 28)
Wenn es mir gut geht, fällt es mir leicht zu glauben, dass „alles zu meinem Heil dient". Dann ist der Himmel schön blau, die Sonne scheint und eigentlich kann mich gar nichts umwerfen. Was aber, wenn ich tatsächlich einmal Schiffbruch erlitten habe? Wenn alles schief gelaufen ist, ich Angst und Zweifel habe und es in mir einfach nur dunkel ist? Kann ich dann immer noch Gott vertrauen und sogar glauben, dass selbst Angst und Verzweiflung von ihm genutzt werden können, um etwas Gutes in mir hervorzubringen?

Mir gelingt das nicht immer. Aber es lohnt sich zu lernen, auf Gottes Treue zu vertrauen. Selbst dann, wenn er unsere scheinbar letzte Hoffnung in Flammen und Rauch aufgehen lässt. Dann gelingt es vielleicht sogar, auch für dunkle Stunden dankbar zu sein.

Autor: Ilona Mahel

Quelle: erf.de

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