Abtreibung? Es gibt Alternativen!
Rettung mit Problemen
Gehsteigberatung und die Hilfe der ALfA machen es möglich, dass Celina heute leben darf und so süß
| Trotz massivem Drucks traf Sabine eine Entscheidung: Celina soll leben! |
Sabine war allein, hatte kaum Rückhalt in ihrer Familie. Sie fühlte sich zu jung und unreif für ihr Kind. Zudem wollte der Kindsvater nichts von dem Kind wissen. Schnell wurde mir klar, dass Sabine aus verschiedenen Gründen nicht die Kraft hätte, in München zu bleiben und ihr Kind auszutragen.
Daher überzeugte ich sie, mit mir nach Gelsenkirchen zu einem befreundeten Gynäkologen zu fahren, bei dem wir dann ihr kleines Baby auch im Ultraschall betrachten konnten. Sogar dreidimensional! Es war so schön zu sehen, dass das kleine Herzchen noch schlagen durfte. Und Sabine war sehr überrascht, denn sie hatte nicht gewusst, dass ihr Kind schon winzige Ärmchen und Beinchen hat.
Ihr Freund aus München war dabei und während er sein Baby im Ultraschall sah, fragte er, ob man es nicht sofort abtreiben könnte. Er übte massiven Druck aus, bot ihr an, sie zur Abtreibung zu begleiten und anschließend mit ihr in den Urlaub zu fliegen. Als er merkte, dass er so nicht weiter kam, begann er ihr auf verschiedenste Weise zu drohen. Sabine war mit den Nerven am Ende, rief mich wieder an und wollte nun doch abtreiben. Ich bot ihr alle möglichen Hilfen an, schenkte ihr Babykleidung, in der Hoffnung, dass sie sich dann ihr Baby darin vorstellt. Gott sei Dank tendierte sie wieder mehr zum Kind.
In Gelsenkirchen konnte sie nicht länger bleiben und so kam sie zu mir und wohnte in der Hebammenpraxis. Immer, wenn sie alleine war, grübelte sie über alle Probleme und fürchtete, keine Kraft mehr zu haben. Deswegen war es wichtig, Schwierigkeiten möglichst von ihr fern zu halten. Daher zahlte die ALfA auch ein paar offene Rechnungen und sagte ihr, da sie kaum noch Geld hatte, eine Patenschaft zu.
Als sie nicht mehr bei mir bleiben konnte, erklärte sich die Familie von und zu Stolberg mit ihren acht Kindern bereit, sie bei sich aufzunehmen. Die Familie nahm sie sehr herzlich auf. Die 13-jährige Tochter Theresia räumte ihr eigenes Zimmer für Sabine und die Mutter begleitete sie zu Arztterminen. Sie sahen es ihr nach, wenn Sabine viel zu spät heimkehrte, und holten sie sogar nachts vom Bahnhof ab.
| Seliger Schlaf: Gut, dass Kinder nicht wissen, unter welchem Druck sich Mütter oft für sie entscheiden. |
Sabines Verfassung festigte sich. Doch der Freund ließ nicht locker. Nach jedem Telefonat war sie völlig verunsichert, dachte manchmal sogar an Spätabtreibung. Der Freund verließ sie endgültig.
Die positive Energie der vielen Kinder in der Familie und die wohltuende Atmosphäre färbten schließlich auf sie ab und Sabine begann, sich auf ihr Baby zu freuen.
Nach diesem Aufenthalt kam sie zu einer weiteren Familie, deren Mitglieder in der ALfA sind und die sich auch wochenlang liebevoll um sie kümmerten. Es war sehr wichtig für Sabine, in der Umgebung von Menschen zu sein, die sich auf ihr Kind freuten.
Das Ende der Schwangerschaft rückte näher und Sabine konnte wieder nach München zurückkehren. Dort musste sie immer wieder ins Krankenhaus zu Untersuchungen, und sie fürchtete, das Kind könnte nicht gesund sein. Auch gab es Probleme mit den Behörden und der Wohnung in München, die wir angehen mussten. Das war für uns nicht einfach.
Dann brachte sie Gott sei Dank ihre Tochter Celina gesund zur Welt. Ich habe sie noch nie so strahlen gesehen wie mit dem Kind im Arm. Damals habe ich Sabine versprochen, ihr bei der Kinderbetreuung zu helfen, und so kommt es, dass Celina fast jede Woche mehrere Stunden bei mir ist und mit meinem kleinen Sohn spielt. Wenn ich die Kleine anschaue und darüber nachdenke, wie oft ihr Leben in Gefahr war, macht es mich sehr glücklich, dass so viele Menschen sich für sie eingesetzt haben und nicht aufgehört haben, für Celina zu kämpfen. Unser Dank von der ALfA gilt besonders den Menschen, die ohne Zögern Sabine haben bei sich wohnen lassen. Ohne sie würde Celina heute nicht leben und so süß lachen können.
Maria Grundberger
Hilfsangebote
Rat und Hilfe für Schwangere in NotDie ALfA hilft Frauen in Not - und zwar konkret:
- finanziell, zum Beispiel bei ausstehenden Mietzahlungen
- materiell, zum Beispiel durch Stellung von Babykleidung
- personell, zum Beispiel bei Behördengängen
- Diskretion und Einfühlungsvermögen sind Grundlagen jeglicher Beratung
Um diese Hilfe zu gewährleisten, bieten wir verschiedene Möglichkeiten:
- Mit dem Reiter "Beratung und Hilfe" finden Sie die Telefonnummern für Schwangerenberatung und für Notfälle.
- Bei "Adressen" finden Sie nach Postleitzahlen sortiert eine Liste mit Adressen von Beratungsstellen und Initiativen sowie Mutter-Kind-Einrichtungen, an die Sie sich im Schwangerschaftskonflikt, bei Problemen während der Schwangerschaft oder nach einer Abtreibung wenden können.
- Unter "Patenschaftsaktion" stellen wir Ihnen unsere längerfristigen Projekte vor, mit der Sie unsere Arbeit dauerhaft unterstützen können und die durch Beispiele verdeutlicht, wie unsere Hilfe im speziellen Einzelfall aussieht.
Beratung und Hilfe


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VitaL - es gibt Alternativen! Notruf: 0180 / 36 999 63 - rund um die Uhr besetzt!
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Adressen
Hier finden Sie zahlreiche Adressen von Beratungsstellen und Initiativen sowie Mutter-Kind-Einrichtungen, an die Sie sich im Schwangerschaftskonflikt, bei Problemen während der Schwangerschaft oder nach einer Abtreibung wenden können.Alle Links zu den einzelnen Bundesländern verweisen auf eine Datenbank aus der Übersicht „Hilfreiche Adressen“ des Netzwerks „Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen“ (TCLG). Dort finden Sie auch weitere Angaben zu den einzelnen Einrichtungen.
Informationen zu den Inhalten der Adressliste
Download der Adressliste als PDF-Broschüre 7. Auflage (Ausgabe für 2007)
Beratungsstellen und Initiativen
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Mutter-Kind-Einrichtungen
Patenschaftsaktion
ALfA PatenschaftsaktionLebens - Not - wendig
Not - vor unserem inneren Auge tauchen die erschütternden Bilder auf von Erdbebenopfern, von Hungernden, von Menschen, die durch Überschwemmungen, alles verloren haben, meist aus fernen Weltgegenden. Die Medien werden nicht müde, sie uns ins Wohnzimmer zu schicken und um unsere Hilfe zu bitten. Zum Glück lassen sich gerade in unserem Land viele Menschen anrühren und sind immer wieder zu Hilfe bereit.
Doch Not kann auch andere Gesichter haben. Not vor unserer Haustür ist nicht so offensichtlich; man muss schon genauer hinsehen. Dann sieht man in
- das Gesicht z.B. von Marisa (Name geändert): mit ihrem Mann hat sie in viel Eigenleistung ein Häuschen gebaut, was auch finanziell die Familie vor große Herausforderungen stellt. Dass Marisa nun das 4. Kind erwartet, machte den Ehemann wütend: "Das Kind muss weg, dann kannst du auch endlich mal was dazu verdienen". Eisiges Schweigen in der Verwandtschaft, dazu Angst vor einer Behinderung, die in der Familie liegt. Einen Tag vor der geplanten Abtreibung schöpft Marisa jedoch durch die verbindliche Zusage einer Patenschaft Hoffnung und entscheidet sich für ihr Kind. Marisas Ängste so wie auch die Ablehnung des Mannes sind inzwischen überwunden. Das kleine Mädchen wird von allen nun voll Freude erwartet.
- das Gesicht von Kathrin: Seit Jahren schon studiert Tobias, schreckt aber im letzten Moment immer wieder vor den Abschlussprüfungen zurück. Als das erste Kind zur Welt kam, übernahm er die Betreuung, die kleine Familie kam mit Kathrins schmalem Einkommen als Arzthelferin gerade so hin. Das Studium ruhte. Als das 2 Kind sich ankündigte, fand sich eine sinnvollere Perspektive: für sich und die Kinder erhält Kathrin ALG II, eine ALfA Patenschaft sichert den Mietanteil und Lebensunterhalt für Tobias, der sich nun mit ganzer Kraft dem Abschluss seines Studiums widmet. Die Auszahlung ist an den Nachweis von Leistungen gebunden.
- das Gesicht von Carolin: als sie sich für ihr Kind entschied, konnte sie nicht weiter in der Wohnung ihres Freundes leben. Ihren Lebensunterhalt konnte sie zwar vom Arbeitslosengeld bestreiten, für Umzug und Kaution jedoch fehlten die Mittel.
- das Gesicht von Anna: seit zwei Jahren studiert sie fleißig und erfolgreich. Die nötigen bescheidenen Mittel bringen mit vereinten Kräften ihre Verwandten in Russland auf. Als sie schwanger wird, meldet sich plötzlich das Ausländeramt: wenn sie nicht den Lebensunterhalt des Kindes einschließlich Krippenbetreuung garantieren kann, wird sie ausgewiesen. Wie sparsam sie selbst lebt spielt keine Rolle, das Amt weiß besser, wie viel ein Baby kostet.
- das Gesicht von Lena: Die junge Frau genoss das Leben, träumte von der Karriere in den Medien als Selbständige, Ausgehen, Handy, schicke Klamotten, Leuten treffen. Was soll's wenn mal die Krankenversicherung nicht bezahlt wird, "mir passiert schon nichts!" Als sie unverhofft schwanger wird, haben sich Schulden von € 900,- angehäuft. Es besteht kein Krankenversicherungsschutz. "Wie soll ich da das Kind kriegen?" Mit Hilfe einer Beratungsstelle bemühte sie sich, Ordnung in ihr Leben zu bringen. Wir helfen mit einem Zuschuss und einem Darlehen.
Diese und viele andere Schicksale, von denen Sie regelmäßig in unserem Lebenszeichen lesen können, zeigen, wie Not-wendig neben persönlicher Betreuung oft auch finanzielle Hilfen sind. Frauen wie Marisa, Kathrin, Carolin, Anna oder Lena und ihren Kindern eine Perspektive zu bieten, ist Aufgabe der ALfA Patenschaftsaktion. Die nötigen Finanzmittel werden uns von Spendern zur Verfügung gestellt, sei es in regelmäßigen Beiträgen, sei es in einmaligen Zuwendungen. Ein Team von Ehrenamtlichen verwaltet sie, so dass jeder Euro bei den Betroffenen ankommt
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Wenn Sie unsere Arbeit mit einer Patenschaft unterstützen möchten, können Sie hier direkt unseren Online-Patenschaftsantrag ausfüllen.
Falls Sie weitere Fragen zur Patenschaft haben, rufen Sie uns in der Geschäftsstelle an.
Wie kann ich als Betroffene eine ALfA-Patenschaft in Anspruch nehmen?
Wer die Hilfe der Patenschaftsaktion in Anspruch nehmen möchte, wendet sich an den zuständigen Regionalverband der ALfA, an die Bundesgeschäftsstelle in Augsburg, an die Landesgeschäftsstelle in NRW oder an eine Beratungsstelle von Caritas, Pro Vita, Kaleb o.ä. Die Mitarbeiter helfen dabei, einen Antrag an die Patenschaftsgruppe zu stellen und die nötigen Belege zu sammeln. Gemeinsam wird dann überlegt, wie eine sinnvolle, tragfähige und verlässliche Unterstützung aussehen könnte. Die Bereitschaft, die wirtschaftlichen Verhältnisse offen zu legen und an der Lösung der eigenen Probleme mitzuwirken, sollte dabei selbstverständlich sein.
Hilfe, die auf jeden einzelnen Fall genau zugeschnitten ist
Natürlich können wir nicht alle Wünsche erfüllen. Wir sind aber sehr froh darüber, dass wir den allermeisten Frauen und Familien, die sich an uns wenden mit einer genau auf sie zugeschnittenen Unterstützung Mut machen und sie in ihrer Entscheidung für ihr Kind stärken können. Da unsere Mittel nicht grenzenlos sind, konzentrieren wir unsere Hilfe auf Schwangere und Mütter mit Kindern bis 3 Jahren.
Allen Spendern, die dies immer wieder neu möglich machen, danken wir zusammen mit unseren "Paten"-Kindern von Herzen.
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