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Home | FCG-Nachgedacht | Der Evergreen zu Weihnachten


Der Evergreen zu Weihnachten


Allein Gott in der Höh' sei Ehr' - "Alleine God in der hoege sy eere"

"Alleine God in der hoege sy eere" ist der niederdeutsche Titel eines der ältesten Kirchenlieder, welches vielen Christen zum Evergreen geworden ist.

Wenn Du den Liedtext durchliest(s.u.) und auf Dich wirken lässt, bemerkst Du vielleicht, dass darin das ganze Evangelium enthalten ist, was zu Weihnachten seinen Anfang nahm. Hier ein Beispiel:

Im ersten Vers des Liedes spiegelt sich Lukas 2, 14 aus der Weihnachtsgeschichte wider: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens" "Allein Gott in der Höh' sei Ehr' ... ein Wohlgefall'n Gott an uns hat, nun ist groß' Fried' ohn' Unterlass ...".

Ich hoffe, Du findest in der nachfolgenden Weihnachtsgeschichte DAS Weihnachtsgeschenk Gottes an Dich: Den Frieden mit Gott, der Dich von aller Fehde mit Dir selbst-, der Fehde mit Gott und der Fehde mit Deinen Mitmenschen befreit durch den Versöhner Jesus Christus.

Die Weihnachtsgeschichte

Jesu Geburt
1 Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. 2 Die Einschreibung selbst geschah erst, als Kyrenius Landpfleger von Syrien war. 3 Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine eigene Stadt. 4 Es ging aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa, in Davids Stadt, welche Bethlehem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, 5 um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seinem verlobten Weibe, welche schwanger war. 6 Und es geschah, als sie daselbst waren, wurden ihre Tage erfüllt, dass sie gebären sollte; 7 und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war.  8 Und es waren Hirten in selbiger Gegend, die auf freiem Felde blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. 9 Und siehe, ein Engel des Herrn stand bei ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird; 11 denn euch ist heute, in Davids Stadt, ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr. 12 Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. 13 Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, welche Gott lobten und sprachen: 14 Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, an den Menschen seines Wohlgefallen! 15 Und es geschah, als die Engel von ihnen hinweg in den Himmel fuhren, dass die Hirten zueinander sagten: Lasst uns nun hingehen nach Bethlehem und diese Sache sehen, die geschehen ist, welche der Herr uns kundgetan hat. 16 Und sie kamen eilends und fanden sowohl Maria als Joseph, und das Kind in der Krippe liegend. 17 Als sie es aber gesehen hatten, machten sie überall das Wort kund, welches über dieses Kindlein zu ihnen geredet worden war. 18 Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was von den Hirten zu ihnen gesagt wurde. 19 Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. 20 Und die Hirten kehrten um, indem sie Gott verherrlichten und lobten über alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.  21 Und als acht Tage erfüllt waren, dass man ihn beschneiden sollte, da wurde sein Name Jesus genannt, welcher von dem Engel genannt worden war, ehe er im Leibe empfangen wurde.

Jesu Darstellung im Tempel. Simeon und Hanna
22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses' erfüllt waren, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn dem Herrn darzustellen 23 (gleichwie im Gesetz des Herrn geschrieben steht: "Alles Männliche, das die Mutter bricht, soll dem Herrn heilig heißen") 24 und ein Schlachtopfer zu geben nach dem, was im Gesetz des Herrn gesagt ist: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.  25 Und siehe, es war in Jerusalem ein Mensch, mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war auf ihm. 26 Und es war ihm von dem Heiligen Geist ein göttlicher Ausspruch geworden, dass er den Tod nicht sehen solle, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. 27 Und er kam durch den Geist in den Tempel. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten, um betreffs seiner nach der Gewohnheit des Gesetzes zu tun, 28 da nahm auch er es auf seine Arme und lobte Gott und sprach: 29 Nun, Herr, entlässest du deinen Knecht, nach deinem Worte, in Frieden; 30 denn meine Augen haben dein Heil gesehen, 31 welches du bereitet hast vor dem Angesicht aller Völker: 32 ein Licht zur Offenbarung der Nationen und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel. 33 Und sein Vater und seine Mutter verwunderten sich über das, was über ihn geredet wurde. 34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird 35 (aber auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen), damit die Überlegungen vieler Herzen offenbar werden. 36 Und es war eine Prophetin Anna, eine Tochter Phanuels, aus dem Stamme Aser. Diese war in ihren Tagen weit vorgerückt und hatte sieben Jahre mit ihrem Manne gelebt von ihrer Jungfrauschaft an; 37 und sie war eine Witwe von vierundachtzig Jahren, die nicht von dem Tempel wich, indem sie Nacht und Tag mit Fasten und Flehen diente. 38 Und sie trat zu derselben Stunde herzu, lobte den Herrn und redete von ihm zu allen, welche auf Erlösung warteten in Jerusalem. 39 Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazareth. 40 Das Kindlein aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel
41 Und seine Eltern gingen alljährlich am Passahfest nach Jerusalem. 42 Und als er zwölf Jahre alt war und sie [nach Jerusalem] hinaufgingen, nach der Gewohnheit des Festes, 43 und die Tage vollendet hatten, blieb bei ihrer Rückkehr der Knabe Jesus in Jerusalem zurück; und seine Eltern wussten es nicht. 44 Da sie aber meinten, er sei unter der Reisegesellschaft, kamen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten; 45 und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn. 46 Und es geschah, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte. 47 Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten. 48 Und als sie ihn sahen, erstaunten sie; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns also getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. 49 Und er sprach zu ihnen: Was ist es, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist? 50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete. 51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth, und er war ihnen untertan. Und seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen. 52 Und Jesus nahm zu an Weisheit und an Größe, und an Gunst bei Gott und Menschen.

(Bibeltext Lukas 2, 1-52: "Unrevidierte Elberfelder" - © R. Brockhaus Verlag Wuppertal - www.brockhaus-verlag.de)

Wenn Du neugierig geworden bist, wie Du den Frieden mit Gott erreichen kannst, findest Du hier weitere Antworten.

Download und Liedtext
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© 2007 by Dietmar Isenbart
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Allein Gott in der Höh' sei Ehr'
(1524 von Nikolaus Decius * um 1485 † nach 1546)
1) Allein Gott in der Höh' sei Ehr'
Und Dank für seine Gnade,
Darum dass nun und nimmermehr
Uns rühren kann kein Schade.
Ein Wohlgefall'n Gott an uns hat,
Nun ist groß' Fried' ohn' Unterlass,
All' Fehd' hat nun ein Ende.

2) Wir loben, preis'n, anbeten dich
Für deine Ehr'; wir danken,
Dass du, Gott Vater ewiglich
Regierst ohn' alles Wanken.
Ganz ungemess'n ist deine Macht,
Fort g'schieht, was dein Will' hat bedacht;
Wohl uns des feinen Herren!
  blank   3) O Jesu Christ, Sohn eingebor'n
Deines himmlischen Vaters,
Versöhner der'r, die war'n verlor'n,
Du Stiller unsers Haders,
Lamm Gottes, heil'ger Herr und Gott,
Nimm an die Bitt' von unsrer Not,
Erbarm' dich unser aller!

4) O Heil'ger Geist, du höchstes Gut,
Du allerheilsamst' Tröster,
Vor's Teufels G'walt fortan behüt',
Die Jesus Christ erlöset
Durch große Mart'r und bittern Tod,
Abwend all unsern Jamm'r und Not!
Darauf wir uns verlassen.

Nikolaus Decius auf Wikipedia

Nikolaus Decius, andere Namenskonventionen Nikolaus Tech, Tecius, Degius, Deeg, Teach, Hovesch, a Curia (* um 1485 in Hof (Saale); † nach 1546) war deutscher Mönch, Seelsorger, Kantor, Kirchenliederdichter und preußischer Reformator.

Decius besuchte die Lateinschule seines Heimatorts und immatrikulierte sich 1501 an der Universität Leipzig. Nach dem Erwerb des Baccalaureus artium 1506 wurde er Mönch der Benediktiner. Ab 1515 wirkte er als Stiftsprediger des Klosters in Braunschweig und ist von 1519-1522 Prediger am Benediktinerinnenkloster Steterburg in Salzgitter. Darauf folgend wurde er Stadtschulmeister in Hannover und kurze Zeit war er als Lehrer an die Ägidienschule nach Braunschweig zurückgekehrt. Während seiner Predigerzeit verfasste er ein Erbauungsbuch in niederdeutscher Sprache und liturgische niederdeutsche Kirchenlieder.

Im Wintersemester 1523/24 begab er sich nach Wittenberg, um unter Martin Luther, von dessen Ideen er erfasst war, Theologie zu studieren. Auf Luthers Anraten hin folgte er einem Ruf Herzogs Bogislaw von Pommern nach Stettin als Prediger. Hier half er Paul von Rode bis 1527 bei der Einführung der Reformation.

Anschließend wurde er Diakonus in Liebstadt, Lehrer an die Lateinschule in Bartenstein. 1540 berief ihn Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach nach Königsberg als Hofprediger und Unterkantor. 1543 nahm er eine Pfarrertätigkeit in Mühlhausen wahr und kümmerte sich um vertriebene niederländische Flüchtlinge, die sich aufgrund ihres reformierten Glaubens dort ansiedelten. 1546 verließ er den Ort, dann verliert sich seine Spur.

Nicht nur wegen seines reformistischen Auftretens ist Decius hervorgetreten. Zu seiner Hinterlassenschaft gehören Kirchenlieder, die sich noch heute in den evangelischen Kirchengesangbüchern befinden. Sie gehören zu den frühesten Schöpfungen der sich bildenden evangelischen Kirche und sollten die lateinisch verfassten liturgischen Elemente des Gloria, Sanctus und Agnus Dei der römischen Messe verdrängen. Auch heute noch sind „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ und „O Lamm Gottes unschuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet“ nicht nur im Rahmen der evangelischen Gottesdienstliturgie verbreitet. Der Choral „O Lamm Gottes unschuldig ...“ findet sich in überarbeiteter Form im Eingangsdoppelchor der Matthäuspassion von J. S. Bach.

(Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nikolaus Decius aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)

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