„Überwinder", „überwinden"
Der Begriff heißt im NT „Sieger",
„siegen" (nikaoo) von „trotz Kampf und Auseinandersetzung siegen". Dieser Kampf
kann sich auf einen Kriegskampf, auf Sportkämpfe oder auch auf einen
Rechtsstreit beziehen. Aber immer verleiht der Sieg in einer Sache eine
bestimmte Machtbefugnis und oder Position. Und es ist ein Begriff, der sowohl
für Gott-Vater, für Christus und auch die Christen benutzt wird.
Am meisten findet sich dieser Begriff
in der Apokalypse, dann in den Johannesschriften, danach bei Pl.
Der geistliche Hintergrund und der Umgang damit:
Die Bibel kennt nur einen wirklichen
Feind, den Satan und seine Reich - die Welt. Und Satan wird als überwunden
beschrieben: Off 5,5; (Luk 11,20-22);
Joh 16, 33. Jesus ist also der Grund, dass keine Macht der Welt mehr endgültig
siegen kann: 1.Kor 15, 54-57. So steht Jesus inmitten der „Plagen" in Apk 15,
2ff. als der Überwinder. ( Vgl. 17, 14)
Dabei muss man bedenken, dass die
Weltmächte scheinbar oft im Kampf siegen. Doch ihr Sieg ist vorläufig und vorübergehend.
(Apk 6,2; 11, 7; 13, 7)
Aber es gibt eine Kraft, die uns am
Sieg des Christus teilhaben lässt: 1.Joh 5,4 (vgl. 4,4-5; 2, 13-14)
Wie dies aussehen kann, zeigt auch
Apk 12,11: Und so sind die Gemeinde
Christi und damit jeder Christ zum überwinden, siegen aufgerufen: Vgl. die
Schlüsse der sieben Sendschrei-ben in Apk 2+3. Das Siegen der Christen ist
nicht aus eigener Kraft, der Sieg wird anteilig gegeben 1.Kor 15, 57. (Übrigens
spricht Pl in 1.Kor 1^5 und Röm 8 am meisten vom überwinden.) Das hat z.B. eine
ganz praktische Auswirkung: Rö 12, 21. Aber das NT zeigt auch, dass wir im
Kampf mit dem Fleisch stehen, dieser frommen Möglichkeit, der eigenen Kraft
Raum zu geben: Röm 8, 37.