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Begriff Definition
Salbung

Was ist Salbung"?

Der Begriff taucht meist in Zusammenhang mit drei Dingen auf: a) die Salbung mit Öl durch Älteste, Apostel u.a.

b) eine Bezeichnung für den innewohnenden Heiligen Geist (1. Joh 2, 20.27; Jes 61, 1; 2.Kor 1, 21-22)

c) in Zusammenhang mit einem vollmächtigen Dienst unter Leitung und in Kraft des Heiligen Geistes. (Heute soll es darum gehen.) Den Hintergrund bildete, dass sich Menschen im Licht der Bibel bemessen ließen und fest stellten, dass das praktische Leben hinter den Aussagen der Bibel zurück blieben, während andere Gnade und vollmächtigen Dienst auslebten.

Beispiel anhand von a - c: Die Ölsalbung kann man mechanisch vollziehen, sich aber auch vom Heiligen Geist leiten lassen; Dann kann es Personen geben, die mit dem HG erfüllt sind, aber auf einigen Gebieten scheinen sie weniger Vollmacht zu haben als andere. Woran liegt das?

Lk 4, 14 - 21: LK 4 spricht von einer Entwicklung bei Jesus:

4,1: „voll Geist";

4, 14: „in der Kraft des Geistes"

4, 18 steht nun ein Zweifaches: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen zu ..." Mit der Gabe des Geistes war also eine bestimmte Vollmacht verbunden, die mit der Verleihung des Heiligen Geistes verbunden war.

Gesalbt zu sein hieß bei Jesus:

·         Gemäß der Schrift empfängt ER die Verheißung des HG;
·         Mit dem Heiligen Geist empfängt er eine Salbung, d.h. eine bestimmte Dienstvollmacht für seine Sendung und bestimmte Aufgaben.
·         Das ist „Vollmacht" für best. Aufgaben, Mt 7,29; Lk 4,36

Wie gelangt ein Christ „in die Salbung"?

Hingabe; Glauben, Gehorsam, Empfangen

In Lk 4, 23-30: Hier steht Gott Wort und Weisung gegen die der Menschen. Salbung heißt dem nach auch: Unter Gott bleiben und nicht ein Knecht der menschlichen Meinung werden.

Der Zusammenhang von 2. Kor 1, 21 - 22:

Hier sind neue Entdeckungen über die Dimension der Salbung möglich. Es gibt nichts, was über das Heil in Christus hinaus geht. Aber es gibt immer wieder neue Entdeckungen innerhalb des Heils.

„In Christus befestigt" bezeichnet das neue Leben durch Jesus und den Ort, wo dieses Leben allein zu finden: Bei Christus.

Christus schenkt neues Leben und erhält dieses neue Leben. Die Salbung bezeichnet die Autorität, die mit diesem neuen Leben verbunden ist.  Denn „gesalbt" bezeichnet die königliche, priesterliche, prophetische Seite des neuen Lebens. Ebenso wie Könige, Priester und Propheten eine ihrem Dienst zugeordnete Autorität haben, bringt die Salbung diese Autorität in den Dienst für Jesus.

Alias (getrennt durch |): Aliases (separate with
Sünde

Was ist eigentlich „Sünde"?

1 Wenn die Bibel von Sünde spricht, spricht sie von einem Sündenspektrum, einem Netz mit vielen Maschen

Deshalb gibt es weder im AT noch im NT eine Konzentration auf einen einzigen Begriff

1.1 Die Botschaft des AT: (Im AT gibt es ca. 12 Begriffe!!)

Zentrale Stellen für Chata: Ex 20, 20; Ri 20,16;Spr 8, 36; 19.2

Dieses Wort steht vorrangig für Sünde ( über 500 x) Meist mit Verfehlung (aus Ziel-Verfehlung) widergegeben. Aber Zielverfehlung bedeutet auch, ein anderes Ziel zu treffen. Wer das richtige Ziel verfehlt und damit Sünde begeht, trifft zugleich das falsche Ziel. Chata beschreibt also ein aktives Verhalten: Das falsche Ziel treffen.

Zentrale Stellen für Päscha (Vergehen): 1.Kö 12, 19; 2. Kö 3,5;
Der Grundgedanke dieses Wortes ist Treuebruch.
Zentrale Stellen für awon: Es bedeutet Unrecht also auch Schuld. 4.Mo 15, 30 - 31; Jes  53, 6

Zusammenfassung AT:

Sünde ist alles, was gegen Gott und Sein Gebot gerichtet ist und ist letztlich Ungehorsam gegenüber Gott. Ungehorsam kann passiv oder aktiv sein. Sünde ist nicht nur Zielverfehlung, sondern trifft auch das falsche Ziel.

1.2 Die Botschaft  des NT:

Harmatia ( 227x)  das umfassendste Wort für Sünde, ähnlich chata. Auf dieses Wort beziehen sich viele Erlösungszusagen: Joh 1, 29; Mt 1, 21). Weitere Stellen: Ac 2, 38; Rö 3, 23; 5, 12; 1.Pt 2, 22; 1. Joh 1, 7

Ponäeros: (das sittlich böse) Mt 7,11;; 12, 29; Rö 12, 9; 1.Th 5, 22)

Adikia (Ungerechtigkeit im weitesten Sinn) Rö 1, 18; Rö 6, 13; 1.Jo 1,9  Zusammenfassung: Schlechtigkeit, Gesetzlosigkeit, gegen das Wesen Gottes. Sünde ist all das dem Geschöpf Anhaftende,  das nicht dem ewigen Charakter Gottes entspricht oder Ihm widerstrebt.

2  Sünde ist neben einer Haltung auch sehr konkret

Heuchelei                                 Lk 12, 1
Habsucht                                 Lk 12, 15
Stolz                                        Mt 20, 20 - 28
Ehebruch                                 Mt 5, 27 - 32
Anlass zur Sünde geben           Mt 18, 6
Zorn                                        Mt 5, 22
Zungensünden              Mt 5, 33; 12, 36
Gotteslästerung

u.a.m.

3  Formen der Sünden

·         Verstöße gegen das mosaische Gesetz
·         Falsche innere Einstellungen (vgl. Lk 12, 13 - 15)
·         Sauerteig sein (Pharisäer - Heuchelei; Sadduzäer - Verbreitung falscher Lehre; Herodianer - weltliche Gesinnung vgl. Mk 8, 15)

4  Aspekte der Sünde

4.1 Sünde von Natur aus (sog. Erbsünde) Eph 2, 1 - 3

Sie wird von Generation zu Generation zum jeweiligen Menschen weiter gegeben und hat zur Folge den geistlichen Tod. Wenn dieser Zustand das gesamte Leben hindurch anhält, folgt ihm der ewige oder der zweite Tod. (Off 20, 1-15) Wir sind in keiner Weise „frei", auch nicht im Willen! Diese Sünde von Natur aus zeigt sich darin, dass ...

.. der Sinn „verblendet" ist (2.Kor 4, 4), der Verstand „verfinstert" und wir sind fremd dem Leben Gottes sind. Eph 4, 18.
... die Gefühle sind entartet und befleckt, Röm 1, 21.24.26;
...der Wille ist der Sünde versklavt und stellt sich gegen Gott (Rö 6, 20; 7, 20)
Folge: Eine totale Verderbtheit der Menschen Sie sind in einem „verworfenen" Sinn (Rö 1, 8) (adokimos = nicht bestanden)
Die Hilfe besteht in der Erlösung und Gabe des Heiligen Geistes.

4.2     Zugerechnete Sünde (Rö 5, 12 - 13; vgl. 2. Kor 5, 19)

Sie kommt von Adam direkt auf mich und bringt u.a. den leiblichen Tod. (Röm 5, 15)
Hier geht es um Sünde, die auch den „unschuldigen" Säugling betrifft, denn auch er muss sterben.
Die Hilfe besteht in der „zugerechneten Gerechtigkeit".

4.3     Persönliche Sünden ( Rö 3, 23; 1. Joh 1, 9)

Jeder Mensch sündigt! Aber nicht alle Sünden kommen sofort ans Licht, also diese Sünden sind nicht sofort offenkundig.
Dazu gehören auch Unterlassungssünden. Dass diese Sünden nicht sofort offenkundig sind, macht ihre Gefahr aus. Weil sie nicht sofort entdeckt werden, breiten sie sich im Laufe der Zeit  immer weiter im Leben aus und prägen das Verhalten und die Einstellung.
Diese Sünde wird nicht weiter gegeben. Aber oft genug wird durch diese Sünde Gemeinschaft verloren (Gemeinschaft mit Gott, anderen Menschen, mit Gemeinde usw.)

Abhilfe: Vergebung nach Bekenntnis.

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