Iran: Hartes Vorgehen gegen Christen
Iran: Hartes Vorgehen gegen Christen
ISTANBUL, 8. Januar 2010 - Das harte Vorgehen der Regierung gegen Christen im Iran hält an: Polizisten verhafteten im vorigen Dezember mehrere Hausgemeindechristen. Mindestens fünf ehemalige Muslime sind im Norden des Landes noch immer in Haft. Die Mutter eines zehnjährigen Mädchens wurde für drei Monate unter Hausarrest gestellt. Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes Open Doors steht der Iran auf Platz 2 der Liste von 50 Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden.
Christin soll zum Islam zurückkehren
Per Haftbefehl des Revolutionsgerichtes holten am 16. Dezember 2009 Sicherheitsbeamte in Mashhad Hamideh Najafi aus ihrer Wohnung. Zudem durchsuchten die Beamten ihre Wohnung und beschlagnahmten persönliche Dinge. Laut Farsi Christian News Network (FCNN) verurteilte ein Gericht am 30. Dezember die Frau zu drei Monaten Hausarrest. Für ihre kleine Tochter wurde ein gesetzlicher Vormund bestimmt. Das Kind leidet an einer Nieren- und Blasenkrankheit. Es darf bei den Eltern bleiben, unter der Bedingung, dass die Mutter ihren christlichen Glauben aufgibt und nicht mehr öffentlich über Jesus Christus spricht. Ein Rechtsbeistand wurde Najafi verweigert. Während des Verhörs wurde die ehemalige Muslima von Beamten aufgefordert, zum Islam zurückzukehren und die Namen von weiteren Christen zu verraten, so FCNN. Auch ihr Mann sei verhört worden. Die Beamten verbanden ihm die Augen und drohten damit, ihn vor den Augen seiner Frau zu verprügeln. Najafi hatte sich zunächst geweigert, ein Geständnis zu unterschreiben, mit dem sie erklärt, geistig gestört zu sein. Aufgrund des erzwungenen Geständnisses sei anfangs angeordnet worden, ihr das Kind wegzunehmen. Formelle Anklage gegen Najafi wurde nicht erhoben. Weiterhin wird ihr vorgeworfen, Kontakt mit einem ausländischen christlichen Fernsehdienst aufgenommen zu haben, was als „politisches" Verbrechen gelte.
Verhöre und Verhaftungen
Der Informationsdienst Compass Direct meldete, dass am 21. und 29. Dezember die Weihnachtsfeierlichkeiten von zwei Hausgemeinden in der Region Teheran von Polizisten unterbrochen und mehrere Personen festgenommen wurden. Vier Christen von ihnen seien noch im Gefängnis.
In Shiraz wurden vor einigen Tagen acht Christen zur Vernehmung über ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr auf eine Polizeistelle einbestellt. Nach wenigen Stunden wurden sie wieder entlassen. Die acht waren vor über einem Jahr festgenommen, aber wieder freigelassen worden. In Rasht ist Pastor Yousef Nadarkhani nach seiner Festnahme am 13. Oktober noch immer im Gefängnis.
Ein Informant sagte Compass Direct, dass ein unter dem Namen Shaheen bekannter Christ im November 2009 aus der Haft entlassen worden ist. Er wurde seit 31. Juli festgehalten. Shaheen gehörte zu den sechs Christen, die man bei einer Razzia bei einem Treffen aus 24 Christen in Fashan nördlich von Teheran verhaftet hatte.
Quelle: Compass Direct
Werden auch Sie Gebetspate!
Der Iran ist ein Schwerpunktland der dreijährigen Gebetskampagne „Gefährlicher Glaube" für Christen in der islamischen Welt. Bestellung des Sonderheftes „Iran" und Anmeldung zur Gebetskampagne unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Die Gebets- und Hilfskampagne “Gefährlicher Glaube”
„Gefährlicher Glaube - Gebet und Hilfe für Christen in der islamischen Welt“ ist die bis mindestens 2011 dauernde weltweite Gebets- und Hilfskampagne von Open Doors für Christen in der islamischen Welt und besonders für Muslime, die Christen wurden. Ziel ist es, Glaubensgeschwister zu unterstützen, denen das Bekenntnis zu Jesus Christus in ihrer vom Islam geprägten Heimat zur lebensbedrohlichen Gefahr wurde. Mit weltweiten 24-Stunden-Gebeten und Hilfsprojekten sollen sie darin ermutigt werden, trotz Verfolgung oder Benachteiligung ihren Glauben zu leben, weiterzugeben und die Gemeinde Jesu zu stärken. Das Kampagnen-Symbol zeigt ein leuchtendes Kreuz auf einer Kirche hinter Stacheldraht im Schatten des islamischen Halbmondes. Seit über 20 Jahren unterstützt das überkonfessionelle, internationale Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors Christen in islamischen Ländern mit Bibeln, Schulungen, Hilfe-zur-Selbsthilfe, christlichen TV-Programmen und hilft Gefangenen sowie den Familien ermordeter Christen. Weitere Infos und Anmeldung zum Gebet unter: www.opendoors-de.org
Über Open Doors
Open Doors wurde 1955 von dem Holländer Anne van der Bijl gegründet, der als „Bruder Andrew“ oder „Der Schmuggler Gottes“ weltweit bekannt wurde. Legendär sind die Geschichten, wie er mit seinem VW-Käfer Bibeln hinter den früheren „Eisernen Vorhang“ schmuggelte. In rund 50 Ländern versorgt Open Doors Christen, die aufgrund ihres Glaubens benachteiligt oder verfolgt werden, mit Bibeln und christlicher Literatur, bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. In der freien Welt hält das Werk Vorträge und Veranstaltungen u. a. in Kirchen und Gemeinden, um für das Thema Christenverfolgung zu sensibilisieren und zum Gebet für die verfolgte Kirche aufzurufen. Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.
Beachten Sie bitte auch unseren aktuellen Weltverfolgungsindex der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.
Quelle: opendoors-de.org
ISTANBUL, 8. Januar 2010 - Das harte Vorgehen der Regierung gegen Christen im Iran hält an: Polizisten verhafteten im vorigen Dezember mehrere Hausgemeindechristen. Mindestens fünf ehemalige Muslime sind im Norden des Landes noch immer in Haft. Die Mutter eines zehnjährigen Mädchens wurde für drei Monate unter Hausarrest gestellt. Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes Open Doors steht der Iran auf Platz 2 der Liste von 50 Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden.
Christin soll zum Islam zurückkehren
Per Haftbefehl des Revolutionsgerichtes holten am 16. Dezember 2009 Sicherheitsbeamte in Mashhad Hamideh Najafi aus ihrer Wohnung. Zudem durchsuchten die Beamten ihre Wohnung und beschlagnahmten persönliche Dinge. Laut Farsi Christian News Network (FCNN) verurteilte ein Gericht am 30. Dezember die Frau zu drei Monaten Hausarrest. Für ihre kleine Tochter wurde ein gesetzlicher Vormund bestimmt. Das Kind leidet an einer Nieren- und Blasenkrankheit. Es darf bei den Eltern bleiben, unter der Bedingung, dass die Mutter ihren christlichen Glauben aufgibt und nicht mehr öffentlich über Jesus Christus spricht. Ein Rechtsbeistand wurde Najafi verweigert. Während des Verhörs wurde die ehemalige Muslima von Beamten aufgefordert, zum Islam zurückzukehren und die Namen von weiteren Christen zu verraten, so FCNN. Auch ihr Mann sei verhört worden. Die Beamten verbanden ihm die Augen und drohten damit, ihn vor den Augen seiner Frau zu verprügeln. Najafi hatte sich zunächst geweigert, ein Geständnis zu unterschreiben, mit dem sie erklärt, geistig gestört zu sein. Aufgrund des erzwungenen Geständnisses sei anfangs angeordnet worden, ihr das Kind wegzunehmen. Formelle Anklage gegen Najafi wurde nicht erhoben. Weiterhin wird ihr vorgeworfen, Kontakt mit einem ausländischen christlichen Fernsehdienst aufgenommen zu haben, was als „politisches" Verbrechen gelte.
Verhöre und Verhaftungen
Der Informationsdienst Compass Direct meldete, dass am 21. und 29. Dezember die Weihnachtsfeierlichkeiten von zwei Hausgemeinden in der Region Teheran von Polizisten unterbrochen und mehrere Personen festgenommen wurden. Vier Christen von ihnen seien noch im Gefängnis.
In Shiraz wurden vor einigen Tagen acht Christen zur Vernehmung über ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr auf eine Polizeistelle einbestellt. Nach wenigen Stunden wurden sie wieder entlassen. Die acht waren vor über einem Jahr festgenommen, aber wieder freigelassen worden. In Rasht ist Pastor Yousef Nadarkhani nach seiner Festnahme am 13. Oktober noch immer im Gefängnis.
Ein Informant sagte Compass Direct, dass ein unter dem Namen Shaheen bekannter Christ im November 2009 aus der Haft entlassen worden ist. Er wurde seit 31. Juli festgehalten. Shaheen gehörte zu den sechs Christen, die man bei einer Razzia bei einem Treffen aus 24 Christen in Fashan nördlich von Teheran verhaftet hatte.
Quelle: Compass Direct
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Der Iran ist ein Schwerpunktland der dreijährigen Gebetskampagne „Gefährlicher Glaube" für Christen in der islamischen Welt. Bestellung des Sonderheftes „Iran" und Anmeldung zur Gebetskampagne unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Die Gebets- und Hilfskampagne “Gefährlicher Glaube”
„Gefährlicher Glaube - Gebet und Hilfe für Christen in der islamischen Welt“ ist die bis mindestens 2011 dauernde weltweite Gebets- und Hilfskampagne von Open Doors für Christen in der islamischen Welt und besonders für Muslime, die Christen wurden. Ziel ist es, Glaubensgeschwister zu unterstützen, denen das Bekenntnis zu Jesus Christus in ihrer vom Islam geprägten Heimat zur lebensbedrohlichen Gefahr wurde. Mit weltweiten 24-Stunden-Gebeten und Hilfsprojekten sollen sie darin ermutigt werden, trotz Verfolgung oder Benachteiligung ihren Glauben zu leben, weiterzugeben und die Gemeinde Jesu zu stärken. Das Kampagnen-Symbol zeigt ein leuchtendes Kreuz auf einer Kirche hinter Stacheldraht im Schatten des islamischen Halbmondes. Seit über 20 Jahren unterstützt das überkonfessionelle, internationale Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors Christen in islamischen Ländern mit Bibeln, Schulungen, Hilfe-zur-Selbsthilfe, christlichen TV-Programmen und hilft Gefangenen sowie den Familien ermordeter Christen. Weitere Infos und Anmeldung zum Gebet unter: www.opendoors-de.org
Über Open Doors
Open Doors wurde 1955 von dem Holländer Anne van der Bijl gegründet, der als „Bruder Andrew“ oder „Der Schmuggler Gottes“ weltweit bekannt wurde. Legendär sind die Geschichten, wie er mit seinem VW-Käfer Bibeln hinter den früheren „Eisernen Vorhang“ schmuggelte. In rund 50 Ländern versorgt Open Doors Christen, die aufgrund ihres Glaubens benachteiligt oder verfolgt werden, mit Bibeln und christlicher Literatur, bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. In der freien Welt hält das Werk Vorträge und Veranstaltungen u. a. in Kirchen und Gemeinden, um für das Thema Christenverfolgung zu sensibilisieren und zum Gebet für die verfolgte Kirche aufzurufen. Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.
Beachten Sie bitte auch unseren aktuellen Weltverfolgungsindex der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.
Quelle: opendoors-de.org
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