Das Jesus-Experiment
Das Jesus-Experiment
Gott in
einem Workshop kennenlernen - geht das? Christa Elberfeld berichtet von
ihren Erfahrungen als Mitarbeiterin beim Jesus-Experiment.
Seit Anfang Juli 2008 gibt es den Online-Workshop „Das Jesus-Experiment", bei dem Menschen eingeladen werden, selbst herauszufinden, was an Jesus Christus dran ist. Per E-Mail kann man sich dazu anmelden und bekommt tägliche Inputs zu zentralen christlichen Themen. Sie sind praxisbezogen und fordern heraus, sich auf den christlichen Glauben einzulassen. Über 6000 Interessierte haben bisher mitgemacht und weiterhin sind viele Menschen interessiert. Christa Elberfeld begleitet als ehrenamtlicher E-Coach die Teilnehmer des Jesus-Experiments und steht ihnen bei Fragen rund um den christlichen Glauben zur Verfügung. Sabine Petri hat bei ihr nachgefragt, welche Erfahrungen sie gemacht hat.
ERF.de: Woran liegt es, dass so viele beim Jesus-Experiment mitmachen?
Christa Elberfeld: Zum Ersten denke ich liegt es daran, dass der Workshop relativ offen gestaltet ist: Es spricht allgemeine Themen an wie: "Gott", "Beten" und "Bibel". Damit können sich viele Menschen identifizieren. Außerdem hat der Workshop keine dogmatische Ausrichtung wie evangelisch, katholisch oder ähnliches. Sondern es geht beim Jesus-Experiment darum, sich überhaupt erst einmal auf den Glauben einzulassen.
Außerdem denke ich, ist der persönliche Austausch ein erheblicher Faktor, warum sich viele Menschen auf diesen Workshop einlassen. Denn die Probleme, die Menschen mir dann anvertrauen, haben nicht unbedingt immer nur etwas mit dem Glauben zu tun. Natürlich zweifeln sie dann oft an Gott und der Welt. Also ist der Glaube schon auch Thema. Aber eigentlich geht es erst einmal um etwas anderes.
Oft sind es keine intellektuellen Glaubensprobleme
Hättest Du damit gerechnet, dass so viele mitmachen?
Nein. Ich hatte allerdings auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Es ist ja der erste Wokshop dieser Art. Gerechnet hat damit aber, glaube ich, niemand.
Erlebst Du auch Skepsis oder sogar Misstrauen gegenüber dem christlichen Glauben?
Jein. Sowohl als auch. Es gibt ganz viele, die ursprünglich zeigen wollen, dass das alles Quatsch ist. So nach dem Motto: Ich beweise euch sowieso das Gegenteil. Oft denken sie, Christen wollen ihnen ihren Glauben aufdrängen: Ich glaube an das und du musst das auch glauben. Wenn man aber von dieser Vorstellung wegkommt und auf ihre Probleme eingeht, kann aber auch hier ein wirklicher Kontakt zustande kommen. Und dann kommt oft heraus, dass sie eigentlich keine intellektuellen Probleme mit dem Glauben haben, sondern dass sie ganz andere Dinge daran hindern, sich auf den Glauben einzulassen.
Einige Menschen die sich anmelden, sind aber wirklich auf der Suche und wollen Antworten auf Glaubensfragen haben. Oft stellen sie zwar erst einmal oberflächliche Fragen, wie: "Muss ich jetzt laut oder leise beten, oder zu bestimmten Zeiten, oder den ganzen Tag?" Aber im Laufe der Zeit wird dann deutlich, was sie gerade wirklich bewegt. Es gibt aber auch welche, die sofort schreiben: "Ich beschäftige mich schon länger damit, ich habe immer wieder dieselben Fragen und kannst du mir die vielleicht beantworten?"
Was empfindest Du als die größte Herausforderung bei Deiner Arbeit?
Die größte Herausforderung ist, wenn Menschen wirklich massiv Leid erlebt haben. Wenn man selbst keine Antwort auf die Frage: „Warum" hat - warum das so passiert ist. Ich stehe dann vor der Herausforderung, die Leute trotzdem so zu begleiten, dass sie merken: Gott ist immer noch da und Gott ist immer noch gut. Es ist sehr schwer, Menschen in solchen Situationen weiterzugeben, dass man sich trotzdem immer noch auf Gott verlassen kann. Denn schließlich hat er offensichtlich bestimmte Dinge zugelassen - oder jedenfalls nichts dagegen unternommen.
Das Leben in einem anderen Licht sehen
Wo hast Du das Gefühl, dass durch das Jesus-Experiment wirklich Lebensveränderungen stattgefunden haben?
Ganz gravierend in Erinnerung geblieben ist mir eine junge Frau, die sich jahrelang Vorwürfe gemacht hat, weil sie als Teenager eine Abtreibung vorgenommen hat und nun dachte: Gott hat mich deswegen nicht mehr lieb. Durch längere Gespräche kam es dann dazu, dass sie selbst wieder glauben konnte, dass die Vergebung auch dann gilt. Dadurch konnte sie sich wieder neu auf Gott einlassen. Das war glaube ich, das einschneidendste Erlebnis, bei dem ich das Gefühl hatte, dass wirklich eine Veränderung passiert ist.
Dann hat sich jemand nach dem Jesus-Experiment endgültig dafür entschieden, sich taufen zu lassen. Davor hatte er noch zu viele Zweifel, um diesen Schritt zu tun.
Besonders durch eine längerfristige Begleitung, kann ich immer wieder merken, dass Leute langsam anfangen, ihr Leben in einem anderen Licht zu sehen. Das ist sehr schön. Zum Beispiel im Laufe eines Jahres nach einem Schicksalsschlag. Dann weiß man: „Hier hat sich wirklich etwas verändert." Natürlich hat diese Veränderung nicht unbedingt immer direkt etwas mit dem Jesus-Experiment zu tun.
Hast Du auch erlebt, dass ein Mensch vor dem Experiment zum Beispiel überhaupt nicht geglaubt hat, dass Gott existiert, und danach einen ersten Schritt in Richtung Gott machte?
So gravierende Beispiele gibt es, glaube ich, gar nicht oder nur sehr selten. Die Leute die sich zum Jesus-Experiment anmelden, sind meistens schon auf irgendeine Weise auf der Suche nach Gott - nach welcher Form von Gott auch immer. Dann kann sich durch das Jesus-Experiment viel bewegen, weil die Menschen für Gott schon offen sind.
Wenn aber Teilnehmer sagen: "Das ist sowieso alles Quatsch!" und einfach nur debattieren, streiten und Recht haben wollen, ist das schwieriger. Denn Glaube ist eine Entscheidung. Das kann man nicht argumentativ beweisen oder erklären. Und wenn jemand auf dieser Ebene eine Diskussion starten will, habe ich inzwischen gelernt, gar nicht darauf einzugehen, sondern einfach zu sagen: ,Ich kann dich nicht überzeugen. Wenn das jemand kann, dann kann es Gott selber. Aber ich kann das nicht. Ich kann dir meine Sicht der Dinge dazu schildern, das tue ich gerne.´ Und dann lade ich sie einfach dazu ein, es selbst auszuprobieren. Und dann kommen manche Leute schon ins Nachdenken.
Aber dass Atheisten Gott finden, wäre dann schon der übernächste Schritt. Ob sie den tun, bekomme ich nicht mehr mit. Ich glaube aber, dass es schon dann ein Erfolg ist, wenn Menschen von diesem: "Ich habe aber Recht und du hast Unrecht"-Trip herunterkommen. Wenn sie es zumindest stehenlassen können, dass es andere gibt, die das mit dem Glauben und Gott nicht so sehen wie sie selbst.
Gewinnst Du persönlich auch etwas aus dem E-Coaching?
Man bekommt eine unglaubliche Vielfalt von Lebensschicksalen mit. Und man lernt selbst unheimlich viel dabei: Ich habe durch das Beantworten von den Fragen sehr viel für mich selbst mitgenommen. Ich verändere mich selbst und gewinne neue Perspektiven. Ganz oft passiert es mir zum Beispiel, dass ich eine Antwort am Ende komplett anders schreibe, als ich mir es ursprünglich gedacht habe. Ganz anders. Das sind dann Momente, wo ich das Gefühl habe: Das habe jetzt nicht ich geschrieben. Sondern da bin ich wirklich geführt worden. Das sollte jetzt so sein. Und auf solche Antworten kommen auch die besten Rückmeldungen.
Vielen Dank für das Gespräch!
Haben Sie selbst Interesse bekommen, am Jesus-Experiment mitzumachen? Dann melden Sie sich doch an unter: jesus-experiment.de
Vielleicht sind Sie auch begeistert von dieser Möglichkeit, anderen Menschen den Glauben näher zu bringen. Wenn Sie als E-Coach bei unseren missionarischen Online-Workshops mitarbeiten wollen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Autor: Die Fragen stellte Sabine Petri
Quelle: erf.de
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Seit Anfang Juli 2008 gibt es den Online-Workshop „Das Jesus-Experiment", bei dem Menschen eingeladen werden, selbst herauszufinden, was an Jesus Christus dran ist. Per E-Mail kann man sich dazu anmelden und bekommt tägliche Inputs zu zentralen christlichen Themen. Sie sind praxisbezogen und fordern heraus, sich auf den christlichen Glauben einzulassen. Über 6000 Interessierte haben bisher mitgemacht und weiterhin sind viele Menschen interessiert. Christa Elberfeld begleitet als ehrenamtlicher E-Coach die Teilnehmer des Jesus-Experiments und steht ihnen bei Fragen rund um den christlichen Glauben zur Verfügung. Sabine Petri hat bei ihr nachgefragt, welche Erfahrungen sie gemacht hat.
ERF.de: Woran liegt es, dass so viele beim Jesus-Experiment mitmachen?
Christa Elberfeld: Zum Ersten denke ich liegt es daran, dass der Workshop relativ offen gestaltet ist: Es spricht allgemeine Themen an wie: "Gott", "Beten" und "Bibel". Damit können sich viele Menschen identifizieren. Außerdem hat der Workshop keine dogmatische Ausrichtung wie evangelisch, katholisch oder ähnliches. Sondern es geht beim Jesus-Experiment darum, sich überhaupt erst einmal auf den Glauben einzulassen.
Außerdem denke ich, ist der persönliche Austausch ein erheblicher Faktor, warum sich viele Menschen auf diesen Workshop einlassen. Denn die Probleme, die Menschen mir dann anvertrauen, haben nicht unbedingt immer nur etwas mit dem Glauben zu tun. Natürlich zweifeln sie dann oft an Gott und der Welt. Also ist der Glaube schon auch Thema. Aber eigentlich geht es erst einmal um etwas anderes.
Oft sind es keine intellektuellen Glaubensprobleme
Hättest Du damit gerechnet, dass so viele mitmachen?
Nein. Ich hatte allerdings auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Es ist ja der erste Wokshop dieser Art. Gerechnet hat damit aber, glaube ich, niemand.
Erlebst Du auch Skepsis oder sogar Misstrauen gegenüber dem christlichen Glauben?
Jein. Sowohl als auch. Es gibt ganz viele, die ursprünglich zeigen wollen, dass das alles Quatsch ist. So nach dem Motto: Ich beweise euch sowieso das Gegenteil. Oft denken sie, Christen wollen ihnen ihren Glauben aufdrängen: Ich glaube an das und du musst das auch glauben. Wenn man aber von dieser Vorstellung wegkommt und auf ihre Probleme eingeht, kann aber auch hier ein wirklicher Kontakt zustande kommen. Und dann kommt oft heraus, dass sie eigentlich keine intellektuellen Probleme mit dem Glauben haben, sondern dass sie ganz andere Dinge daran hindern, sich auf den Glauben einzulassen.
Einige Menschen die sich anmelden, sind aber wirklich auf der Suche und wollen Antworten auf Glaubensfragen haben. Oft stellen sie zwar erst einmal oberflächliche Fragen, wie: "Muss ich jetzt laut oder leise beten, oder zu bestimmten Zeiten, oder den ganzen Tag?" Aber im Laufe der Zeit wird dann deutlich, was sie gerade wirklich bewegt. Es gibt aber auch welche, die sofort schreiben: "Ich beschäftige mich schon länger damit, ich habe immer wieder dieselben Fragen und kannst du mir die vielleicht beantworten?"
Was empfindest Du als die größte Herausforderung bei Deiner Arbeit?
Die größte Herausforderung ist, wenn Menschen wirklich massiv Leid erlebt haben. Wenn man selbst keine Antwort auf die Frage: „Warum" hat - warum das so passiert ist. Ich stehe dann vor der Herausforderung, die Leute trotzdem so zu begleiten, dass sie merken: Gott ist immer noch da und Gott ist immer noch gut. Es ist sehr schwer, Menschen in solchen Situationen weiterzugeben, dass man sich trotzdem immer noch auf Gott verlassen kann. Denn schließlich hat er offensichtlich bestimmte Dinge zugelassen - oder jedenfalls nichts dagegen unternommen.
Das Leben in einem anderen Licht sehen
Wo hast Du das Gefühl, dass durch das Jesus-Experiment wirklich Lebensveränderungen stattgefunden haben?
Ganz gravierend in Erinnerung geblieben ist mir eine junge Frau, die sich jahrelang Vorwürfe gemacht hat, weil sie als Teenager eine Abtreibung vorgenommen hat und nun dachte: Gott hat mich deswegen nicht mehr lieb. Durch längere Gespräche kam es dann dazu, dass sie selbst wieder glauben konnte, dass die Vergebung auch dann gilt. Dadurch konnte sie sich wieder neu auf Gott einlassen. Das war glaube ich, das einschneidendste Erlebnis, bei dem ich das Gefühl hatte, dass wirklich eine Veränderung passiert ist.
Dann hat sich jemand nach dem Jesus-Experiment endgültig dafür entschieden, sich taufen zu lassen. Davor hatte er noch zu viele Zweifel, um diesen Schritt zu tun.
Besonders durch eine längerfristige Begleitung, kann ich immer wieder merken, dass Leute langsam anfangen, ihr Leben in einem anderen Licht zu sehen. Das ist sehr schön. Zum Beispiel im Laufe eines Jahres nach einem Schicksalsschlag. Dann weiß man: „Hier hat sich wirklich etwas verändert." Natürlich hat diese Veränderung nicht unbedingt immer direkt etwas mit dem Jesus-Experiment zu tun.
Hast Du auch erlebt, dass ein Mensch vor dem Experiment zum Beispiel überhaupt nicht geglaubt hat, dass Gott existiert, und danach einen ersten Schritt in Richtung Gott machte?
So gravierende Beispiele gibt es, glaube ich, gar nicht oder nur sehr selten. Die Leute die sich zum Jesus-Experiment anmelden, sind meistens schon auf irgendeine Weise auf der Suche nach Gott - nach welcher Form von Gott auch immer. Dann kann sich durch das Jesus-Experiment viel bewegen, weil die Menschen für Gott schon offen sind.
Wenn aber Teilnehmer sagen: "Das ist sowieso alles Quatsch!" und einfach nur debattieren, streiten und Recht haben wollen, ist das schwieriger. Denn Glaube ist eine Entscheidung. Das kann man nicht argumentativ beweisen oder erklären. Und wenn jemand auf dieser Ebene eine Diskussion starten will, habe ich inzwischen gelernt, gar nicht darauf einzugehen, sondern einfach zu sagen: ,Ich kann dich nicht überzeugen. Wenn das jemand kann, dann kann es Gott selber. Aber ich kann das nicht. Ich kann dir meine Sicht der Dinge dazu schildern, das tue ich gerne.´ Und dann lade ich sie einfach dazu ein, es selbst auszuprobieren. Und dann kommen manche Leute schon ins Nachdenken.
Aber dass Atheisten Gott finden, wäre dann schon der übernächste Schritt. Ob sie den tun, bekomme ich nicht mehr mit. Ich glaube aber, dass es schon dann ein Erfolg ist, wenn Menschen von diesem: "Ich habe aber Recht und du hast Unrecht"-Trip herunterkommen. Wenn sie es zumindest stehenlassen können, dass es andere gibt, die das mit dem Glauben und Gott nicht so sehen wie sie selbst.
Gewinnst Du persönlich auch etwas aus dem E-Coaching?
Man bekommt eine unglaubliche Vielfalt von Lebensschicksalen mit. Und man lernt selbst unheimlich viel dabei: Ich habe durch das Beantworten von den Fragen sehr viel für mich selbst mitgenommen. Ich verändere mich selbst und gewinne neue Perspektiven. Ganz oft passiert es mir zum Beispiel, dass ich eine Antwort am Ende komplett anders schreibe, als ich mir es ursprünglich gedacht habe. Ganz anders. Das sind dann Momente, wo ich das Gefühl habe: Das habe jetzt nicht ich geschrieben. Sondern da bin ich wirklich geführt worden. Das sollte jetzt so sein. Und auf solche Antworten kommen auch die besten Rückmeldungen.
Vielen Dank für das Gespräch!
Haben Sie selbst Interesse bekommen, am Jesus-Experiment mitzumachen? Dann melden Sie sich doch an unter: jesus-experiment.de
Vielleicht sind Sie auch begeistert von dieser Möglichkeit, anderen Menschen den Glauben näher zu bringen. Wenn Sie als E-Coach bei unseren missionarischen Online-Workshops mitarbeiten wollen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Autor: Die Fragen stellte Sabine Petri
Quelle: erf.de
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