Irak: Tiefe Wunden in der Seele
Irak: Tiefe Wunden in der Seele

(Open Doors) - Im Irak sind schon viele Christen vor Gewalt und Terror ins Ausland oder in den relativ sicheren Norden in die Kurdenregion geflohen. Doch die traumatischen Erlebnisse können sie nicht einfach zurücklassen. Tiefe Wunden haben die Grauen in ihren Seelen hinterlassen. Auch Fadi und seine Frau Hanna und deren Kinder litten lange Zeit unter Alpträumen.
Faid erzählt: "Eines Nachts kamen islamische Terroristen an unsere Tür und drohten damit, unsere Tochter oder unseren Sohn mitzunehmen, wenn wir ihnen nicht 20.000 Dollar [ca. 14.000 Euro] Schutzgeld zahlen. Wir wussten nicht, was wir machen sollten, denn wir hatten nicht so viel Geld. Wir baten Gott um Hilfe." - Einige Tage später, mitten in der Nacht, kamen die Männer wieder. "Sie stießen die Tür auf und forderten das Schutzgeld." Fadi rannte die Treppe hinunter und sah seinen Sohn nahe der Tür bewusstlos am Boden liegen. Er muss verletzt worden sein, als die Männer in das Haus stürmten. "Sie bedrohten uns, schlugen mich und ließen eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) mit Anschuldigungen gegen unsere Familie zurück." Nachdem die Männer abgezogen waren, nahm Fadi seine Familie, rief ein Taxi und fuhr eilends ins Krankenhaus. Sein Sohn brauchte Hilfe. "Wir vermieden es anzuhalten, um nicht erschossen zu werden." Die nächsten Wochen pendelten sie zwischen dem Krankenhaus und dem Haus seiner Schwester, wo sich die Familie versteckte, hin und her. Immer in Angst, jemand würde sie erkennen und töten. Als sein Sohn entlassen wurde, mietete Fadi ein Taxi und sie flohen aus der Stadt. Die Familie kam bei Verwandten in einer anderen Stadt im Nordirak unter. Sie hatten alles zurückgelassen: Kleidung, Fotos, Spielsachen, einfach alles. In Zusammenarbeit mit einer einheimischen Kirche versorgten Mitarbeiter von Open Doors die Familie mit dem Nötigsten.
Bilder im Kopf
Doch die Erinnerungen an die schreckliche Zeit verfolgen Fadi und Hanna. Angst, Wut, Misstrauen und Frustration gruben sich tief in ihre Seele ein. "Ich wurde aggressiv gegenüber meiner Frau und meinen Kindern. Später bedauerte ich meine Wutausbrüche und bat Gott um Vergebung", erinnert sich Fadi. Hanna verspürte eine tiefe Traurigkeit, hatte keinen Appetit. Oft wollte sie nur noch sterben. "Wir konnten schlecht einschlafen und hatten Alpträume." Die Glaubensgeschwister der Gemeinde, die sie besuchten, konnten ihre Situation nicht nachvollziehen und verstehen. Wenn sich Hanna wieder einmal elend fühlte, hieß es: Christen sollten solche Gefühle nicht haben. Hanna schämte sich und sprach schließlich mit niemanden mehr über ihre Gefühle.
Hilfe für Betroffene
Open Doors bot an, ein Traumaseminar in der Gemeinde durchzuführen, damit zum Beispiel Pastoren betroffenen Christen seelsorgerlich helfen und mit ihnen die Erlebnisse aufarbeiten können. "Durch dieses Seminar verstand ich, dass all meine Gefühle zu einem Trauerprozess gehören", sagte Fadi. "Ich erfuhr Veränderung und habe nun wieder Hoffnung. Jetzt helfen Hanna und ich auch anderen mit ähnlichen Erfahrungen. Damit stärken wir auch die Gemeinde Jesu im Irak."
Gebetsanliegen:
Christenverfolgung weltweit - Werden auch Sie Gebetspate!
Irak ist ein Land der dreijährigen Gebetskampagne "Gefährlicher Glaube" von Open Doors für Christen in der islamischen Welt. 10 Minuten beten für verfolgte Christen und ehemalige Muslime. Anmeldung und Infos unter www.opendoors-de.org
Die Gebets- und Hilfskampagne “Gefährlicher Glaube”
„Gefährlicher Glaube - Gebet und Hilfe für Christen in der islamischen Welt“ ist die bis mindestens 2011 dauernde weltweite Gebets- und Hilfskampagne von Open Doors für Christen in der islamischen Welt und besonders für Muslime, die Christen wurden. Ziel ist es, Glaubensgeschwister zu unterstützen, denen das Bekenntnis zu Jesus Christus in ihrer vom Islam geprägten Heimat zur lebensbedrohlichen Gefahr wurde. Mit weltweiten 24-Stunden-Gebeten und Hilfsprojekten sollen sie darin ermutigt werden, trotz Verfolgung oder Benachteiligung ihren Glauben zu leben, weiterzugeben und die Gemeinde Jesu zu stärken. Das Kampagnen-Symbol zeigt ein leuchtendes Kreuz auf einer Kirche hinter Stacheldraht im Schatten des islamischen Halbmondes. Seit über 20 Jahren unterstützt das überkonfessionelle, internationale Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors Christen in islamischen Ländern mit Bibeln, Schulungen, Hilfe-zur-Selbsthilfe, christlichen TV-Programmen und hilft Gefangenen sowie den Familien ermordeter Christen. Weitere Infos und Anmeldung zum Gebet unter: www.opendoors-de.org
Über Open Doors
Open Doors wurde 1955 von dem Holländer Anne van der Bijl gegründet, der als „Bruder Andrew“ oder „Der Schmuggler Gottes“ weltweit bekannt wurde. Legendär sind die Geschichten, wie er mit seinem VW-Käfer Bibeln hinter den früheren „Eisernen Vorhang“ schmuggelte. In rund 50 Ländern versorgt Open Doors Christen, die aufgrund ihres Glaubens benachteiligt oder verfolgt werden, mit Bibeln und christlicher Literatur, bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. In der freien Welt hält das Werk Vorträge und Veranstaltungen u. a. in Kirchen und Gemeinden, um für das Thema Christenverfolgung zu sensibilisieren und zum Gebet für die verfolgte Kirche aufzurufen. Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.
Beachten Sie bitte auch unseren aktuellen Weltverfolgungsindex der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.
Quelle: opendoors-de.org

Faid erzählt: "Eines Nachts kamen islamische Terroristen an unsere Tür und drohten damit, unsere Tochter oder unseren Sohn mitzunehmen, wenn wir ihnen nicht 20.000 Dollar [ca. 14.000 Euro] Schutzgeld zahlen. Wir wussten nicht, was wir machen sollten, denn wir hatten nicht so viel Geld. Wir baten Gott um Hilfe." - Einige Tage später, mitten in der Nacht, kamen die Männer wieder. "Sie stießen die Tür auf und forderten das Schutzgeld." Fadi rannte die Treppe hinunter und sah seinen Sohn nahe der Tür bewusstlos am Boden liegen. Er muss verletzt worden sein, als die Männer in das Haus stürmten. "Sie bedrohten uns, schlugen mich und ließen eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) mit Anschuldigungen gegen unsere Familie zurück." Nachdem die Männer abgezogen waren, nahm Fadi seine Familie, rief ein Taxi und fuhr eilends ins Krankenhaus. Sein Sohn brauchte Hilfe. "Wir vermieden es anzuhalten, um nicht erschossen zu werden." Die nächsten Wochen pendelten sie zwischen dem Krankenhaus und dem Haus seiner Schwester, wo sich die Familie versteckte, hin und her. Immer in Angst, jemand würde sie erkennen und töten. Als sein Sohn entlassen wurde, mietete Fadi ein Taxi und sie flohen aus der Stadt. Die Familie kam bei Verwandten in einer anderen Stadt im Nordirak unter. Sie hatten alles zurückgelassen: Kleidung, Fotos, Spielsachen, einfach alles. In Zusammenarbeit mit einer einheimischen Kirche versorgten Mitarbeiter von Open Doors die Familie mit dem Nötigsten.
Bilder im Kopf
Doch die Erinnerungen an die schreckliche Zeit verfolgen Fadi und Hanna. Angst, Wut, Misstrauen und Frustration gruben sich tief in ihre Seele ein. "Ich wurde aggressiv gegenüber meiner Frau und meinen Kindern. Später bedauerte ich meine Wutausbrüche und bat Gott um Vergebung", erinnert sich Fadi. Hanna verspürte eine tiefe Traurigkeit, hatte keinen Appetit. Oft wollte sie nur noch sterben. "Wir konnten schlecht einschlafen und hatten Alpträume." Die Glaubensgeschwister der Gemeinde, die sie besuchten, konnten ihre Situation nicht nachvollziehen und verstehen. Wenn sich Hanna wieder einmal elend fühlte, hieß es: Christen sollten solche Gefühle nicht haben. Hanna schämte sich und sprach schließlich mit niemanden mehr über ihre Gefühle.
Hilfe für Betroffene
Open Doors bot an, ein Traumaseminar in der Gemeinde durchzuführen, damit zum Beispiel Pastoren betroffenen Christen seelsorgerlich helfen und mit ihnen die Erlebnisse aufarbeiten können. "Durch dieses Seminar verstand ich, dass all meine Gefühle zu einem Trauerprozess gehören", sagte Fadi. "Ich erfuhr Veränderung und habe nun wieder Hoffnung. Jetzt helfen Hanna und ich auch anderen mit ähnlichen Erfahrungen. Damit stärken wir auch die Gemeinde Jesu im Irak."
Gebetsanliegen:
- Beten Sie für Fadi und Hanna und ihre Kinder. Nachdem sie selbst Hilfe erfahren haben, ermutigen sie nun auch andere Christen in ihrer Gemeinde.
- Beten Sie für die Iraker, die noch unter schrecklichen Erlebnissen zu leiden haben. Möge Gott ihnen nahe sein.
- Danken Sie für die Traumaseminare, die in mehreren Gemeinden schon stattgefunden haben. Beten Sie für Weisheit für die Pastoren und Mitarbeiter, die das Gelernte nun in ihren Gemeinden weitergeben.
Christenverfolgung weltweit - Werden auch Sie Gebetspate!
Irak ist ein Land der dreijährigen Gebetskampagne "Gefährlicher Glaube" von Open Doors für Christen in der islamischen Welt. 10 Minuten beten für verfolgte Christen und ehemalige Muslime. Anmeldung und Infos unter www.opendoors-de.org
Die Gebets- und Hilfskampagne “Gefährlicher Glaube”
„Gefährlicher Glaube - Gebet und Hilfe für Christen in der islamischen Welt“ ist die bis mindestens 2011 dauernde weltweite Gebets- und Hilfskampagne von Open Doors für Christen in der islamischen Welt und besonders für Muslime, die Christen wurden. Ziel ist es, Glaubensgeschwister zu unterstützen, denen das Bekenntnis zu Jesus Christus in ihrer vom Islam geprägten Heimat zur lebensbedrohlichen Gefahr wurde. Mit weltweiten 24-Stunden-Gebeten und Hilfsprojekten sollen sie darin ermutigt werden, trotz Verfolgung oder Benachteiligung ihren Glauben zu leben, weiterzugeben und die Gemeinde Jesu zu stärken. Das Kampagnen-Symbol zeigt ein leuchtendes Kreuz auf einer Kirche hinter Stacheldraht im Schatten des islamischen Halbmondes. Seit über 20 Jahren unterstützt das überkonfessionelle, internationale Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors Christen in islamischen Ländern mit Bibeln, Schulungen, Hilfe-zur-Selbsthilfe, christlichen TV-Programmen und hilft Gefangenen sowie den Familien ermordeter Christen. Weitere Infos und Anmeldung zum Gebet unter: www.opendoors-de.org
Über Open Doors
Open Doors wurde 1955 von dem Holländer Anne van der Bijl gegründet, der als „Bruder Andrew“ oder „Der Schmuggler Gottes“ weltweit bekannt wurde. Legendär sind die Geschichten, wie er mit seinem VW-Käfer Bibeln hinter den früheren „Eisernen Vorhang“ schmuggelte. In rund 50 Ländern versorgt Open Doors Christen, die aufgrund ihres Glaubens benachteiligt oder verfolgt werden, mit Bibeln und christlicher Literatur, bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. In der freien Welt hält das Werk Vorträge und Veranstaltungen u. a. in Kirchen und Gemeinden, um für das Thema Christenverfolgung zu sensibilisieren und zum Gebet für die verfolgte Kirche aufzurufen. Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.
Beachten Sie bitte auch unseren aktuellen Weltverfolgungsindex der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.
Quelle: opendoors-de.org
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