Nach den Ausschreitungen in Ägypten: Den Trauernden im Gebet beistehen
Nach den Ausschreitungen in Ägypten: Den Trauernden im Gebet beistehen

(Open Doors) - Zwölf Menschen starben vorigen Samstag als radikale Islamisten koptische Christen in Kairo angegriffen und zwei Kirchen in im Stadtviertel Imbaba in Brand gesetzt haben. Das Hilfswerk Open Doors bittet, in diesen Tagen besonders für die Familien der Toten sowie die verletzten und traumatisierten Opfer zu beten.
Unaufhaltsame Wut
Mehr als 200 Menschen wurden bei den Ausschreitungen am 7. Mai verletzt. Auslöser war ein Gerücht, das sich über Monate hinweg hartnäckig gehalten hatte: Eine junge Frau soll vom Christentum zum Islam konvertiert sein und werde in einer Kirche festgehalten. Etwa 500 Salafisten - die Anhänger der Bewegung wollen einen Gottesstaat auf Basis der Scharia - zogen am Samstag zur St.-Mina-Kirche in Imbaba. Dort vermuteten sie die Frau. Christen errichteten zum Schutz der Kirche Barrikaden unter anderem aus Kirchenbänken. Geistliche der Gemeinde ließen Imame im Gebäude nach der Frau suchen. Daraufhin verkündeten die Imame vor der Menge, sie hätten die Frau in der Kirche nicht gefunden. Doch unbeirrt gingen die Radikalen zum Angriff auf die Kirche über. Es kam zu Straßenschlachten. Später setzten die Angreifer auch die Jungfrau-Maria-Kirche, wenige Gehminuten von St.-Mina entfernt, in Brand. Nur eine kleine Kapelle und eine Ikone blieben halbwegs unversehrt. Ihre Gottesdienste will die Gemeinde weiter in dem zerstörten Gebäude feiern. Am Tag der Ausschreitungen war die Frau, um die der Konflikt entbrannt war, im Fernsehen aufgetreten. Wie bereits im vorigen Oktober beteuerte sie auch diesmal, nicht zum Islam übergetreten zu sein.
Christen sind Ziele von Anschlägen
Seitdem Tausende Ägypter Präsident Hosni Mubarak friedlich aus dem Amt demonstriert haben, versuchen radikale Islamisten, ihren Einfluss im Land auszuweiten. Die jüngsten Angriffe in Kairo gehören zu einer Reihe von Anschlägen und Drohungen von Salafisten gegen Christen.
Gebetsanliegen:
• Beten Sie für die Familien der Getöteten. Möge Gott ihnen in dieser schweren Zeit beistehen.
• Beten Sie um Weisheit für Kirchenleiter bei der Führung ihrer Gemeinden angesichts der zunehmenden Angriffe. Beten Sie für die Christen, dass sie auf Gewalt nicht mit Gegengewalt antworten.
• Beten Sie für die Militärregierung in Ägypten. Justizminister al Gindi hatte angekündigt, mit „eiserner Hand“ gegen Unruhestifter vorzugehen.
Zum ausführliche Weltverfolgungsindex gelangen Sie hier: http://www.opendoors-de.org/verfolgung/wvi2011/
Aktiv werden für verfolgte Christen. Hier erfahren Sie wie … http://www.opendoors-de.org/aktiv-werden
Über Open Doors
Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit
über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln
und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst“) informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung
und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.
Quelle: opendoors-de.org
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