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Somalia: Christ entführt und enthauptet


Somalia: Christ entführt und enthauptet


"Wir werden ihn vermissen", ein Gemeindeleiter aus Somalia

(Open Doors) - Wieder eine traurige Nachrichten aus Somalia: Im Südwesten des Landes ist ein Christ muslimischer Herkunft entführt und enthauptet worden. Wie der Informationsdienst Compass Direct berichtet, war Juma Nuradin Kamil am 21. August mutmaßlich von Anhängern der radikal-islamischen Gruppe Al Shabaab entführt worden. Nach intensiver Suche fanden Mitglieder seiner Untergrundgemeinde seinen Leichnam am 2. September an einer Straße am Rande der Stadt Hudur (Region Bakool). Seinen Kopf hatten die Täter auf seine Brust gelegt. Kamil war offensichtlich von den Islamisten eine Zeitlang beobachtet worden. Vor drei Jahren war der ehemalige Muslim zum christlichen Glauben gekommen. "Für die Al-Shabaab ist es üblich, diejenigen zu enthaupten, von denen sie annehmen, dass sie Christen geworden sind. Wir vermissen Juma sehr", so ein örtlicher Gemeindeleiter. Das Hilfswerk Open Doors, das sich weltweit für verfolgte und benachteiligte Christen einsetzt, bittet um Gebet, sowohl für die Familie von Juma Nuradin Kamil als auch für die wenigen einheimischen Christen, die sich nur heimlich treffen können.

Islamisten wollen strenges islamisches Rechtssystem

Das ostafrikanische Somalia gilt als eines der Länder, in dem Christen extrem gefährdet sind. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt es Platz 5 der Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Unter den rund neun Millionen mehrheitlich muslimischen Einwohnern gibt es nur einige einheimische Christen. Sie leben ihren Glauben im Verborgenen. Erst im April dieses Jahres ermordeten Al Shabaab-Kämpfer im Süden von Somalia einen 21-jährigen Christen vor seinem Haus. Hassan Adwe Adan aus Shalambod war ebenfalls ein Christ muslimischer Herkunft. Anfang Januar wurde die 36-jährige Asha Mberwa aus der Ortschaft Warbhingly ebenfalls wegen ihres christlichen Glaubens getötet. Der vierfachen Mutter wurde vor den Augen von Nachbarn die Kehle durchgeschnitten.

Erklärtes Ziel radikal-islamischer Al Shabaab-Kämpfer ist es, in Somalia einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Die Terrorgruppe, die Verbindungen zur Al Kaida unterhält, kontrolliert einen Großteil von Südsomalia sowie Teile Zentralsomalias. Sie strebt den Sturz der Übergangsregierung an und will die strenge Anwendung der Scharia (islamisches Rechtssystem) durchsetzen. Zwischen 3.000 und 7.000 Anhänger sollen der Al Shabaab angehören.

Nicht vergessen! Am 13. November ist Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen. Bestellen Sie jetzt das kostenlose Vorbereitungsmaterial für einen Gebetsgottesdienst. Mehr Infos hier…


Über Open Doors

Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.


Quelle: opendoors-de.org

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