Pakistan: Christin aus Rache vergewaltigt
Pakistan: Christin aus Rache vergewaltigt

(Open Doors) - Sexuelle Gewalt ist in Pakistan ein ebenso perfides wie verbreitetes Mittel, um Christinnen zu demütigen und mit einer Zwangsehe zum Übertritt zum Islam zu zwingen. Solche Vergewaltigungen gelten landläufig nicht einmal als Verbrechen. Die meisten Fälle bleiben unbestraft. Aus Scham zeigen die Opfer die Tat meist nicht an. Auch die 27-jährige Shaista Samuel wurde Opfer eines solchen Verbrechens, nachdem sie den Heiratsantrag eines Muslims abgelehnt hatte. Doch Shaista bewies trotz Scham und Angst großen Mut: Sie zeigte die Vergewaltigung bei der Polizei an. Die Täter sind seither untergetaucht, und die Gefahr von Vergeltungsmaßnahmen ist hoch. Open Doors bittet, für Shaista Samuel und ihre Familie zu beten.
Folgenreicher Antrag
Shaista Samuel arbeitet in einem Krankenhaus in Shadman in der Provinz Punjab. Sie kannte Ali Adnan gut. Er arbeitete in der Buchhaltung der Klinik, und gelegentlich besuchte er sie und ihre Familie zu Hause. Eine Tages gestand Adnan der jungen Frau seine Liebe und machte ihr einen Heiratsantrag. Doch sie lehnte ab. Sie sehe in ihm lediglich einen Freund, und zudem habe jeder einen anderen Glauben, erklärte sie ihm. Adnan sah sich zutiefst gedemütigt. In den folgenden Tagen versperrte er ihr im Krankenhaus den Weg und bedrängte sie am Telefon. Sogar das Haus ihrer Eltern wollte er anzünden, sollte Shaista sich weiterhin weigern zum Isam überzutreten und seine Frau zu werden. Am 21. August bekam sie seine Rache auf brutale Weise zu spüren: Adnan tauchte mit einem Komplizen vor dem Krankenhaus auf. Er packte die junge Frau und zerrte sie zu seinem Auto. Der andere Mann hielt ihr eine Pistole an den Kopf und sie fuhren zu einem Haus in Lahore. Dort vergewaltigte Adnan sie. Dabei ließ er sich von seinem Handlanger filmen, um das Video später als Druckmittel für Shaistas Schweigen zu benutzen. "Adnan sagte, sie würden mich erschießen, wenn ich schreie. Sie drohten damit, das Video meinen Eltern zu zeigen und ins Internet zu stellen", erinnert sich Shaista. "Sie haben mein Leben zerstört."
"Gott rettete mich"
Gepeinigt von Scham und aus Furcht davor, das Ansehen ihrer Familie zu ruinieren, erzählte Shaista niemanden von ihrem Schicksal – nicht einmal ihren eigenen Eltern. Doch Adnan begann, sie telefonisch zu nötigen. "Zuerst verlangte er, dass ich zum Islam übertrete", erzählt sie, "Dann forderte er sexuelle Gefälligkeiten und drohte, mit dem Vergewaltigungsvideo zu mir nach Hause zu kommen." Dies tat er schließlich auch. Doch anders als erwartet, stellten sich Shaistas schockierte Eltern vor ihre Tochter und gaben sie nicht in die Zwangsehe. Stattdessen erstatteten sie bei der Polizei Anzeige gegen Adnan und seinen Komplizen. "Ich danke Gott, dass er mich vor Adnans weiteren Nötigungen gerettet hat; andernfalls hätte ich für den Rest meines Lebens in Angst gelebt."
Da die Polizei die Strafverfolgung nur sehr zögerlich aufnahm, konnten die beiden Männer untertauchen und sogar vorsorglich unter einigen Auflagen Haftverschonung erwirken.
Quelle: Compass Direct
Gebetsanliegen
• Beten Sie für Shaista Samuel, dass Gott ihr hilft, die schrecklichen Ereignisse zu verarbeiten und ihre seelische Wunden heilt.
• Beten Sie um Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen auch für ihre Familie.
• Beten Sie für die vielen christlichen Frauen, die in einer Zwangsehe leben und ihren Glauben an Jesus verschweigen müssen.
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Über Open Doors
Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.
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Quelle: opendoors-de.org
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