Nigeria: Über 100 Christen in Jos getötet
Nigeria: Über 100 Christen in Jos getötet

Ganze Familien wurden ausgelöscht – Überlebende kämpfen mit dem Trauma.
(Open Doors) - "Wir müssen einfach mit diesem Horror leben, ohne zu wissen, was als nächstes passieren wird", sagte Pastor Dagai aus Vwang Kogot angesichts der jüngsten Gewaltakte. Die Christen im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau kommen nicht zur Ruhe. Mehr als 100 Christen sind in den vergangenen Wochen in der Umgebung der Stadt Jos bei Überfällen durch Extremisten getötet worden. Ganze Familien wurden dabei ausgerottet. Open Doors unterstützt in der Region seit Jahren Witwen und ihre Kinder sowie christliche Gemeinden. Bitte beten Sie für die traumatisierten Familien der Opfer sowie für die Verletzten.
Am Abend des 9. Septembers fielen radikale Muslime bewaffnet mit Macheten und Gewehren in die von Christen bewohnte Ortschaft Vwang Kogot ein. 14 Menschen wurden getötet, darunter eine schwangere Frau. Auch die meisten Angehörigen der Familie Danboyi starben oder wurden verschleppt. Unter den Angreifern sollen nach Augenzeugenberichten auch Männer in Uniformen des nigerianischen Militärs gewesen sein. Bei ihnen habe es sich um ethnische Muslime gehandelt, hieß es. Bekannt ist, dass die Angreifer zum Volk der Fulani (Fulbe) gehören. Die Fulani sind ein überwiegend muslimischer Nomadenstamm und besitzen sehr gute Ortskenntnisse.
Auch Kinder unter den Opfern
Gyang Badung hat seine Frau, vier Kinder, seine Mutter und Großmutter sowie einen Neffen verloren. Nur zwei seiner Söhne haben überlebt. Sie werden derzeit im Krankenhaus versorgt. Auch Mallam wurde an diesem Tag zur Witwe. Ihr einziger Sohn und dessen Kinder wurden ebenfalls umgebracht. Pastor Dachung Dagai von der Gemeinde "Church of Christ in Nigeria" in Vwang Kogot berichtet, das Dorf sei seit Anfang Januar dieses Jahres dreimal überfallen worden. Vergeblich bemühte sich Pastor Dagai um eine Untersuchung der Überfälle durch die Regierung.
Gebetsanliegen
• Beten Sie für die Familien und die Angehörigen der Ermordeten sowie für die Verletzten. Sie alle haben Unvorstellbares erlebt und tragen schwer an dem Trauma. Möge Gott ihnen beistehen und ihre seelischen Wunden heilen.
• Beten Sie für die Jugendlichen und jungen Männer auf beiden Seiten. Immer wieder kommt es zu Provokationen und Vergeltungsschlägen. Die Stimmung ist äußerst gereizt.
• Beten Sie für die Christen in Nigeria, die ihren Glauben gegründet auf dem Wort Gottes und in der Liebe Jesus leben wollen. Sie wollen Friedensstifter sein zwischen ethnischen Muslimen und Christen.
"Zukunft geben": Stellen Sie sich an die Seite der Kinder der verfolgten Kirche. Hier erfahren Sie wie...
Über Open Doors
Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.
Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.
Quelle: opendoors-de.org
| < Zurück | Weiter > |
|---|






