Frauenkonferenz: Akzent gegen den Mainstream
Frauenkonferenz: Akzent gegen den Mainstream
Frauen stehen heute in Gesellschaft und Beruf alle Möglichkeiten offen. Aber wie frei sind sie wirklich, ihr Leben zu gestalten – auch abseits vom Mainstream? Unter der Überschrift "Frausein in Echtzeit" lädt der "Ruhland-Verlag" am 12. November zu einer Frauenkonferenz in Frankfurt ein.
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Mit der Frage, wie Weiblichkeit zwischen Familienpolitik und Feminismus aussehen kann, beschäftigt sich die Tagung "Frausein in Echtzeit" des Ruhland-Verlages. (Foto: Ruhland Verlag)
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Frauen haben in den westlichen Ländern die historisch gesehen größte Freiheit, sich selbst zu verwirklichen. Rein äußerlich betrachtet, stehen sie dem Mann in vielen Bereichen in nichts nach. Wie sich Frauen mit den gesellschaftlichen Entwicklungen arrangieren, soll Thema der Konferenz sein. "Die Rolle der Mutter ist in den Brennpunkt einer heftigen Debatte geraten. Kinder wachsen in einer Welt auf, die sich tiefgreifend gewandelt hat", heißt es auf der Internetseite der Veranstaltung. "Die Stellung der Frau in der Gesellschaft hat sich verändert. Ideen, die davon ausgehen, dass es keine typisch männlichen und typisch weiblichen Menschen gibt, fassen Fuß."
Wie wirkt sich all dies auf Frauen aus? Was haben sie erreicht? Können sie das, was sie im Eigentlichen sind, in ihrem Leben zum Ausdruck bringen? "Diese und viele andere Fragen und beobachtete Veränderungen in unserer Gesellschaft haben mich bewogen, einen Tag rund um das Thema Frausein zu veranstalten", begründet Organisatorin Kaarina Horn ihre Idee zu der Tagung gegenüber pro. Sie leitet die "Hartnack-Akademie", ein Aus- und Weiterbildungsinstitut in Frankfurt sowie den "Ruhland-Verlag".
Täglich für Werte demonstrieren
Kaarina Horn will sich für Werte einsetzen und auch andere Menschen dafür sensibilisieren: "Wenn wir Christen uns die Brisanz des Werteverfalls in der Gesellschaft richtig bewusst vor Augen führen, müssten wir eigentlich täglich für den Erhalt der Werte auf die Straße gehen und demonstrieren."
"Mit der Frauenkonferenz wollen wir einen Akzent gegen den Mainstream setzen, der die Unterschiede zwischen Mann und Frau zunehmend marginalisiert und den Schutz der Familie immer mehr aushöhlt." Dabei geht es der 39-Jährigen nicht darum, mit dem Finger auf die Entscheidungen anderer zu zeigen: "Gerade in Anbetracht der Brisanz der Themen ist es mir ein besonderes Anliegen, dass die Atmosphäre der Konferenz offen und liebevoll ist", sagt sie. Die Verlegerin hält nichts von dem erbitterten Streit zwischen Frauen um mögliche Lebensmodelle: "Gerade die Frage nach unserem Frausein ist sehr persönlich, sehr privat. Ich habe oft erlebt, dass man mehr lernt, wenn man sich auf die Position des anderen einlässt und versucht, zu verstehen." Die Mutter von drei Kindern ist im Moment in Elternzeit. Mit der Veranstaltung möchte sie Frauen in ihrer Identität stärken.
Zur Konferenz erwartet der "Ruhland-Verlag" Referentinnen aus unterschiedlichen Bereichen. Die Publizistin Gabriele Kuby hinterfragt, wie echte sexuelle Befreiung aussehen könnte. Die Kinderärztin und systemische Paar- und Familientherapeutin Maria Steuer beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Rollenwandels auf die Gesellschaft der Zukunft. Die EU-Abgeordnete Anna Záborská untersucht, wie sich die europäische Frauenpolitik auf den Alltag von Frauen auswirkt. Außerdem wird die finnische Autorin Pirjo Alajoki darüber sprechen, wie unsere Denkmuster die Definition des Weiblichen beeinflussen.
Die Frauenkonferenz "Frausein in Echtzeit" findet am Samstag, den 12. November von 10 bis 19 Uhr statt in den Räumen der Goethe-Universität auf dem Campus Westend. Im Preis sind Mittagessen und Kinderbetreuung enthalten. Weitere Informationen und Anmeldung per E-mail unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder auf der Internetseite http://www.ruhland-verlag.de/konferenz/index.htm. (pro)
VON: en | 18.10.2011
Quelle: pro-medienmagazin.de
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