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Eritrea: Drei Christen in Militärgefängnis gestorben

Eritrea: Drei Christen in Militärgefängnis gestorben

Derzeit 1.500 Christen in Gefängnissen und Militärlagern eingesperrt - Open Doors bittet um Gebet..


(Open Doors) - In Eritrea sind Christen Tag für Tag dem Risiko ausgesetzt, aufgrund ihres Glaubens festgenommen zu werden und in Lagerhaft zu kommen; etwa, wenn sie sich in Privathäusern zum Gebet versammeln oder einer unabhängigen Gemeinde angehören. Drei eritreische Christen haben die Gefangenschaft in einem Militärlager nicht überlebt. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors erfahren hat, sind in der vergangenen Woche zwei Frauen im Militärgefängnis Adersete im Westen des Landes gestorben. Ein weiterer Christ verstarb Ende August im Militärlager Adi Nefase in Asab. Damit sind nach Erkenntnissen von Open Doors seit dem Jahr 2002 mindestens 21 Christen in Lagerhaft gestorben.

Schwer misshandelt

Die 28-jährige Terhase Gebremichel Andu und die 21-jährige Ferewine Genzabu Kifly waren wegen ihres christlichen Glaubens in Einzelhaft. Beide Frauen arbeiteten in einem Großmarkt und wurden vor zwei Jahren während einer Gebetsversammlung in einem Privathaus in Tesenai verhaftet. Während ihrer Gefangenschaft wurden sie schwer misshandelt. Die medizinische Behandlung ihrer Verletzungen wurde ihnen verweigert. Am Ende erlagen Terhase Andu und Ferewine Kifly ihren entzündeten Verletzungen und den Folgen von Unternährung. Terhase Gebremichel Andu verstarb am 16. Oktober; Ferewine Genzabu Kifly am 23. Oktober. Ihre Leichname wurden außerhalb des Militärlagers begraben.

Standhaft geblieben

Auch der 26-jährige Angesom Teklom Habtemichel hat die Gefangenschaft nicht überlebt. Er erlag einer unbehandelten Malariaerkrankung. Zwei Jahre war er im Adi Nefase Lager eingesperrt. Mehrfach hatte er sich geweigert, eine Erklärung zu unterzeichnen, mit der er seinen Glauben an Jesus widerruft und versichert, nicht mehr an Gebetstreffen außerhalb der genehmigten Kirchen teilzunehmen. Angesom Teklom Habtemichel verstarb Ende August und wurde außerhalb des Militärlagers begraben.

Weltweites Gebet

Immer wieder erhält Open Doors besorgniserregende Nachrichten über die Situation der Christen in dem abgeschotteten Land. Eritrea steht auf Platz 12 des Weltverfolgungsindex. Die Liste zeigt an, wo Christen am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Das diktatorische Regime hält an seinem scharfen Kurs gegen Christen, die sich außerhalb staatlich genehmigter Kirchen versammeln, fest. Wie einheimische Kirchenleiter berichteten, sind derzeit nahezu 1.500 Christen in Militärlagern, unterirdischen Zellen und Frachtcontainern eingesperrt. Dort sind sie Folter und Misshandlung ausgesetzt. Um den Christen im Untergrund und in den Gefängnissen weltweite Anteilnahme und Solidarität zu zeigen, bittet Open Doors, für sie zu beten.


Über Open Doors

Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.


Quelle: opendoors-de.org

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