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Ein Jahr nach der Geiselnahme in Bagdad

Ein Jahr nach der Geiselnahme in Bagdad

Irakische Christen sagen: "Danke für euren Beistand!" - Buch der Ermutigung spendete Trost


(Open Doors) - Vor fast genau einem Jahr - am 31. Oktober 2010 - kam es in einer Kirche in Bagdad zu einem Blutbad. 58 Menschen starben, die meisten von ihnen waren Christen. Dieser grausame Angriff löste weltweit Bestürzung aus. Kurz danach zeigten Christen aus 20 Nationen auf ungewöhnliche Art den Betroffenen und Familien der Opfer ihre Solidarität. Sie schreiben hunderte von Ermutigungsbriefen nach Bagdad. Dieses Zeichen der Verbundenheit beeindruckte die dortigen Christen sehr. Sie lassen die vielen Beter nun wissen: Eure Verbundenheit stärkt uns!

Rückblick: Am Abend des 31. Oktober 2010 hatte sich die Gemeinde gerade zur Abendmesse versammelt. Plötzlich drangen acht islamische Terroristen in die Kirche ein und nahmen die Gottesdienstbesucher als Geiseln. Bevor die Sicherheitskräfte die Kirche stürmten, hatten die Extremisten damit begonnen, Geiseln zu töten. Als Polizisten begannen in die Kirche einzudringen, zündeten die Geiselnehmer ihre Sprenggürtel.

Gebündelte Gebete

Wenige Tage nach dem Blutbad rief das Hilfswerk Open Doors zu einer weltweiten Schreibaktion auf. Christen in Bagdad sollten in ihrer Trauer nicht allein bleiben. Die Reaktion war überwältigend: Christen aus 20 Nationen schrieben hunderte von ermutigenden Grüßen, darunter auch Postkarten mit weihnachtlichen Motiven sowie von Kindern gemalte Bilder. Eine Auswahl der Einsendungen wurde in ein 250 Seiten starkes Buch gebündelt. Es wurde vervielfältigt und bei einem Gedenkgottesdienst den Überlebenden und anderen Christen in Bagdad überreicht.

Antwort aus Bagdad

Wie sehr dieser Akt geschwisterlicher Liebe den Christen in ihrer Trauer geholfen hat, zeigen die untenstehenden Antwortgrüße von Christen aus Bagdad.

"Ein Brief an alle Geschwister des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Seid tapfer und fürchtet euch nicht, ihm in schwierigen Zeiten nachzufolgen; so wie wir das gerade im Irak erleben und ganz besonders in Bagdad...Nun verstehe ich, dass ich in dieser Welt bin nicht nur um zu essen oder vornehme Kleidung zu tragen oder zu heiraten und Kinder zu haben oder um einen sicheren Ort zu finden, um dort zu leben. Ich lebe, um Gott zu lieben und in dieser Liebe immer mehr zu wachsen...Ich bitte ihn um Weisheit, und dass er mir die Entschlossenheit schenkt, zu vergeben und zu lieben." Samar Amel

"Ich will deine Liebe allen Menschen bringen, die um deiner Liebe willen leiden. Vielen Dank an alle, die für uns gebetet haben. Wir, die Christen im Irak, lieben euch." Hiba N.

"Geliebte Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt, eure Gebete haben unsere Herzen mit Wärme erfüllt und uns Kraft gegeben. Alles wird gut werden und alle Dinge werden sich zum Guten wenden." Marwan A.

Gebetsanliegen
• Danken Sie, dass dieses Buch der Ermutigungen den Christen in Bagdad zum Segen geworden ist.
• Beten Sie, dass irakische Christen nicht in den Mut verlieren und in ihrem Glauben stark bleiben, damit sie durch die Zeiten von Verfolgung und Bedrängnis durchstehen.
• Beten Sie besonders für die Kinder, die in dieser gefährlichen Atmosphäre aufwachsen.



Über Open Doors

Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.


Quelle: opendoors-de.org

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