'Im Zweifelsfall gegen die Juden' – Merkels letzter Angriff gegen Israel und die Versoehnung mit dem Fruehling des "gemaessigten Islamismus"…
'Im Zweifelsfall gegen die Juden' – Merkels letzter Angriff gegen Israel und die Versoehnung mit dem Fruehling des "gemaessigten Islamismus"…
Ulrich J. Becker, Jerusalem, 28. Tischrei 5772
Diese Woche – genau genommen vor vier Tagen – wurde in Libyen unter grossem Jubel und ausgelassenem Gewehrgeballer offiziell der islamische Gottesstaat ausgerufen. Von nun an gilt die Herrschaft der Scharia als Grundlage allen Rechts.
An genau dem gleichen Tag waehlte Tunesien – das noch mit als ‘am westlichsten’ in der arabischen Welt galt – in demokratischen Wahlen mehrheitlich eine islamistische Partei, die sich genau das Gleiche ertraeumt und – langsam aber sicher – hart daran arbeiten wird. Glueckwuensche nach Tunesien, sich dem Kampf gegen die Juden nun offiziell angeschlossen zu haben, kamen jetzt schon von der Hamas.
Beides war zu erwarten, beides sollte eigentlich nicht ueberraschen, obwohl es leider doch viele Europaer ueberrascht, denen von Anfang an von Politik und Medien Illusionen gemacht wurden und weiter verbreitet werden.
Und wenn jetzt doch, entgegen allen albernen ‘Hoffnungs’- und ‘Demokratie’-Prognosen, die Islamisten das Ruder uebernehmen, muss man wohl auch die momentane Trennung von ‘lieben Moslems’ und ‘boesen Islamisten’ weiter aufweichen und so z.B. kann man jetzt die oefftliche rechtliche Begriffsneuschoepfung “gemaessigter Islamismus” ueberall bewundern (z.B. hier, oder auch hier). Es sage niemand die oeffentlich rechtlichen gehen nicht mit der Zeit.
Wie nun eine ‘gemaessigte Scharia’, ‘gemaessigte Steinigungen’ und ‘gemaessigtes Haendeabhacken’ oder ‘gemaessigter Judenmord’ aussehen koennten, ueberlasse ich einmal den heiss rauchenden Koepfen bei ARD und Co., und versuchte mir etwas ganz anders vorzustellen. Ich fragte mich, wie es sich als Islamist, der jetzt Libyen bzw. Tunesien islamistisch uebernommen hat, anfuehlen muss?
Was denkt ein libyscher Dschihadist, der in Afghanistan gegen die Amerikaner und ‘Kreuzritter’ kaempfte und diese ihn jetzt in Libyen auf den Thorn heben?
Floh er noch vor ein paar Monaten vor amerikanischen, franzoesischen oder britischen NATO Kampfpiloten – vor den gefuerchteten uebermaechtigen Luftangriffen -, die versuchten ihre Raketen auf seinen Kopf zu lenken, so orderte er jetzt selbst diese NATO-Luftangriffe auf die Feinde der islamistischen Machtuebernahme vor Ort.
Es mag sogar der gleiche NATO-Pilot sein, der ihn dort knapp verpasste, den er jetzt anfordern kann. Was geht in seinem Kopf vor, wenn er mit Geld, Waffen und Logistik des Westens die islamistische Uebernahme (vor Europas Haustuer und mit Milliarden von Oel-Dollars im Boden) geschenkt bekommt, die man ihm im Afghanistan so hartnaeckisch verwehren wollte?
Oder der libysche El Kaida Kommandant der in libyschen Gefaengnissen im Auftrag der CNN via ‘outsourcing’ gefoltert wurde, und jetzt von den gleichen Amerikanern als Fuehrer von Kampfeinheiten gegen die gleichen ehemaligen Folterer unterstuetzt wird? Was denkt er sich?
Oder ein Mitglied der aegyptischen Moslembruderschaft, den Obama bei seiner Praesidentschaftsantrittsrede in Kairo in der ersten Reihe sitzten liess und die Loebe ueber den “heiligen Koran” verflolgte und heute auf die vollstaendige islamistische Machtergreifung in Aegypten wartet und mit amerikanischen Abgesandten bespricht?
Oder Ghannouchi, der seit mehr als 20 Jahren im westlichen Exil lebenden Islamistenfuehrer und heisse Freund der Vernichtung Israels? Er bekam Schutz und Asyl im Westen und ist jetzt puenktlich zur islamistischen Machtuebernahme zurueck. Was muss er denken?
‘Danke, dass ihr so bloed seid? Danke, dass ihr unseren Kampf gegen euch so bereitwillig unterstuetzt?’
Eins ist klar und war klar: Es handelt sich nicht um einen arabischen Fruehling, sondern um einen islamistischen Fruehling.
Beeindruckend war, wie hartnaeckig man sich im Westen die Augen verschloss, sich selbst gut zuredete, sich in ein Mantra von ‘Hoffnung’ – fuer die es einfach keinerlei Anzeichen gab – einlullte, und dabei vor allem die ollen, meckrigen, skeptischen Juden und Israel anmachte, die – rassistisch wie sie halt sind – den Arabern Demokratie angeblich nicht goennen wollten.
Wo seid ihr jetzt, ihr ganzen Nahostexperten und Islamversteher? Wo ist eure Entschuldigung – nicht, dass sie irgendwem etwas nutzten wuerde -, dass ihr eine neue dschihaddistische Welle grosszuegig unterstuetzt habt, die sich vor unserer Haustuer zu einem Turm aus Hass, Antisemitismus und Barbarentum auftuermt?
Oder wenn ihr die Gefahr irgendwann fuer euch selbst erkennt: Woher diese masslose Feigheit? Dieses grenzenlose dem Islamisten zu Hilfe eilen? Habt ihr soviel Angst vor Konfrontationen jeglicher Art? Ist die Erkenntnis, dass der Islamismus eine um sich greifende Volksbewegung in arabischen und muslimischen Kulturen ist, so erschreckend, weil sie konsequenterweise zu Gegenaktionen aufrufen wuerde, dass man sie versucht zu beschoenigen, zu umgehen etc.?
Es ist schwer sich den Wahnsinn, in dem der Westen seine erklaerten Feinde an die Macht bringt, wirklich vorzustellen. Wer wuerde sowas glauben, wenn es nicht gerade passieren wuerde?
Im Grossen moegen alle die obenen Erwaehnten denken, wie vollkommen dumm oder verblendet der Westen sein muss, ihnen laechelnd das Ruder in die Hand zu druecken, und halten schoen den Mund, damit die Blase, die einfach zu schoen scheint, um wahr zu sein, nicht noch zu frueh zerplatzt – das heisst, wenn sie es vor Ueberschwang ueberhaupt aushalten.
Und nein, der islamistische Fruehling, den wir gerade sehen, ist nicht das Gegenteil von der Agenda El Kaidas, wie es immer wieder gerne dargestellt wird.
Obama zaehlte in seiner UN-Rede den Tod des ersten Vorkaempfers des Islamismus – Ossama Bin Laden – in einer Reihe mit dem Sturz der sozialistischen-saekularen Diktatoren in der Region auf und bewies nur einmal mehr, wie wenig er und seine Berater offenbar von dem verstehen, was hier gerade ablaeuft.
Obama hatte es dann aber doch wohl mehr oder weniger ungewollt sehr gut getroffen: Die Agenda wurde halt nicht mit Ossamas Terror, sondern mit Massenprotesten – die alles andere als ‘friedlichen’ waren – durchgesetzt, aber es bleibt trotzdem die selbe Agenda.
Es ist die Aganda des Islams oder Islamismus, gegenueber groesstenteils saekularen Regimen in der arabischen Welt, wie Ossama so sehr ein Dorn im Auge waren, wie den Massen des arabischen Fruehlings.
Das Zeitalter des arabischen Sozialismus ist zu Ende. Das Zeitalter des arabischen Islamismus hat gerade begonnen.
Den einen Verfolgen, den anderen Verteidigen…
Fuer mich ist vor allem eins immer wieder beeindruckend:
Da war eine kleine Minderheit von Juden in Europa (heute eine noch winzigere), die gab dem Abendland ueber Jahrtausende sehr viele geistige und konkrete Schaetze in die Hand, halfen zur Verbesserung der Gesellschaft wann immer man ihnen nur eine Tuer nicht ganz verramelte und taten alles um sich und ihre Gesellschaft voran zu bringen. Was war ihr Lohn?
Sie wurden dermassen gehasst, dass Antisemiten bis in die kleinsten Details des Talmuds vordrangen und gruendlich durchforsteten um nur die kleinsten Anzeichen von kritischen Bemerkungen gegen Nichtjuden zu finden um zu grausamen Verfolgungungen und Gemetzeln zu hetzen. Patriotismus, Freundschaftsbeteuerungen und grosszuegige Unterstuetzungen in den Laendern, in denen sie lebten halfen alles nichts. Nicht was sie je taten und nicht taten, in welche Richtung auch, war gut genug, bzw., galt als verbrecherisch, musste bekaempft, ausgemerzt werden…
Nachdem ein Drittel des juedischen Volkes auf europaeischer Erde in wenigen Jahren grausamst ermodet wurde, lud man sich Moslems ein, die schnell die vorherige Zahl der Juden, um Millionen ueberstiegen und was diese zur abendlaednischen geistigen und physischen Kultur beigetragen haben, moege jeder selbst entscheiden. In vielen Punkten aber taten diese diesmal wirklich, das, was man den Juden so gerne und so falsch vorwarf:
Moslems – statistisch gesehen (trifft natuerlich nicht auf alle Moslems zu) – lebten zu ueberdurchschnittlich grossen Teilen vom nichtmuslimischen Staat, vergewaltigen zu ueberdurchschnittlich grossen Teilen nichtmuslimische Frauen, waren zu ueberdurchschnittlich grossen Teilen in Kriminalitaet verwickelt, konfrontieren Nichtmoslems, Drohten ihnen, beschmipften sie als minderwertig, strebten offen in Demonstrationen die Uebernahme der Macht im Staat und der Welt an…
Und wie sah hier die Reaktion aus? Begingen die erzuernten Europaer sofort einen neuen, verbrecherischen Holocaust an den Moslems? Wiesen sie sie aus, Deportierten sie sie? Gab es grosse Hasswellen, Progrome?
Nein. Genau das Gegenteil passierte: Obwohl man bei ihnen nicht lange in komplizierten religioesen Schriften suchen brauchte, sondern bekam tagtaeglichen von ihren hoechsten Geistlichen die unmenschlichsten Aussagen (und Terror im Namen des Islams in Masse), war die Reaktion nicht einmal Schweigen, sondern: Verteidigung ihrer Religion, ihrer Taten, ihrer Ansichten.
Ich wuenschte mir, der deutsche Staat wuerde nur halbsoviel darin investieren Vereine und Initativen zu gruenden, die die friedlichen und freundlichen Seiten Israels und des Judentums in hochglanz bewerben wuerden, wie er es fuer den Islam und Moslems tut.
Ich kann eventuell verstehen, woher das Verteidigen selbst der groessten Amoral und Grausamkeit kommt, aber es macht es deswegen nicht weniger grotesk.
Da sind christlich-gepraegte Gesellschaften, die staendig darueber reden, wie sehr man Moslems unter ihnen beschuetzten und verstehen muss, nicht in Generalverdacht nehmen darf, den Dialog voranbringen, sich ihnen anpassen etc., aber die z.B. zur Verfolgung, Bedraengung und Ermordung ihrer eigenen Glaubens- und Kulturgenossen in islamischen Laendern ganz laut schweigen. Was geht da schief? Was ist da los? Ignoranz, Toleranz, Desinteresse? Angst vor Konflikt, Feigheit? Abwesenheit vom Glauben in die Richtigkeit der eigenen Sache? Liebe des ‘anderen’, selbst wenn er kommt dich zu toeten?
Ist das Christentum wirklich ein internationaler automatischer Vergebunsverein der eigenen Suenden und die der anderen? Oder doch noch ein bisschen eine Gemeinschaft? Wenn ja, sollten sie sich ueberlegen, wie sie ihren Millionen Glaubensgenossen in Aegypten zu Hilfe kommen koennen, denn wie es momentan aussieht, werden diese das aegyptische Schwert des Islamismus noch vor uns hier zu spuehren bekommen.
Deutschland “frustriert” ueber unsere mehrheitlich gewaehlte Regierung
Und eine sehr aehnliche, unglaubliche Unfairness und Blindheit, gibt es natuerlich auch im ‘Friedensprozess’, wie Frau Merkel leider gerade wieder unter Beweis stellte. Da sind Moslems, die uns gegenueber stehen, die uns entweder aktiv gleich vor Ort vernichten wollen, wie die Hamas, oder sich weigern mit uns zu verhandeln und von der Welt einen antisemitischen und judenreinen Staat gegen Israel durchpressen wollen, wie Abbas.
Die letzteren (die ersteren sowieso) haben sich seit Jahren – auch dank Barak Hussein Obama – keinen Milimeter weit bewegt, waehrend die USA und die EU eine eigentlich rechte israelische Regierung fast ganz zu linken Maximalforderungen und vor Machmud Abbas auf die Kniee gebracht hat. Und wem gebuehrt Merkels “Frustration“?
Natuerlich uns. Wir sind die ‘Friedensverweigerer’, die ‘Trickser’. Die ‘Feiglinge’, die nicht gleich alles hinwerfen und es auf einem goldenen Tablett, Abbas, Hamas und Co. ueberlassen wollen. Wir, die so frech am eigenen, unabhaengigen, juedischen Leben haengen.
Merkel ist nicht nur sauer, nein, sie laesst nach Berichten reale, Israel direkt schadene Konsequenzen, folgen und verweigert die abgemachte Auslieferung eines weiteren in Deutschland Rohgebauten U-Boots.
Ich will gar nicht in die U-Boot-Finanzierungs-Geschichte, die von Antisemiten nur so gefeiert wird, denn es geht Merkel hier nicht ums Geld. Es ist nicht eine weitere Million oder Milliarde, die hier auf Israelboykott schalten laesst, sondern es ist ein ideologischer und dazu noch emotionaler Grund, den sie angibt:
Der Grund ist naemlich die “Frustration” ueber ein neues Bauprojekt in Gilo, bei mir nebenan. So erbost ist sie offenbar ueber den Bau von Wohnungen im ueberwiegend juedischen Ostjerusalemer Stadtteil (in Deutschland gerne ‘Siedlung’ genannt), dass sie einen Sicherheitsdeal platzen lassen will.
Wir wissen alle, dass der Bau von Wohnungen in ueberwiegend arabischen Stadtteilen, seien sie auch noch so illegal, die Kanzlerin nicht das Geringste interessieren (Wem schon nicht die faschistischen und moerderischen Worte und Handlungen Irans interessieren, weiter fleissig mit Teheran – nach den USA offiziell weltweit Staatsterrormeister – gewirtschaftet wird).
Noch alberner wird es, wenn man weiss – wie ich aus erster Hand von befreundeten Architekten, die Gilo planten und planen, erfuhr, man aber auch leicht ueberall nachlesen kann -, dass der erste Bagger fuer dieses Projekt erst fruehestens (wenn die israelische Buerokratie wirklich reibungslos verlaufen sollte) in drei Jahren losbaggern koennte. Sprich, zu einem Zeitpunkt, wo nach allen momentanen, internationalen Quartett und aehnlichen Verhandlungsstrategien es laengst ein Abkommen mit Grenzen zwischen Israel und den ‘Palaestinensern’ geben sollte (wir wollen es nicht hoffen).
Ja, wozu dann diese aggressive und massive Reaktion? Obendrauf sollte Gilo nach allen bisherigen Verhandlungskarten und -erwartungen sowieso ‘israelisch/juedisch’ bleiben.
So what, Frau Merkel? Vorher die Hysterie, die Emotionen, die “Frustrationen“?
Und hier kommen wir zum schlimmsten Teil des Berichts mit einem angeblichen Zitat von Merkel, dass leider ihren bisherigen Tiefpunkt im Antiisraelismus darstellen wuerde:
“…[Netanjahu] kann nicht ernst genommen werden und hat keinerlei Absichten die Mindestvoraussetzungen fuer die Erneurung von Verhandlungen mit den Palaestinensern zu erfuellen.”Das ist nicht nur reine Verleumdung und typisches anti-Netanjahu-Bashing wie wir es von den radikalen Teilen der israelischen Linken oder von Antiisraelis weltweit kennen, und hat keinerlei Bezug zur Realitaet – es sagt ueber Netanjahu das Gegenteil von dem, was er tut, und sollte eigentlich ueber Abbas gesagt werden -, sondern ist auch ein grober Angriff auf die israelische Demokratie und die Mehrheit der Israelis als solche, die nun einmal die Regierung Netanjahu auf die Stuehle gewaehlt haben.
Frau Merkel und Co.: Sie koennen sich in Fantasiewelten verziehen, sich gegen Israel ins Zeug schmeissen und die antisemitischen und islamistischen Kraefte ignorieren oder ihnen zu schmeicheln versuchen, eins sollten sie aber nicht falsch verstehen: Mit solchen persoenlichen und extremen (“kann nicht ernst genommen werden“) Aeusserungen gegen einen demokratisch und mehrheitlich gewaelten israelischen Ministerpraesident, stellen sie sich nicht gegen ihn allein, sondern gegen ein ganzes Volk und nein, sie sprechen nicht (mehr) im Interesse Israels, sondern verletzten dieses in Wort und Tat.
So handeln und reden keine Freude. Sie stellen sich und Deutschland so zunehmend gegen das Volk Israels…
Quelle: aro1.com
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