Christen im Nahen Osten droht die Ausrottung
Christen im Nahen Osten droht die Ausrottung
Am Offenen Tag (15. Oktober) starteten wir offiziell ein neues CSI-Projekt. Wir wollen uns verstärkt für Christen im Nahen Osten einsetzen. Das tun wir bereits in Ägypten und im Irak. Beten Sie um Möglichkeiten, in weiteren Ländern Teilprojekte zu realisieren. Die Christen im Nahen Osten sind vom Aussterben bedroht!
"Die Salafisten haben Pläne, wie sie die Kopten loswerden können"
Dreissig hübsche junge Frauen, viele von ihnen 18-jährig, einige älter. Die Jüngste ist erst 14 Jahre alt. Jean Maher, Präsident des französischen Zweigs der Ägyptischen Union für Menschenrechte, hat die Passfotos dieser dreissig Frauen stellvertretend für viele weitere, ausgewählt und mitgebracht. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie wurden entführt, vergewaltigt, zwangsverheiratet und mussten zum Islam konvertieren:![]() |
Maher erzählte die Geschichte von Engy Adel: Sie wurde als 12-Jährige betäubt und entführt. Ihre Entführer schlugen sie tagelang und liessen sie nicht schlafen. In einem einzigen Monat wurde sie von über 50 Männern vergewaltigt. Die Männer hätten sie behandelt, als wollten sie sie in Stücke reissen. Sie hätten sie voller Hass angeschaut, als wäre sie ihre Feindin! Nachdem ihr Vater sie befreien konnte, lud die Polizei sie vor. Unter Schlägen wollten die Polizisten ein "Geständnis" erzwingen, dass sie die Familie freiwillig verlassen habe und nie vergewaltigt worden sei. Während sie das alles erzählte, weinte Engy Adel immer wieder: "Warum das alles? Nur weil ich eine Christin bin."
"Die Salafisten haben strategische Pläne, wie sie die Kopten loswerden können", erklärte Jean Maher. "Eines ihrer schrecklichen Mittel ist die Entführung von jungen Koptinnen." Die Täter seien davon überzeugt, für Allah etwas Gutes zu tun: "Sie bringen eine ungläubige Frau zum Islam. Damit sinkt die Zahl der Kopten und die Zahl der Muslime steigt, zumal nach Gesetz die Kinder der Religion des Vaters angehören." Die Gewalttäter würden oft von der Polizei geschützt (wie oben). Oft verdienten sie sogar daran: "Ein Mädchen kann bis zu 60 000 Franken einbringen", klärte Maher auf. Das Geld stamme aus den Golfstaaten.
"Angreifen, marginalisieren und demütigen"
Jean Maher nannte viele Beispiele, wie Kopt(inn)en an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Auch das sei Verfolgung.- Junge Koptinnen werden entführt. Kirchen werden zerstört.
- Einsame Mönche in der Wüste werden angegriffen.
- Kopten dürfen weder Präsident noch Minister werden.
- Kopten werden von der Politik ferngehalten: von 444 Abgeordneten sind nur zwei Kopten.
- Kopten verschwinden aus hohen Rängen in Militär, Polizei und Geheimdienst.
- Kopten dürfen nicht Gynäkologie studieren, da ein Christ nicht sehen darf, wie eine Muslimin gebiert.
- Christliche Schülerinnen werden gezwungen, den Schleier zu tragen, und wer das nicht tut, dem wird Säure ins Gesicht geworfen.
- In einem einzigen Monat wurden 400 000 Schweine getötet.
- Um die Toilette in einer Kirche reparieren zu dürfen, muss die Bewilligung des Gouverneurs eingeholt werden.
- Um eine Kirche bauen zu dürfen, muss die Erlaubnis des Präsidenten eingeholt werden – das daure "nur" 20 Jahre, falls man die Baubewilligung überhaupt erhalte.
- Westlich oder koptisch klingende Strassennamen werden islamisiert.
- Wer Straftaten gegen Kopten begeht, wird nicht vor Gericht gebracht.
Weitere Infos
Quelle: csi-schweiz.ch| < Zurück | Weiter > |
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