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Erneut Kirche angegriffen - Angreifer schossen um sich - Sechs Menschen starben

Nigeria: Trauriger Jahresbeginn für Christen

Erneut Kirche angegriffen - Angreifer schossen um sich - Sechs Menschen starben


(Open Doors) - Die Christen im Norden Nigerias kommen nicht zur Ruhe. Gestern Abend haben bewaffnete Angreifer eine Kirche in Gombe im Nordosten Nigerias überfallen. Berichten zufolge wurden dabei mindestens sechs Menschen getötet. Weitere seien verletzt worden. Die Gemeinde "Deeper Life Church" feierte gerade ihren Abendgottesdienst, als mehrere Männer das Feuer auf die Besucher eröffneten. Vermutet wird, dass die radikal-islamische Sekte "Boko Haram" hinter dem Anschlag stehen könnte. Unter Christen ist die Angst vor weiteren Anschlägen allgegenwärtig. Das Hilfswerk Open Doors bittet, den nigerianischen Christen und insbesondere den Angehörigen der Opfer im Gebet beizustehen.

Blutige Weihnachten
Anfang des Jahres hatte "Boko Haram" (zu Deutsch: moderne Erziehung ist Sünde) alle Christen ultimativ aufgefordert, innerhalb von drei Tagen den überwiegend muslimischen Norden Nigerias zu verlassen. Muslime aus dem Süden sollten in die nördliche Region zurückkehren. Die Extremisten wollen die strikte Anwendung der islamischen "Scharia"-Gesetze in ganz Nigeria erreichen. Die Gruppierung, die sich auch "Taliban Nigerias" nennt, ist für mehrere Bombenanschläge und brutale Angriffe insbesondere auf Christen in dem westafrikanischen Land verantwortlich. An Weihnachten starben bei Anschlägen auf Kirchen über 40 Menschen. Zu den Gewaltakten unter anderem nahe der Hauptstadt Abuja hatte sich die "Boko Haram" bekannt. Bei dem Bombenanschlag auf die "St. Theresa"-Kirche in Madalla starben mindestens 30 Menschen.

Vorgerückt im Weltverfolgungsindex
Das vergangene Jahr war ein Jahr des Terrors für Christen im Norden des bevölkerungsreichsten afrikanischen Landes. Auf dem in dieser Woche neu erschienenen Weltverfolgungsindex 2012 von Open Doors ist Nigeria von Platz 23 auf den 13. Rang vorgerückt. Diese Rangliste zeigt, in welchen Ländern Christen am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Bestätigten Berichten zufolge verloren in Nigeria im vorigen Jahr mindestens 300 Christen ihr Leben. Die Dunkelziffer könnte zwischen 1.000 und 1.500 liegen.

Gebetsanliegen

• Beten Sie, dass dem Terror ein Ende gesetzt wird. Zwar hat der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan "Boko Haram" den Kampf angesagt, doch die Gruppe scheint Berichten zufolge sehr gut organisiert, und es liegen kaum Informationen über ihre Struktur vor.
• Beten Sie dafür, dass Christen auf die zunehmenden Anschläge nicht mit Gegengewalt reagieren.
• Beten Sie um Gottes Eingreifen, dass Anhänger der "Boko Haram" sich von ihrem grausamen Kampf gegen Andersdenkende und –gläubige abwenden.


Wo Christen weltweit am stärksten verfolgt werden: Hier der neue Weltverfolgungsindex 2012.


Über Open Doors

Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit über 50 Jahren in mehr als 50 Ländern verfolgte Christen unterstützt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit („Sprachrohrdienst") informiert das Werk in Publikationen und mit Vorträgen über Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe für verfolgte Christen auf. Jedes Jahr veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.


Quelle: opendoors-de.org

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