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Und jetzt die Bombe: Iran plante die Anschlaege des 11. Septembers mit…

Und jetzt die Bombe: Iran plante die Anschlaege des 11. Septembers mit…


Ulrich J. Becker, Jerusalem, 20. Tewet 5772

Immer wieder hatte ich hier die Informationsschnipsel versucht zusammenzutragen, die ein Bild Irans als eine – vielleicht die – treibende Kraft hinter El Kaida und anderen sunnitischen islamistischen Terrorgruppen, wie den Taliban, ergeben.

28. Juli 2011: Iran hat mit El Kaida (und wohl auch den Taliban) ein "Geheimbuendnis" geschlossen...
23. Maerz 2010: Neue Beweise und Aussagen: Revolutionsgarden trainieren Taliban IM IRAN!
09. Maerz 2010: Eventuelle Erklaerung fuer Ossama bin Ladens erfolgreiches Untertauchen: Er koennte im Iran sein! Hinweise verdichten sich...

Auch wenn sich die Vermutung, dass Bin Laden selbst sich im Iran versteckte, wohl von seiner erfolgreichen Aufspuerung und Toetung in Pakistan widerlegt wurde, gab und gibt es wichtige Kader und Knotenpunkte von El Kaida im Iran, wie u.a. dort zusammengefasst.

Aber nie sah ich eine so umfassende Zusammenfassung wie jetzt zu diesem Thema ("Iran und al-Kaida"), die – Dank Renate – hier am Ende in voller deutscher Uebersetzung angehaengt ist.

Es ist der Zynismus der Geschichte: Was man dem Irak vorwarf und nicht nachweisen konnte, und wofuer man in den grossen Krieg zog, traf und trifft um so mehr auf den Iran zu, gegen den man nicht in den Krieg zog.

Man behauptete der Irak baue oder besitzte biologische, chemische oder nukleare Massenvernichtungswaffen. Ausser auf die chemischen Waffen, die nach wenigen Meldungen kurz vorher in den Baath-Bruderstaat Syrien evakuiert wurden, stimmte das nicht. Iran aber baut um so emsiger an Nuklearwaffen und zumindest iranische Chemiewaffen tauchten in Gadaffis Waffendepots auf.

Man behauptete, dass der Irak El Kaida beherberge oder unterstuetze? Falsch. Die haetten Saddam sicherlich auch gerne 'gegrillt'. Der Iran aber tut genau das und noch viel mehr. Er beherbergt die El Kaida, unterstuetzt sie und ihre groessten und 'grandiosesten Anschlaege' waeren ohne den Iran und sein Terrornetzwerk wohl gar nicht moeglich gewesen, wie die hochinteressanten Urteile in aktuellen US-Gerichtsprozessen veroeffentlichten. Ja, selbst 9/11 – ueber den als erste sofort die iranische Terrorpuppe Hisb'Allah juedische Verschwoerungstheorien per Satellitenschuesseln weltweit verspritze – koennte eine ur-iranische Planung gegen 'den grossen Satan' gewesen sein...

Wieviel Gruende braucht die Welt noch, um im Falle Irans das Richtige zu tun? Sie bauen wirklich an der Atombombe. Sie unterstuetzen wirklich El Kaida. – Und nein, Fehler im Falle Iraks sind kein Argument dafuer im Falle Irans nicht einzuschreiten. Der Iran ist die schlimmste Terror- und Kriegsmaschine der Gegend und sogar der Welt.

Mit dem Fall Irans wuerden etliche Terrorgruppen zusammenfallen und die Welt wuerde aufatmen.

Und noch was lieber Westen: Ein islamistisch 'befreites' Land mit 75 Millionen Einwohnern haelt die Welt zeit Jahrzehnten mit Megaterror und vielen Terrorkrakenarmen in Atem. Jetzt sind gerade hunderte Millionen Araber dabei sich ebenfalls 'islamistisch zu befreien'...

Was sich aber in allem wieder zeigt, ist die Zuverlaessigkeit der Theorie, dass der Antisemit und seine Verschwoerungstheorien, immer den Juden das vorwirft und auf sie das projiziert, was er selbst gerade im Geheimen betreibt: Sie erzaehlen uns vom 'juedischen 9-11′, von der 'juedischen Krake', vom 'juedischem Terror', vom 'juedischen Plan zur Weltherrschaft'...
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Iran und al-Kaida - by Clifford D. May - 22. Dezember 2011
Ende vergangener Woche verkündete das US-Außenministerium eine 10 Millionen Dollar Belohnung für Informationen, die zur Gefangennahme von Ezedin Abdel Aziz Khalil, A.K.A. Yasin al-Suri — Yasin, dem Syrer führen. Aus zwei Gründen ist diese Meldung für Leute, die sich mit Terror und Gegenterror befassen, eine wichtige Neuigkeit.

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Der erste Grund ist taktischer Natur: Niemals zuvor wurde eine Belohnung für die Ergreifung eines Finanziers von Terror ausgelobt. Jedoch sind die Geldleute eine wichtige Stütze der Terroristen, daher macht es Sinn, auf ihre Ergreifung abzuzielen. Auch die Höhe des Geldbetrages ist ungewohnt, da nur für Ayman al-Zawahiri, der dabei ist, Osama bin Ladens Nachfolge anzutreten, eine höhere Belohnung ausgesetzt ist ($25 Millionen).

Der zweite Grund ist strategischer Natur: al-Suri ist ein al-Kaida Agent, der seit 2005 im Iran gelebt hat. Dort hat er mit dem theokratischen Regime zusammengearbeitet. Der stellvertretende Direktor für Terrorforschung im US-Außenministerium, Robert Hartung, teilte Reportern dazu mit: "Aufgrund eines Abkommens zwischen al-Kaida und der Regierung des Iran hat Yasin al-Suri geholfen, Gelder und Rekruten durch den Iran an al-Kaida Führer in benachbarten Ländern zu vermitteln. Er ist ein Terrorist, der mit Unterstützung der iranischen Regierung, die vom Außenministerium als staatlicher Unterstützer von Terrorismus betrachtet wird, für al-Kaida arbeitet."

Erstaunliche Worte, wenn man bedenkt, dass die vorherrschende Theorie lange Zeit war, dass Irans schiitische Herrscher die Sunniten von al-Kaida verachten würden; dass die Feindschaft gegenseitig sei; und dass eine Zusammenarbeit beider daher unvorstellbar wäre. Ein weiterer seit langem bestehender Glaubenssatz lautete, dass die terroristischen Gruppen, die Amerika bedrohen, nicht im staatlichen Auftrag arbeiten, daher in ihren Möglichkeiten begrenzt seien, weil ihnen keine Unterstützung nationaler Herrscher mitsamt deren Ressourcen zur Verfügung stehen würde.

Jedoch haben politische Analysten wie Michael Leeden und Thomas Joscelyn der Stiftung Defense of Democracies und Stephen Hayes vom Weekly Standard schon immer die Meinung vertreten, dass der Iran und al-Kaida ungeachtet theologischer/ideologischer Differenzen zusammenarbeiten; dass viele, wenn nicht die meisten der islamischen Terrorgruppen wie Fäden eines Spinnennetzes verbunden sind; und dass der Iran der „Herr der Terroristen" ist.

Die Verbindungen zwischen dem Iran und al-Kaida lassen sich bis in die frühen 1990er Jahre zurückverfolgen, als Hasan Al-Turabi, der Führer der nationalen islamischen Front im Sudan es als seine Mission ansah, eine sunnitisch-schiitische Versöhnung zu fördern. Al-Turabi ermöglichte eine Reihe von Treffen zwischen bin Laden, der seinerzeit in Khartum lebte, und Abgesandten aus Teheran. Es dauerte nicht lange, bis Iran und al-Kaida ein informelles Abkommen vereinbarten: Der Iran würde Ausbildung, Geheimdienstwissen und Sprengstoff liefern. Al-Kaida würde diese Zuwendungen dafür erfolgreich gegen gemeinsame Feinde einsetzen.

Der Bericht der 9/11 Kommission enthält einen Abschnitt mit dem Titel: "Unterstützung für al-Kaida von Seiten der Hisbollah und des Iran". Und zwar habe das, was im Sudan begonnen habe, sich dann weiter fortgesetzt: "Geheimdienstliche Berichte weisen auf die fortgesetzten Beziehungen zwischen iranischen Sicherheitsbeamten und hochrangigen al-Kaida Persönlichkeiten nach bin Ladens Rückkehr nach Afghanistan hin. Im Anschluss an den Angriff im Jahr 2000 auf die USS Cole hat der Iran seine Bemühungen intensiviert, die Beziehungen zu al-Kaida weiter auszubauen. Darüber hinaus ist in dem Bericht die Rede von "starkem Beweismaterial, demzufolge der Iran vor 9/11 den Transit von al-Kaida Mitgliedern, nach Afghanistan hinein und aus Afghanistan wieder raus, ermöglicht hat, und einige dieser gehörten zu den zukünftigen Flugzeugentführern des 11. September." Außerdem gibt es Gründe für die Annahme, dass Imad Mugniyah, der sowohl der militärische Chef der Hisbollah als auch ein Agent des Iran war (bis er 2008 getötet wurde), bei den Vorbereitungen für die Angriffe des 11. September beteiligt war. Und im Mai dieses Jahres haben zwei Überläufer des iranischen Geheimdienstes "ausgesagt, dass iranische Funktionäre "Vorkenntnisse über die 9/11 Angriffe" hatten, und einer der beiden "behauptete, dass der Iran bei der Planung der Angriffe involviert gewesen sei".

Und vor etwa einem Jahr schrieben Hayes und Joscelyn: „Beinahe ein Jahrzehnt nach den Angriffen vom 11. September haben wir nicht nur Beweise im Überfluss, dass der Iran, der an vorderster Front staatlicher Terrorunterstützer steht, al-Kaida unterstützt. Wir haben auch Beweise, dass der Iran aktiv Terroristen und Aufständische unterstützt, die unsere Soldaten und Diplomaten angreifen", und zwar sowohl in Afghanistan als auch im Irak.

Im November kam ein Washington D.C. Distriktgericht zu dem Schluss, dass „die Regierung des Iran gegenüber Hisbollah, Osama bin Laden und al-Kaida Unterstützung und Hilfe geleistet, sowie mit diesen Planungen durchgeführt habe, um Bombenanschläge im großen Ausmaß zu begehen" gegen zwei amerikanische Botschaften in Afrika im Jahr 1998. Das Jahr der Angriffe stellt keine Überraschung dar, denn 1998 hat die US Staatsanwaltschaft von New York eine Anklageschrift gegen bin Laden ausgestellt. Diese Anklage enthielt unter anderem den Vorwurf, dass al-Kaida "sich mit dem Sudan, dem Iran und Hisbollah verbündet habe".

Die Schlussfolgerung ist, dass Iran und al-Kaida, trotz ihrer Differenzen, zusammenarbeiten können und dies auch tun, um einen, wie sie es sehen, großen Jihad gegen Amerika und seine Verbündeten zu führen. Sie sind keine Feinde. Vielmehr sind sie Rivalen, die dann zusammenarbeiten, wenn es ihren gemeinsamen Interessen dient.

Es wäre eine Verantwortungslosigkeit historischen Ausmaßes, wenn die amerikanischen und die anderen westlichen Führungen diese Tatsachen ignorieren, und es den iranischen Herrschen erlauben würden, nukleare Waffen zu erwerben; diese Waffen würden dann wohl eher früher als später Verwendung finden – durch den Iran selbst, oder indem sie an al-Kaida, Hisbollah oder andere terroristische Gruppierungen weitergegeben würden.

Der Verteidigungsminister Leon Panetta sagte in einem Interview in der vergangenen Woche, dass für den Fall, dass iranische Herrscher „so weitermachen, und dass wir geheimdienstliche Berichte erhalten, wonach sie dazu übergehen nukleare Waffen zu entwickeln, dann werden wir die Maßnahmen ergreifen, die nötig sind, um sie zu stoppen". War dies ein Bluff? Oder hat es einen Paradigmenwechsel gegeben – eine fundamentale Veränderung darin, wie die maßgeblichen Mitglieder der Obama Regierung von nun bestimmen, wer die Feinde Amerikas sind und wie diese vorgehen? Oder ist die Debatte über diese Fragen innerhalb der Regierung weiterhin am Laufen? Ich vermute, dass wir dies irgendwann im Verlauf des Neuen Jahres herausfinden werden.


Quelle: aro1.com

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