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Wassertaufe - nicht nur ein nasses Thema

Seminarunterlagen zur Wassertaufe

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0 Eine Vormerkung


Das Wort Gottes beansprucht:

„Ein HERR, ein Gott, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.“
Paulus in Epheser 4, 5

Diese Aussage ist  bekannt, voller Gehalt, schnell gelesen, doch ...

...auch ohne tiefgründige Analyse der christlichen Konfessionen sehen und erleben wir, dass die Lehre und die Praxis der Wasser-taufe zu den Problempunkten der heutigen Christenheit gehört. An der Lehre und Praxis der Taufe geht leider ein schmerzlicher Riss quer durch viele Konfessionen. Dieser Riss ist allerdings fast genauso alt wie es die christlichen Kirchen sind. Er umfasst Lehre, Verständnis und auch die praktische Handhabung der Wassertaufe.
Kurz einige Beispiele dazu:
Apostelgeschichte 2, 37 – 41:
Es war offensichtlich am Anfang des Christentums so einfach: Der Apostel Petrus hält eine Predigt. Im Anschluss daran werden 3000 Personen postwendend getauft, die mit ihrer Taufe eine persönliche Antwort auf das gehörte Evangelium geben.
Ebenso das Geschehen in Apostelgeschichte 8, 31 - 39
Der Evangelist Philippus trifft den äthiopischen Finanzminister, erklärt ihm (kurz) das Evangelium, der Äthiopier glaubt an das Opfer von Jesus Christus am Kreuz, er begehrt die Taufe und wird durch Philippus auch getauft.
Zu Beginn des 3.Jahrhunderts, als das Christentum Staatsreligion wird,  wird die Wassertaufe zunehmend als Sakrament verstanden. (Sakrament ist ein „Mittel“, das Gottes Gnade in einen Menschen bringt.) Danach tritt bald anstelle des im Neuen Testaments bei den zu Taufenden vorhandenen Glaubens an Jesus Christus der Glaube von Tauf-Paten und anderen Personen. Entsprechend ist es möglich auch ein Baby zu taufen. Taufe ist nicht mehr Reaktion auf das gehörte Wort – es ist ein mystisches Geschehen am Menschen.

Doch welche Konsequenz leitet sich daraus ab?
Zuerst ist unserer Gemeinde folgendes Bekenntnis wichtig:
Wir glauben nicht, die „allein selig machende Kirche“ zu sein.

Zweitens laden wir dazu ein, konsequent die neutestamentlichen Texte und biblischen Aussagen zur Taufe zu befragen und daraus persönliche Konsequenzen abzuleiten.

1. Begriffsabklärung

Wir lesen Johannes 3, 23:   „...Johannes (d.i. der sogenannte Johannes der Täufer) taufte zu Änon, nahe Salim, weil dort ........................ war.“

Die Menge des Wassers ist nicht unwichtig, denn „taufen“, Griechisch  baptizein, bedeutet so viel wie „tief eintauchen“, „untertauchen“.
Davon spricht sogar noch Martin Luther: „Ich wollte, man tauchte die, die getauft werden sollen, ganz tief ins Wasser, wie das Wort lautet.“ (Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche, 1520)

Von der Taufe des Johannes lesen wir in  Matthäus 3, 1 -13
(vgl. Mk 1, 1- 8 ; Lk 3, 1 – 18 ; Joh 1, 19 – 28 )

a) Dieser Taufe ging eine Reaktion auf die gehörte Verkündigung voraus  -  3, 1 – 5

b) Es war ein Passivgeschehen        3, 6

c) Der Taufe stand in Zusammenhang mit persönlicher Sündenerkenntnis.    3, 6 b

Selbst Jesus ließ sich taufen. 3, 13 – 17. Er wollte damit alle Gerechtigkeit erfüllen.

.....................................................................................................


2. Taufe – ein Thema des auferstandenen HERRN JESUS CHRISTUS für alle Gläubiggewordenen

Wir lesen Markus 16, 15 – 19

Vers 16: .........................................................................................

.......................................................................................................

Dass die Gläubiggewordenen auch getauft werden, war für den Auferstandenen (!) offensichtlich normal.

Nun klären wir, wie „Glauben“, „Taufe“, „Errettung“ und „Verdammnis“ zueinander stehen:
 

 

 

 

 

3. Der Weg zur Taufe:
3.1
    Wer sich taufen lässt, dem ist vorher das Evangelium
          bezeugt wurden, bzw. ihr/ihm  ist Jesus „begegnet“

Apostelgeschichte 8, 12

Apostelgeschichte 8, 35 – 38

Apostelgeschichte 9, 18

Apostelgeschichte 10, 44 – 48

Apostelgeschichte 16, 14 – 15 . 30 – 34

Römer 1, 16

1.Thessalonicher 1, 9 – 10


Diese Bibelstellen zeigen:
  • Die grundlegende Lebensveränderung durch den Glauben an Jesus Christus
  • Die praktischen geistlichen und äußeren Veränderungen im Leben dieser Menschen.

3.2.
   Gott öffnet diesem Menschen das Ohr, dass sie/er ...

... „von Herzen“ an Jesus Christus als Erretter glauben kann.
... ihr/sein Leben vor Gott bereinigte, d.h. die Sünde bekannte
... Jesus Christus die Herrschaft über das Leben übergibt und
... Heilsgewissheit empfängt.

(Heilsgewissheit: ____________________________________ )


Dieser Mensch wird durch den Heiligen Geist zu einem „Kind Gottes“, vgl. Römer 8, 15 - 16


Das vorgenannte Geschehen wird oft auch als Bekehrung
( vgl. Apostelgeschichte 26, 18 ) und Wiedergeburt ( oder auch Neugeburt genannt, vgl. Johannes 3, 3 ) bezeichnet.

Dieser Sachverhalt wird nachfolgend noch einmal schematisch dargestellt.

a)      Die Haltung des „natürlichen Menschen“ gegenüber Gott
         (1.Kor 2, 14)

seminar_wassertaufe1



b)     Das Wesen von Bekehrung und Wiedergeburt
seminar_wassertaufe2
 
      
 

           

        Gott schenkt als Antwort auf die Umkehr des Menschen zu
        Gott ein neues „Leben von oben“, vgl.
Johannes 3, 3


3.3.
   Der empfangene Glaube an Jesus Christus drängt zur Gemeinde von Jesus

Im Neues Testament wurden die Gläubigen der Gemeinde durch die Taufe hinzugetan. (Vgl. Apostelgeschichte 2, 41 ). Jesus Christus selbst fügt der Menschen in Seine Gemeinde ein. Und die Gemeinde wird überführt, eine Schwester, einen Bruder in Christus entdeckt zu haben.
 

3.4.
   Zusammenfassung
 
 WORT GOTTES
 GLAUBEN
 TAUFE
 Verkündigung  Bekehrung  Bekenntnis vor der
 
Gemeinde
 Hören  Heilsannahme  Leben in und mit
 
Der Gemeinde
 Annehmen im Glauben  Kindschaft im Heiligen Geist


4      Der Inhalt der Taufe   (Taufbekenntnis)

4.1 
 „HERR ist Jesus Christus“  Phil 2, 11

Mit seiner Taufe bekennt der Täufling, dass seit seiner Umkehr zu Jesus für sie/ihn nicht mehr die Sünde der Vergangenheit, irgendwelche Gefühle, Institutionen, menschliche Lebensphilosophien Zentrum des Lebens ist, sonder Jesus Christus. Allein dieser HERR Jesus Christus steht im Mittelpunkt der Taufe, den die Gemeinde verherrlicht.

4.2 
 Das Zeugnis nach Röm 6, 1 – 11

Wir machen uns mit dem Text vertraut. Eine zentrale Aussage zur Taufe steht in 6, 4. Hier vergleicht Paulus die Taufe mit einem „Begrabenwerden mit Jesus“.  Doch was geht diesem „Begräbnis“ voraus? Wann und wieso ist die zu taufende Person gestorben?

a) Röm 6, 6 Mit Christus wurde unser „alter Mensch“ gekreuzigt. Dieser von der Sünde beherrschte „alte Mensch“ starb mit Jesus am Kreuz, weil Jesus stellvertretend für die sündigen Menschen starb.  Der „Leib der Sünde“ ist demnach „gestorben“ – das gehört zum zentralen Glaubensgut des Christseins.

b) Röm 6, 4 b Als Jesus auferweckt wurde, wurden auch wir mitauferweckt. Dies dürfen wir im Glauben annehmen.

c) Rom 6,4 Die Taufe ist nun das „Begräbnis“. Erst ein Begräbnis trennt einen Gestorbenen von den Lebenden. So dokumentiert der Täufling, dass er durch Jesus Christus von seinem alten und sündigen Leben erlöst wurde und neues Leben in Jesus fand.

d) Röm 6,1  Die Freude des neuen Lebens zeigt sich im Leben!

Die Taufe ist also das Bekenntnis, dass ein Mensch durch Jesus Christus Rettung von seiner Schuld und dem „alten Menschen“ erfahren durfte.  Nun zeigt sie/er öffentlich an, dass sie/er im Glauben durch IHN ein neues Leben erhalten hat.

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