- Abendmahl
- Das Abendmahl, oder auch Herrenmahl genannt, ist eine Gedächtnisfeier, bei dem die Gemeinde erinnert wurde, dass Jesus Christus am Kreuz für alle Menschen gestorben ist, um die Menschen wieder mit Gott, dem Vater zu versühnen. Das Brot symbolisiert den Leib von Jesus, denn Jesus hat sein unschuldiges Leben für die Menschen geopfert. Der Wein symbolisiert das Blut von Jesus, das alle unsere Sünden tilgt, wenn wir sie ihm bekennen.
Außerdem erinnert uns das Abendmahl daran, dass Jesus Christus wieder kommen wird. Die Teilnahme am Abendmahl ist getragen von der Bereitschaft Jesus Christus in unserer Welt bekannt zu machen.
- Anti-Christus, Anti-Christen, Abfall von Christus
-
Endzeit – Zeit der Scheidung unter den Nachfolgern von Jesus Christus
In 1.Johannes 2, 18 – 21 spricht Gottes Wort vom „Anti-Christus“
und von „Anti-Christen“
Woher kommen die Anti-Christen?
Wie sind sie zu Anti-Christen geworden?
Der Anti-Christus ist eine „Geburt des Satans“
und wird einst erscheinen, um zu
versuchen, Jesus Christus zu besiegen und zu verdrängen. Aber was bedeutet der
Plural „Anti-Christen“?
Zur Erklärung:
Zuerst: Das Wort „Anti-“ bedeutet „an
Stelle“ , „gegen“, „entgegen“.
Wenn sich Menschen zu Jesus Christus
wenden, sich bekehren und nun Jesus Christus durch den Glauben in ihnen lebt
(Galater 2, 20), werden sie logischer Weise zu Christen. In Christen lebt und
wirkt Jesus Christus durch Sein Wort und Seinen Heiligen Geist.
Nun kann es geschehen, dass sich Christen
für den Geist des Gegen-Christus (Antichristus) öffnen. Dies kann durch
bewusstes Abweichen vom Wort Gottes, durch bewusstes Verharren in Sünde usw.
geschehen. In Folge dieses Abweichens von der Nachfolge Jesu werden sie mehr
und mehr vom antichristlichen Geist erfasst und können unter Umständen zu
Anti-Christen werden. Es sind dann Menschen, die gegen die wahren Nachfolger
von Jesus und letztlich gegen Christus wirken.
Bevor also der Anti-Christus als reale
Person erscheint, wirkt bereits dessen antichristlicher Geist und möchte jesusgläubige
Menschen von Jesus Christus wegziehen und zu Anti-Christen formen.
Deshalb spricht Gottes Wort Gottes, dass
es vor dem Wiederkommen von Jesus Christus einen großen „Abfall von Jesus“
geben wird. (vgl. dazu 2.Thessalonischer
2, 3)
Dieser Abfall ist von zwei Merkmalen
gekennzeichnet:
a) Theologische Merkmale des Abfalls
Verleugnung des Vaters und des Sohnes
(1.Johannes 2, 22 - 23)
Leugnung, dass Jesus als Mensch gelebt
hat (1.Johannes 2, 23; 4, 3) (Hinweis: Wenn Jesu Menschwerdung geleugnet wird,
gibt es auch keine wahre Erlösung am Kreuz und kein Opfer für die Sünder!)
Leugnung der Wiederkunft von Jesus
Christus (2.Petrus 3, 4) (So wird die Wiederkunft von Jesus meist dadurch geleugnet,
wenn die leibliche Auferstehung von Jesus aus den Toten abgelehnt wird.)
b)
Moralische Merkmale des
Abfalls
Irrlehre führt immer von Jesus Christus weg und ebnet den Weg zu
moralischem Niedergang. Eine solche Liste finden wir in 2.Timotheus 3, 1 – 5,
wo Paulus 18 Merkmale dieses Niedergangs aufführt.
- Ausdauer
-
Was
ist „Ausdauer“? Lies Hebräer
12,1+2
Der
Hebräerbrief spricht von einem
„Wettlauf, der uns verordnet ist“. Das christliche Leben gleicht also einem
Wettkampf und ist kein Spaziergang. Ausdauer ist die dritte Folgerung aus der
Anwesenheit einer Wolke von Zeugen. Es geht um ein zielstrebiges Unterwegssein
zum Ziel.
Die Ebenen dieses
Wettlaufs:
Persönlich,
im eigenen Leben
Persönlich,
im personellen Nahbereich
Persönlich,
in /mit der Gemeinde von Jesus Christus
Persönlich, in der
Welt
Alle
diese Bereiche hängen zusammen. Überall gibt es Bewährungsproben und erfordert
es Kraft. Deshalb gilt es:
Jede Bürde (erkennen) und ablegen
Die uns umstrickende Sünde zu erkennen und
ablegen
Mit Ausdauer laufen
Und
bei allen Bereichen gibt es „Zeugen“, d.h. Zuschauer, die uns sehen, die
registrieren und vielleicht auch kritisieren. Gerade auch in diesem Bereich ist
Ausdauer mit Blick auf das Ziel entscheidend.
Zeugen
sind nach dem NT keine bloßen Beobachter, die unbeteiligt dabei stehen. Ein
Zeuge gibt seine Wahrnehmung kund und tritt dafür ein. Durch sein Zeugnis mahnt
und stärkt er. Die Zeugen sprechen durch ihr eigenes Glaubens-Zeugnis
Mut zu und stärken.
Unter
Ausdauer versteht der Hebräerbrief
das Festhalten am von Gott geschenkten Glauben
an Jesus Christus.
Im
NT sonst noch:
Das
Anhalten und Aushalten unter dem Wort Lk
8,15
Das
Standhalten in der Drangsal Lk
21,19
Das
Ausharren in Anfechtung Hb
10,32.36
- Bath-Seba
-
Bath Seba - ein wichtige Frau aus dem Alten Testament
1. Die äußeren Gegebenheiten
Ihr Großvater ist
höchstwahrscheinlich Ahitophel (2.Samuel
11, 3; 23, 34), der ein Ratgeber Davids war (2.Sam 15, 12). Und dessen
Ratschläge galten bei David und Absalom soviel, als wenn man Gott fragte (2.Sam
16, 23) Er war später derjenige, der Absalom den Rat gab, die Nebenfrauen
Davids zu nehmen
Ihre Herkunft würde erklären, weshalb Bath Sebas Haus in
der Nähe des Königspalastes stand. Sie gehörte sicherlich zur Oberschicht der
Gesellschaft.
Ihr Name bedeutet „Tochter
der Fülle“ und bezeichnet den Eindruck
bei der Geburt, dass sie auf vielen Gebieten nicht kärglich ausgestattet
ist: Ihre starke Persönlichkeit, körperlich attraktiv, ihre Klugheit und
Geschicklichkeit.
2. Der verhängnisvolle Tag für die Soldatenfrau
. 1.Samuel 11
Dieses Kapitel zeigt David
als souveränen Gebieter. Seine Unabhängigkeit von Gott ist seine Sünde. So
sieht er Bat Seba beim Bad zu. Sie wird als die Frau Urias bezeichnet. Sie wird
zu David geholt und muss ihm zu Willen sein. Die Bibel lässt offen, ob sie es
so wollte oder nicht. Frage: Hätte sie Widerstand leisten
können und sollen? Als sie David von
ihrer Schwangerschaft berichtet, gesteht sie ihrem Mann nichts. Und auch Davids
Versuch, die Schwangerschaft dem Ehemann zuzuschieben, scheitert.
3. Das Leben an Davids Seite
Dieser neue
Lebensabschnitt beginnt mit der
Totenklage über Uria und geht nahtlos über in die Ehe mit David. (2.Samuel 11,
26-27)
Dieses Leben bei David geht
weiter mit dem Bußruf des Propheten Nathan (12, 9-10).
Dieses Leben wird mit dem
Sterbensweg des gemeinsamen Kindes fortgesetzt. (12, 14 – 25) und findet
Entspannung in Salomos Geburt Gott selbst liebt den Salomo. Später hat noch
drei weitere Söhne (1.Chronika 3, 5).
4 Ehrgeizig sichert sie Salomo den Thron (1.Könige 1,
28-31)
- Bekenntnis
- bedeutet:
- Die persönliche Sünde vor Gott bekennen
- Den persönlichen Glauben den Mitmenschen bekennen
- Sich zu einer Gemeinde bekennen
- Christus
- Christus heißt übersetzt "(zum König) Gesalbter".
Es bedeutet, dass Jesus von Gott beauftragt und bevollmächtigt redet und handelt und Gottes Herrschaft in der Welt aufrichtet.
Christus ist der gekreuzigte König, der auferstandene und kommende Gottessohn, der Weltrichter und Herr.
- Danken
-
Was
ist „Dankbarkeit“?
Wann
danken wir, bzw. wann bedanken wir uns?
Natürlich
gibt es im alltäglichen Leben einen einfachen Gebrauch des Wortes „danken“
und „Dankbarkeit“: bei erfahrener Hilfe
u.a.m. vgl. Ac 28,15; 1.Tim 1,12
Im
AT und NT ist der Begriff „danken“, „Dankbarkeit“ sehr nahe an den Begriff
„ehren“, „verherrlichen“ angesiedelt und bezeichnet u.a. auch eine Haltung der
höher gestellten Person gegenüber.
Deshalb
bezeichnet Dankbarkeit im NT zuerst eine Lebenshaltung Gott gegenüber. Röm
1,21. Gott verherrlichen und IHM Dank darbringen ist Ausdruck des neuen Lebens
in Jesus Christus. Gottes Wort betrachtet Undankbarkeit aus einem anderen
Blickwinkel. Undankbarkeit ist etwas Übles.
Wie
geschieht dieses „dankbarsein“ / „Danksagung“ praktisch?
Danksagung
zieht sich deshalb durch das neue Leben mit Jesus Christus und ist nicht ohne
das zu verstehen. Es wird zuerst im Gebetsleben sichtbar und prägt von nun an
das Leben und das Gebet der Gotteskinder:
Kol
3, 15; seid dankbar
Heb
12,28: Lasst uns dankbar sein
Eph
5,4
Phil
4,6
Kol
4,2; 2,7
1.Tim
2, 1
Dankbarkeit
prägt die Gedanken gegenüber anderen:
Röm
1,8; Phil 1,3
- Dienst und Dienen
-
Was ist Dienen“ und „Dienst“ ?
Welche Begriffe sind anstelle
von „Dienst / Dienen“ getreten?
Mitarbeiten / MitarbeiterIn
Es gibt einen Unterschied
zwischen „Mitarbeit“ und „Dienst“
Dienst ist bei Jesus eine Gesinnung
und Haltung
Dienst ist bei Jesus nicht
zuerst das Erledigen von Aufgaben und Diensten. Das Tun des Dieners wird vom
Sein des Dieners überragt. Lk 22,27
Mt 20,28; Dienst war für Jesu
„Sein Leben zu geben“. Die Kraft für Dienst kommt nicht aus dem Menschen. Sie
wird im Umgang mit Jesus gelernt. Ein
Diener ist jemand, der mit Jesus Christus lebt und hier seine Motivation her
bezieht. (Siehe Phil 2, 7)
Die Dienstgesinnung Jesu
wird auch an Jesu Nachfolger gesucht (vergleiche 1.Kor 4, 1-2)
Dienst um fasst unser
gesamtes Sein und Haben: Lk 8,3
Dienst verbindet: Kol 1,7
Von Gott Empfanges drängt zum
Dienst: 1.Pt 4, 10
Welche Bezugpunkte haben „Dienst“ und
„Dienen“?
Eine moderne Gefahr besteht
darin, dass vorhandene Fähigkeiten und Begabungen gleich als Hinweis für einen
Dienst genommen werden. Das NT kennt aber aus meiner Sicht durch ein
Zusammenspiel von Fähigkeiten,
Motivation und Bewährung in seinem Dienst und der Dienstgesinnung.
- Endzeit
-
Nach Hebräer 1, 2 bezieht sich „Endzeit“ und „Letzte Tage“ auf die gesamte Zeit zwischen dem Leben von
Jesus auf dieser Erde und seiner Wiederkunft.
An dieser Stelle sollten wir hören, dass
das Griechische Wort für „Ende“ auch „Ziel“ und „Vollendung“ bedeutet.
„Endzeit“ ist demnach auch „Ziel-Zeit“. Gott führt und bringt die Geschichte der Menschheit,
der Gemeinde, des Universums usw. zum Ziel! Und ER sucht Menschen, die Seine
Ziele erkennen und entschieden dafür leben
Endzeit – ist täglich und sie ist „Heils-Zeit“ 2.Korinther 6, 2
Aus diesem Vers leiten sich die heute als antiquiert
empfundenen Begriffe „Gnadenzeit“ und
„Tag des Heils“ ab. (Luther übersetzte einst so.)
Christen erkennen, dass aus Gottes Sicht (!) „das
Typische“ an der Endzeit nicht Gerichte,
Untergang und Nöte sind, es ist Gottes Angebot der Rettung (Heilsangebot) in Jesus Christus. Dies Angebot
für jeden Menschen bedingt den dringlichen und den mahnender Charakter der biblischen
Aussagen über die Endzeit! Vgl. Römer 1, 16 – 18
- Erlösung
-
Erlösung
- Wem gehörst du?
Ein
biblisches Wörterbuch erklärt „Erlösung“ wie folgt: „zurückkaufen“ oder „gegen ein Lösegeld befreien“
Dieser
Begriff stammt aus der Antike und bezeichnet
den Freikauf einer Sklavin oder eines Sklaven.
Und
genau diesen Begriff verwendet die Bibel für die Wirkung des Sterbens von Jesus
am Kreuz. Durch diesen Tod an unserer Stelle hat ER uns „erlöst“. Wir lesen 1.Petrus
1, 18 – 22
Als
Jesus am Kreuz für unsere Schuld und
Sünde mit seinem Blut bezahlte, hat er den Preis für unsere Sünde und Schuld
vollkommen bezahlt. Als ihn der Vater im Himmel drei Tage später auferweckte,
bewies dies, dass Gott selbst diesen Preis
anerkannte und dass damit die
Erlösung vollendet war.
Aber wir sollten auch fragen: Was macht dann die Sklavin, der Sklave nach
dem Freikauf? Deshalb fragen wir nach dem Zweck der Erlösung. Dies lesen wir in
den Versen 21 b und 22 von 1.Petrus 1. Geben Sie sich darauf selbst die Antwort.
- Erwählung
-
„Erwählung“
Biblische Belege für
„Erwählung“
Schon
im AT hat Gott Menschen (Abraham, vgl. Neh 9,7) gerufen. Doch die Auswahl
Gottes geht zu Isaak und nicht zu Ismael.
(vgl. Röm 9,7-8), danach wird Jakob vor Esau erwählt (vgl. Röm 9,11-13),
ohne, dass ein menschlicher Vorzug eine Rolle spielt. Danach wählt Gott ein
ganzes Volk (Dtn 7,6).
Auch
im NT gibt Erwählungsgedanken:
Saul
von Tarsus wird nicht nach einer Entscheidung gefragt! Vgl. Ac 22,10: ...was
dir zu tun verordnet ist...“ oder 26,17: „Ich werde dich herausnehmen
aus dem Volk und den Nationen...“
„Erwählung“
kommt mit seinen artverwandten Begriffen mehr als 70x im NT vor. Beispiele:
(meist „Auserwählte“) Mt 24,31 ; Lk18,7; Röm 8,33; Röm 11,7; Kol 3,12; 2.Tim
2,10; Tit 1,1
„Erwählung“ zum ewigen Leben / ewigen
Errettung
Vgl.
Eph 1, 4+5; Ac 13,48 (vgl. 2.Tim 1,9;
Joh 6,65; 15,16) Röm 8,30f.; Wenn ein Mensch zu Gott findet, steh dahinter
allein Gottes gnädiges Wirken. Vgl. Röm 9,16!
Aber
spielt nicht doch der „freie Wille“ eines Menschen zur Entscheidung eine Rolle? Erwählung oder „Freier Wille“?
Vgl.
wir 1.Kor 2,14; Menschen können sich verstandesmäßig entscheiden haben einen
Willen, sogar oft den Willen, Gutes zu tun. Aber sie haben keinen Willen,
Göttliches zu tun. Ja, alles Wollen und Trachten des Menschen entspringt dem
Widerwillen gegen Gott. (Gn 8,21; Rö 3,10-12.17-18) Aber steht nicht auch Ac
22,17 im NT? Woher kommt also der Wille,
Gott zu suchen? Ph 2,3; Ac 16,14;Ac 17,17; Eph
2,8f.:
Erwählung
will freie Offenbarung der Gnade verstanden sein. Gibt es dann aber auch
Menschen, die nicht erwählt sind?
- Evangelium
- Evangelium d.h. "frohe Botschaft" und ist die gute Nachricht von Jesus Christus: seinem Kommen in die Welt, seinem Handeln und Lehren, seinem Sterben und Auferstehen und von seiner Wiederkunft.
- Frucht
-
Was
verstehen wir unter dem biblischen Begriff „Frucht“?
Behauptung: Der biblische
Befunde über „Frucht“ und „Frucht bringen“ hinterfragt unser Leistungs- und
Erfolgsdenken. Denn Frucht ist nicht machbar – sie wächst oder nicht. Sie ist
nicht zuerst Folge oder Resultat einer menschlichen Leistung. Unsere
erfolgsorientierte Lebens- und Glaubenspraxis: Wir setzen uns ein Ziel und
versucht es trotz aller Widerstände zu erreichen. Frucht ist eben Folge einer
Saat, die wir weder selbst machen noch hinsichtlich ihrer Wirksamkeit
manipulieren können. Klar, es gibt Regeln für das Wachstum –aber das sind auch
keine zwangsläufigen Voraussetzungen.
A) Ntl. Grundlagen für ein fruchtbares
Leben
1.
Frucht ist der Lebensgrundlage Röm
6,20.21.22 (Mt 7,17)
2.
Jesu Sterben als Grundlage für unsere Frucht
Joh 12,24
3.
Gute Frucht ist Folge einer Beziehung zu Jesus (Joh 15,2-5)
4.
Gute Frucht dient der Verherrlichung Gottes:
Joh 15,8;
5.
Gute Frucht ist Folge der Erwählung und Setzung
Jesu.
( Joh 15,24)
6.
Umgang mit dem Wort als Basis für alle Frucht: Mt 13,23
B) Die ntl. Beispiele für Frucht
1. Frucht des Lichtes Eph 5,9
2. Frucht des Geistes Gal
5,22
3. Frucht der Lippen Heb
13,15
4. Frucht der Gerechtigkeit Hebr 12,11
- Geist
- Begegnet uns im Neuen Testament in zwei Bedeutungen:
- Der Geist Gottes oder auch Heiliger Geist genannt
- Der Mensch hat Leib, Seele und Geist (u.a. 1.Thessalonischer 5, 23)
Heiliger Geist:
- Der Heilige Geist ist die Auswirkung Gotteskraft in unserem menschlichen Leben.
- Der Heilige Geist wird bei dem Glaubensbekenntnis durch die Wassertaufe empfangen. Er ist die Verbindung zwischen dem Menschen und Jesus Christus. Er leitet das Handeln und Denken eines Christen.
- Gemeinsam mit Gott-Vater, Gott-Sohn bildet der Heilige Geist den dreieinigen Gott.
- Der Heilige Geist wirkt an den Menschen (Johannes 16, 8 - 9; Apostelgeschichte 2, 17)
- Der Heilige Geist führt einen Menschen zur Bekehrung/Glauben an Jesus und erfüllt ihn. (Epheser 1, 13)
- Der Heilige Geist will das Denken und Handeln der Christen bestimmen (Galater 5, 22)
- Der Heilige Geist schenkt Seine Kraft und formt so Menschen zu Zeugen von Jesus. (Apostelgeschichte 1, 8)
- Der Heilige Geist schenkt in der Gemeinde die Gaben des Heiligen Geistes. (1.Korinter 12, 6 - 11)
- Geistesfrucht
-
„Die Frucht des Geistes“ oder „Das Wesen Jesu in uns“
Liebe, Freude, Friede, Geduld/Langmut, Freundlichkeit,
Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung
1. Der geistliche Hintergrund für wachsende Geistesfrucht
Früher erlebte ich folgendes:
Immer wenn ich richtig bedrückt aus einer Predigt gekommen bin, dann war meist
vorher über „Geistesfrucht“ gepredigt worden. Und ich merkte all den Mangel und
was fehlte. Der Hintergrund: Ich bemühte mich wieder um geistlichen Sieg, aber
es erreichte nichts.
Der geistliche Hintergrund ist
der Spannungsbogen:
Fleisch – Geist; Gesetz –
Evangelium. Es geht bei der Frucht des
Geistes nicht nur um Eigenschaften, wie Liebe, Freude usw. Viele Dinge können auch aus eigener Kraft und
Anstrengung gelebt werden. Das Reich Gottes hat aber als Quelle den Geist
Gottes, der geistlich leben lehrt. Vgl. 6, 24.
Beispiel: Liebe wird als Liebe in einer kalten und liebesarmen Welt erlebt.
Der Geist Gottes lehrt solches Leben.
Der HG geht in Bezug auf
Frucht auch keine Kompromisse ein. Hier wird nichts gegeneinander ausgespielt.
Das eine ist so wichtig wie das andere. Und auf nichts kann verzichtet werden.
2 Das Ziel: Das
Ausleben des Reiches Gottes und das Ausleben der erlebten Erlösung in Kraft!
Das Reich Gottes will
ausgelebt werden und die Frucht des Geistes ist das Weiterreichen der selbst erlebten Gnade. Den
Menschen wird vorgelebt, was man bei Jesus erlebt und erfahren hat und für wen
man steht.
Beispiele: Diese geistliche
Form der Sanftmut ist immer eine gelernte Sanftmut (Mt 11, 29-30) So bekennt
der Sanftmütige auch immer sein Bedürfnis von Jesus zu lernen.
Die Liebe Gottes können wir
anderen Menschen zwar bezeugen, aber Lieben vorleben können wir den Menschen in
praktischen Lebenssituationen. Vgl. Liebe – und Lk 6, 35!
3 Das Wesen Jesu wird auch immer wieder konkret
Die Geistesfrucht in konkreter
Form.
- Gewissheit
-
Was ist eigentlich „Gewissheit“
Wir umreißen den Begriff und benennen
Parallelausdrücke:
wissen – gewiss sein – Sicherheit – sicher
sein – feste Überzeugung haben – unerschütterlich fest -
Auf jeden Fall ist die biblische Gewissheit
nicht mit der (menschlichen) Selbstsicherheit zu verwechseln. Nun ist es aber
so, dass auch Christen die menschliche Selbstsicherheit mit biblischer
Gewissheit verwechseln können. Was ist der Unterschied zwischen
„Selbstsicherheit“ und bibelgemäßer „Gewissheit“? (Selbstdarstellung –
Christusabhängigkeit)
1 Die Evangeliumsverkündigung ist eine
Frage nach der
inneren Haltung 1.Thess 1,5 . Hier lesen wir,
dass die Verkündigung zusammenhängt mit Wort, Geist, großer Gewissheit seitens
der Verkündiger. Gewissheit ist also etwas, was die praktische Ausbreitung des
Glaubens betrifft. Vor der Verkündigung an Hörer wollen also Wort und Geist den
Verkündiger prägen mit Überzeugung, Vertrauen und Liebe prägen.
2 Gewissheit
ist wachstumsabhängig und Ausdruck des Glaubensstandes Rö 4, (18 – 20) 21 – Beispiel des Abraham
Es setzt gläubigen und gehorsamen Umgang mit
dem HERRN voraus. Gewissheit ist also Ausdruck für einen glaubensvollen Umgang
mit Gott und Ausdruck unseres Umganges mit den Zusagen unseres lebendigen
Gottes
3 Gewissheit ist Ausdruck unseres
Glaubens, was uns in Jesus Christus geschenkt ist. Hebr 10,22 (Luther: völliger
Glauben; Menge: in voller Glaubensgewissheit). Der Zusammenhang mach deutlich,
was uns nötig ist: gereinigtes Herz, sauberes Gewissen
4 Gewissheit
und unsere Haltung zur Zukunft zeigt Heb 6,11 mit dem Zusammenhang zwischen
Gewissheit und Hoffnung. Resignation ist ja oft eine verkleinerte Hoffnung.
5 Kol
2,2
- Glaube
- Glaube ist nicht nur das Fürwahrhalten eines Tatbestands, sondern:
- eine persönliche Beziehung zu Gott;
- Annahme seines Angebots, mich aus Sünde und Tod durch Jesus zu retten;
- Vertrauen zur Liebe Gottes;
- Verlass darauf, dass er mich führt.
Glaube ist mit Gott einverstanden, selbst wenn ich nichts verstehe.
- Gottesdienst - vom NT her gehört
-
1 Was
lehrt das NT zum Thema „Gottesdienst“?
Römer 12, 1 - 2; Eph 5, 19 -
20; Kol 3, 16 – 17.
Der Begriff „Gottesdienst“
meint im heutigen Sprachgebraucht das, was das NT als „Zusammenkommen“
beschreibt.Das NT spricht vorrangig vom
Zusammenhang zwischen dem „persönlichen Gottesdienst“ (Röm 12, 1 – 2) und dem
„Zusammenkommen“ der Glieder einer Gemeinde.
Die Elemente für den
„Gottesdienst“ werden Apg 2, 42 genannt. Alles „Dienen“ aber soll „im Geist“
geschehen. (Phil 3, 3) Weil das NT keine direkten Vorgaben für Form und Rahmen
eines Gottesdienstes gibt, ist dies wohl dem geistlichen Kreativität der
Gemeinde anheim gestellt. Das NT spricht aber sehr wohl über die Motive in
einer Gemeinde und im einzelnen Christen und gibt konkrete Hinweise für die
Gemeindeglieder und das Dienen in einer Gemeinde.
2 Dienen
und sich dienen lassen als Kernerfahrung in den Gottesdiensten
2.1 Der
Dienst von Jesus Christus an Seinem Leib
Ausgangpunkt ist der Dienst
von Jesus Christus, der seiner Gemeinde dient und sie zum Dienst stärkt. Diesen
Dienst dürfen Christen vor, während und nach den Gottesdiensten erleben. Aus
diesem Dienst von Jesus Christus wächst der Dienst der Christen. Sie dienen als
Menschen, denen Jesus gedient hat und die sich dienen lassen. Wir erkennen, dass dazu alle Glieder am Leib von Jesus Christus berufen sind und hierin
wachsen sollen. Dienst in einem Gottesdienst bedeutet für uns nicht automatisch
Aktivität und Aktionismus, sondern auch Stille; Zuhören; Offenheit, um Gott zu
sich reden zu lassen und Dienst zu empfangen.
2.2 Geben
und nehmen, zuhören und reden
Wir erkennen, dass in einem
Gottesdienst Dienen und sich Dienen lassen mit Geben und nehmen, auf Gott und
Menschen hören und reden zu tun hat.
“Dienst“ geschieht durch
Menschen, die als Brüder und Schwestern trotz ihrer Schwächen dienen oder sich
dienen lassen.
Durch Dienen im
neutestamentlichen Sinn wird Gottes Reich ausgebreitet. Es ist kein Aktionismus
oder Leistung, sd. das Wirken der Gnade, bei dem Gott allein alle Ehre gehört.
Vgl. Phil 3, 3
Wodurch wächst
Dienstbereitschaft? Sie wächst durch...
... So sehr liebt Gott die Welt, dass Er seinen
Sohn gab. Der Sohn war das Beste und Wertvollste, was
Gott hatte. Hieraus folgt die Erkenntnis, wie wertvoll
die Menschen sind und welch kostbarer Auftrag es ist,
der Gemeinde Gottes zu dienen. Es braucht die
Anteilnahme an dieser Liebe Gottes.
... Erkenntnis, dass Dienst das innere Wesen des
Leibes Christi ist siehe 1. Kor 12, 24b – 25
... Durch Verstehen dessen, was Gnade Gottes ist
1.Pet 4, 10
... Durch Sehen auf das Unsichtbare und nicht auf
das Sichtbare schauen 2.Kor 4, 18
... Durch praktische Verantwortungsübernahme!
... Durch Bleiben am Wort Gottes – Das Wort Wort
Gottes istimmer ein sendendes Wort!
Diese Dienstgesinnung
braucht Wachstum und ein Vorankommen in der Gnade
- Hagar - die erste Leihmutter
-
Hagar – die erste Leihmutter
1. Hagars
geistliches Lebensumfeld in Abrams Sippe
Genesis 16, 1 wird Hagar
erstmalig erwähnt. Es ist eine Zeit, in der Abraham noch Abram und Sara noch
Sarai hieß. Beider Namen wird erst in Gen 17, 1 – 16 geändert, also bevor Abram
Gott als „Allmächtigen“ (17, 1) kennen
lernte. Und nicht umsonst spricht 17,1 von zukünftigen Lebensstil Abrams –
gerade im Anschluss an die Erfahrung mit der Geburt Ismaels. Hagars Herrin und
Herr kennen Gott. Dessen Allmacht stehen sie noch recht blind gegen über. Und
genau diese geistliche Kurzsicht ist auch der Hintergrund für die Geschichte
Hagars und ihres Sohnes Ismael
2. Hagar, die
erste in der Bibel erwähnte Leihmutter
Nach Gen 16, 1 war Hagar Sarais
ägyptische Sklavin. In Gen 12, 16 wird erwähnt, dass Abram in Ägypten Sklaven
erhielt.
Wir beachten den Wortlaut in
16, 1: „...Sarai hatte nicht...sie hatte aber..“ Hagar war gemäß der Zeitsitte
einer Ware, bzw. einem Werkzeug gleich.
In 16, 3 wird Hagar „...ihm
zur Frau...“ gegeben. D.h. Hagar ist nicht zuerst Sklavin, sondern „Frau“. Als
Frau wird sie von Abram schwanger.
3 Hagars Umgang
mit ihrer neuen Situation (Gen16, 4 – 6)
Sie missachtet ihre Herrin,
der sie (endlich?) etwas voraus hat.
In V 5 wird plötzlich der
Konflikt von Sarai an Abram zurück gegeben und weitet sich zu einem
Spannungsfeld aus.
Folge dieses Konfliktes ist
eine menschliche Tragödie, denn Hagar wird durch Sarai gedemütigt, d.h.
schlecht behandelt, V6.
4 Die
Verstoßene wird dennoch gesegnet ( Gen
16, 7 – 16)
Auf der Flucht lagert sie an
einer Quelle, Dort wird sie vom Engel des Herrn nach ihrer Herkunft gefragt.
Und sie antwortet ohne Umschweife und sagt in allem die Wahrheit! Und genau in
dieser Situation wird ihr zweierlei gesagt: a) Dass sie sich unter Sarai
demütigen soll und b), dass ihr Sohn Ismael heißen soll und große Bedeutung
haben wird.
5 Hagars wird
in die Freiheit entlassen (21, 8 – 21)
Am Tag der Entwöhnungsfeier
für Isaak scherzt Ismael mit Isaak, d.h. er macht sich lustig über ihn. Und
sofort wächst wieder die Pflanze des Neides und der Eifersucht in Sara (!). Und
Sara fast den Entschluss, Hagar mit ihrem Sohn zu vertreiben. Einerseits
bedeutet dies, dass Hagar frei gelassen wird, andererseits bedeutet das einen
harten Überlebens-kampf in der Wüste.
Doch dieses Mal fragt Abraham
zuerst Gott, der ihm seine Zustimmung gibt. Aber diese Austreibung scheint für
Hagar tödlich zu enden. (21, 14 – 21) Doch Gott nimmt sich der beiden an und
rettet sie.
Der letzte Satz über Hagar,
21, 21 erwähnt Hagar, dass sie ihrem Sohn eine Ägypterin nimmt. Vielleicht hat
sie von den hebräischen Nomaden ein für alle Mal den Kanal voll...
- Heiligung
-
Wenn ein biblischer Begriff
untersucht wird, kann man zwei sich Fragen stellen:
a) was ist es (was sagt die Bibel über diesen Begriff)
b) wozu ist diese Sache gedacht.
b) W o z u ist Heiligung gedacht? (wir sollten
zuerst
auf diese Frage eingehen,
gerade weil meist nur die Frage a) geklärt wird. Hier kann ein Blick auf Jesus
helfen.
Dazu die Frage: Hatte es Jesus nötig, geheiligt zu werden?
Ja, siehe Joh 10, 36
Heiligung hat also die
Bedeutung „aussondern und in einen Dienst für Gott stellen“. So wurden auch im AT Geräte „geheiligt“, d.h.
„ausgesondert“, also dem profanen Gebrauch entzogen und in Gottes Dienst
genommen. Bei Jesus ist es ähnlich. Seine Sendung entsteht durch seine
Heiligung (Aussonderung). Diese Heiligung gibt Kraft, „heilig“ zu leben.
a) W a s ist Heiligung?
Für Christen gibt es zwei
Brennpunkte der Ellipse namens Heiligung.
a) geheiligt in Christus b) die persönliche
Heiligung
1.Kor 1, 2 Hbr 12, 14
„Geheiligt“ heißt, dass durch
Jesu Opfer aus Sündern vollkommen gereinigte Gotteskinder wurden.
Aber nach 1.Kor 1,2 werden
Gotteskinder als „Geheiligte“ bezeichnete und gleichzeitig sind sie „berufene
Heilige“. Sie sind es und sind es dennoch nicht aus sich selbst, sondern durch
Gottes Ruf geworden.
- Hölle
-
Was sagt die Bibel über die endzeitliche „Hölle“?
1 Welche Umstände zum heute vorherrschenden Verständnis
von Hölle beitrugen
Nicht die Bibel, sondern skurrile
Karikaturen und Witze haben die Vorstellungen über die Hölle bei vielen unserer
Zeitgenossen geprägt. Deshalb ist auch an dieser Stelle zu fragen, was die
Heilige Schrift unter „Hölle“ versteht.
Zuerst ein kurzer Hinweis zur
Entwicklung des Wortes „Hölle“:
Der
Begriff „Hölle“ wurde vorrangig
im Mittelalter vom damaligen Weltbild geprägt und leitet sich von „hehlen“ ab,
was so viel wie „verbergen“ bedeutet. (Das Wort „Höhle“ steht dem nahe.) So
verstanden auch die reformatorischen Bibelübersetzer des Mittelalters unter „Hölle“
schlicht einen verborgenen Ort, den sich kein Mensch recht vorstellen kann.
Aber es begannen sich alte philosophische Vorstellungen einzumischen: Da in
jener Zeit ein dreistufiges griechisch-römisches Weltbild mit den Bereichen
Himmel – Erde – Unterwelt vorherrschte, war der Himmel Aufenthaltsbereich für
Gott, die Engel und die Seligen gedacht, die Erde gehörte Menschen, Pflanzen
und Tieren und die „Unterwelt“ (Romanisch „Inferno“) war der Bereich für den Teufel, seine Dämonen
und böser Toten-Geister. Diesem Weltbild wurden diverse Bibelstellen zugeordnet
und oft bunt miteinander vermischt.
Auswirkungen dieser Weltsicht prägen das
Denken vieler Menschen bis heute, wenn sie an Hölle denken. Hölle ist für sie
der Bereich des Teufels. Und da für viele heute lebende Menschen der Teufel
kein Thema ist, formen Witze und Karikaturen die Vorstellung über die Hölle.
Während „gute“
Menschen zu Gott in den Himmel dürfen,
müssen die bösen „nach unten“.
Außerdem wirkte im Mittelalter ein
weiteres Faktum: Die reformatorischen Übersetzer der Bibel fanden in den
Griechischen Texten des NT das Wort „Hades“ (Totenreich). Da dieser Begriff in
der griechischen Mythologie auch der Name für das Totenreich und den Todes-Gott
war, wollten sie Verwechselung mit dem antiken heidnischen Götter- und
Totenkult vermeiden und übersetzten an vielen Stellen, wo „Hades/Totenreich“
steht, „Hölle“. Sie meinten damit jenen
„abgegrenzten Raum“ für die Verstorbenen in einer Unterwelt im Sinne des damals
vorherrschenden Weltbildes aus der heidnischen Antike. Doch mit dieser
Übersetzung kam es zu einer
Überschneidung mit anderen Begriffen („Gehenna“ und „Feuersee“), die ihrerseits
im eigentlichen Sinne eine Straf-Hölle bezeichnen. Diese vielen Begriffs- und
Deutungsüberschneidungen sowie ein Weltbild, das der Bibel fremd ist, haben
letztlich dazu beigetragen, das biblische Verständnis von „Hölle“ zu erschweren
und öffneten vielen Spekulationen und Irrungen Tür und Tor.
Deshalb müssen wir zuerst ein häufig
anzutreffendes Missverständnis klären.
Die Hölle (Gehenna) ist nicht der Ort,
wo Satan wohnt. Es ist der feurige Abgrund, in den Satan
einst geworfen werden wird (Offenbarung 20, 10). Denn Hölle ist im NT der Ort der endzeitlichen Strafe nach dem
letzten Gericht für den Satan, dessen Anti-Christus, des Anti-Geistes (falscher
Prophet), aller Dämonen und der Gottlosen.
Davon
abzugrenzen ist das einmal vergehende Totenreich (Hades).
2 „Hades“ und „Gehenna“ – zwei
wichtige neutestamentliche Begriffe
Zu beiden Begriffen drückt sich die Bibel
sehr vorsichtig aus. Dieser inneren Vorgabe folgen wir.
2.1 Was ist
„Gehenna“?
Zuerst ist „Gehenna“ die Griechische
Bezeichnung für ein Tal südlich von Jerusalem, im dem zu Zeiten der Könige Ahas
und Manasse grausame Kinderopfer gebracht wurden (2.Könige 23, 10; 1.Chronika
28, 3; 33, 6), also ein Ort, mit dem sich Schlimmes verbindet.
Jesus (!) sprach von
„Gehenna“ als einem Ort des göttlichen Strafgerichtes für die
„Verdammten“ (Markus 9, 43). Dieser Ort ist nicht irdisch. Dieses strafende
Feuer ist für den Satan, dessen Anti-Christus, den falschen Propheten und für
den Tod bestimmt (Offenbarung 19, 10: 20, 10). Den Ort bezeichnet Jesus auch
als „Finsternis“ (Matthäus 22, 13; 25, 30).
„Gehenna“ ist aber ein Ort über den Gott
bestimmt. (vgl. Matthäus 10, 28).
Diese Gehenna-Hölle untersteht Seinem
Willen und demnach nicht der derzeitige Aufenthaltsort Satans.
Die zuletzt genannte Bibelstelle zeigt
auch, wozu „Gehenna“ erwähnt wird: Diese
Bibelstellen sollen helfen, die Gewissen der Gläubigen wach zu rütteln und ein
einseitiges Verständnis von einem „lieben“ Gott relativieren und Gottes Liebe
nicht gegen Seine Gerechtigkeit und Heiligkeit aus zu spielen.
Im Gericht über die Toten, dem
sogenannten letzten oder „jüngsten“ Gericht werden alle, „...die nicht im Buch des Lebens“ stehen, diesem Ort
des Gerichtes übergeben. Davon, dass es eine „Erlösung“ aus diesem Ort des
Gerichtes gibt, sagt die Bibel nichts.
2.2 Was ist der „Hades“ („Totenreich“) ?
Gottes Wort spricht auch hiervon nur
sehr vorsichtig und lehrt keine „Geografie des Jenseits“.
Wir lesen 10mal von „Hades/Totenreich“
im NT. Dieser Begriff ähnelt dem im AT gebrauchten Begriff „Scheol“ (z.B.
Jesaja 14, 9 – 11) und wird dort nicht selten mit „Grube“ wider gegeben.
Im NT bezeichnet „Hades/Totenreich“
einen Bereich, der den Verstorbenen vorbehalten ist. Lukas 16, 22 – 26 spricht
ausdrücklich von zwei verschiedenen Bereichen im Totenreich, die unüberbrückbar
voneinander getrennt sind. (Jesus spricht in Lukas 16, 22 ff. ausdrücklich
nicht von einem Gleichnis. Deshalb kann in seinen Ausführungen eine vorsichtige
Beschreibung des Totenreiches gesehen werden.)
Der Sieg von Jesus und seine
Auferstehung hat Ihn ausdrücklich auch Herrschaftsvollmacht über die Toten
gegeben. Also hat der Sieg von Jesus auch Auswirkungen auf den „Hades/Totenreich“, vgl. Offenbarung 1,
18.
- Isebel - Verführerin
-
1 Die Bedeutung
für uns heute Offenbarung 2, 20
Sie ist ein Ur-Bild der
Verführerin: Vgl. 1. Kö 21, 25 – 26
2 Ihr Eintritt
in Israels Geschichte 1. Kön 16, 31 - 32
Sie kommt aus dem Bereich
Sydon/Tyrus und ist die Tochter des dortigen Königs. Dort herrschte der
Baalkult und der Kult der Astarte, die in Israel als Aschera bekannt ist.
Sie nimmt sofort Einfluss, in
dem sie von Anfang an ihre religiösen Vorstellungen umsetzt: 1.Kö 16, 32.
Außerdem baut sie sich eine
umfassende religiöse Kulisse auf: 1.Kön 18, 19: Sie versorgt persönlich 450 Priester des Baals und 400
Priester der Aschera. Damit besetzte sie alle wichtigen Dörfer und Städte
Israels und konnte so Einfluss auf religiösen Empfindungen der Menschen nehmen.
3 Ihre Ablehnung
des Gottes Israels: 1. Kön 18, 4
Hier sei darauf hingewiesen,
dass sie nicht Israels Priester ausrottete, sondern „nur“ die Propheten –
weshalb wohl?
Dabei lässt sie sich durch
keinerlei Rückschläge aufhalten. Sie geht rigoros gegen die Propheten Gottes
vor. 1.Kön 19, 1 – 3.
Dies dürfte ihre innere
Entschiedenheit und ihre konsequentes Wesen zeigen.
4 Brillant – in
ihrer Bosheit 1.Kön 21, 1 – 16
Ihr geschicktes Vorgehen
zeigt, dass jede Begabung, hier ihr Organisationsgeschick zwei Seiten hat. Es
lässt sich zum Guten oder auch dem Bösen einsetzen.
Und genau in diesem
Zusammenhang – auf Nabots ehemaligen Grund erfährt Ahab, wie Gott mit ihm
verfahren wird. 1.Kön 21, 21 - 26.
Von da an ist ihr Ende und
Ahabs Ende beschlossen, wenn auch Ahab wegen seiner Buße in gewisser Weise
verschont wird
5 Ihr Tod: 2.Kön 9, 30 – 37
Ausführlich wird ihr Tod
beschrieben. Es ist wie ein Fanal der Folge von Ungerechtigkeit.
- Lea - ein wunderbarer Mensch
-
Lea – eine Beispiel für geistliches Wachstum
1 Die
Not der älteren Schwester 1.Mo 29, 16 - 20
Als Jakob nach Haran kommt,
hat er als ersten Menschen Rahel gesehen
und er hat von Anfang an nur Augen für Rahel. (1.Mo 29, 3 –11). Und Jakob wird
die Aufenthalt in Haran nur um Rahels willen leicht und er dient aus Liebe für
Rahel seinem Onkel sieben Jahre. (29, 19-20)
Die Not der älteren Schwester:
- sie war nicht schön,
- sie hatte matte Augen
(sehschwach, blind?)
- sie war möglicherweise
deshalb auch eingeschränkt, die
Schafe zu hüten.
Frage: Welche Gefühle bewegen eine solche junge Frau?
2 Die
Not der weniger geliebten Ehefrau (29,
21 – 30)
Lea wird dem Jakob in einer
Nacht- und Nebelaktion dem Jakob untergeschoben. Nach damaliger Sitte durfte
Jakob sie nicht verstoßen, aber er fühlte sich nicht verpflichtet, sie zu
lieben. Eigentlich hat Jakob dem Laban sieben umsonst gedient (vgl. (29,
30)
Nach sieben Tagen Ehe wird die
Hochzeit mit der geliebten Rahel gefeiert. Von da an war Lea weniger geliebt als Rahel. Lea war
wahrscheinlich mehr Arbeiterin als Ehefrau.
3 Lea wächst im Glauben und wird ein bleibendes
Vorbild (29, 31 – 35)
Die Namen der Söhne Leas
spiegeln das innere Empfinden, ihre Wünsche und Erwartungen Leas wider.
V 32: Ruben – Erwartung an
Jakobs Liebe
V 33: Simeon - „Erhörung“,
wegen der Zurücksetzung
V 34: Levi – Erwartung, dass
sich ihr Jakob zuwendet
V 35: Juda - Bekenntnis Leas bekennt: „Nunmehr / von
jetzt an will ich Jahwe preisen!“.
Die so lange durch ihren Mann
Jakob zurück gesetzte Lea wird im Augenblick der Geburt ihres Sohnes so mit
Freude erfüllt, dass sie Jahwe ihre Gelübde gibt. Damit drückt jadah weit mehr
aus als wir im Deutschen mit Dankbarkeit beschreiben können. Die Geburt ihres
Sohnes war für Lea gleichsam eine Wende im Leben. Sie sagt: „nunmehr /oder von
jetzt an will ich Jahwe preisen/loben...“ D.h. von nun an wird jadah Leas Leben
bestimmen und formen. Damit beschreibt jadah von nun an ihre zukünftiges
Verhältnis zu Jahre, ihrem Gott.
4 Lea - die Feilscherin (30, 9 – 21)
Als Lea sieht, wie Rahel dem
Jakob ihre Sklavin Bilha gibt, macht sie Gleiches mit ihrer eigenen Magd Silpa.
(30, 9 – 13)
Ist das: „Was du kannst, kann
ich schon lange!“?
VV 14-21: Das Feilschen um
Anerkennung und Einsetzung.
Lea verfällt wieder in ein
altes Muster, sich über die Kinder zu definieren. Und sie hat diesbezüglich
auch keine Hemmungen, sich ihres Sohnes
Ruben zu bedienen.
Offensichtlich können wir
einiges mit zu Anerkennung und Akzeptanz beitragen.
- Mefi-Boschet - behindet, verlassen, versorgt
-
Mefi-Boschet und seiner Lebensaufgabe 1.Chronika 8, 34
Nicht alles im Leben können
wir frei wählen! Manches ist vorgegeben – wie gehen wir damit um?!
Als Merib-Baal geboren wird,
ist ein großer Teil seines Lebens fest gelegt. Er ist der erste Enkelsohn des
Königs Saul, sein Vater ist Jonathan, der Thronerbe. Seine Aufgabe klingt in
seinem Namens an: "Streiter gegen Baal". Mit Baal verbindet sich der
lange Kampf Israels gegen einen anderen Glauben.
„Fallen gelassen“ ( 2.Samuel 4, 4)
Merib-Baal war 5 Jahre alt,
als zwischen Gilboa und Jesreel sein Großvater und sein Vater im Kampf fielen.
Er war der Thronerbe und damit gefährdet. Also nahm ihn die Amme und floh mit
ihm, er fiel und war von da an verkrüppelt und gelähmt. Seltsamer ist von da an sein Name anders:
Mefi-Boschet, d.i. „Verbreiter von Schande“. Mefi-Boschet war von diesem
Zeitpunkt an geprägt und behindert. Jeder kannte diesen neuen Namen, aber
Mefi-Boschet war unschuldig an seinem Ergehen.
Die Lebensaufgabe ist Illusion
geworden. Woher man diesen Schluss ziehen kann? Mefi-Boschet zieht sich ganz
weit zurück! Er geht nach Lo-Dabar (2.Samuel 9,4). „Lo-Dabar“ heißt „kein Wort“. Er ist im Hause Machirs, eines edlen
Menschen, der sich der Ausgestoßenen annahm (so auch Davids (17,27)
Nicht liegen bleiben (2.Samuel 9, 1 – 13)
Da fragt der König David, ob
noch jemand aus Sauls Familie vorhanden ist, an dem er Barmherzigkeit/Gnade
erweisen kann. David sucht Leute, deren er sich erbarmen kann. Er sucht solche
verfemten Menschen, die keiner haben will, die out sind. Die sich selbst nur
noch als „toten Hund“ bezeichnen (2.Samuel 9,8). Was ist die Folge für
Mefi-Boschet?
Er wurde täglich an des Königs
Tafel versorgt. (Der, den er bisher zu fürchten hatte, versorgt ihn)
Er erhielt Land und durfte für seinen Unterhalt
selbst sorgen. Das heißt, er wird versorgt, um andere zu versorgen!
- Miriam - redegewand, prphetisch, versuchlich
-
Miriam (1.Chronika
5,29)
Sie ist die Schwester von Aaron
und Moses. Sie sind aus dem Stamm Levi, dessen Berufung es war, kein Erbteil
unter den Stämmen Israels zu haben. Ihr Teil sollte Gott selbst und der Dienst
für Gott sein.
Der namenlose Eintritt in die Geschichte (2.Mose
2. 1- 8)
Sie tritt in die Geschichte
Gottes ein, als Israels Elend in Ägypten immer größer wurde. Sie erlebte
bewusst (!) die Schwangerschaft ihrer Mutter mit und die Geburt des Mose, der wie
Jesus von Anfang an vom Tod bedroht war. Sie erlebte die Suche nach Rettung für
ihren Bruder und die gnädige Hand Gottes. Die Pharaonentochter hatte Mitleid
mit dem Knaben. Sie klug und reaktionsschnell.
Sie musste mit erleben, wie
ihr älter gewordener Bruder am Hof des Pharao „abgeliefert“ wurde. Damit
„verschwand“ Mose für ca. 75 aus ihrem Leben.
Miriam, die Prophetin (2.Mose 15, 20 – 22)
Mit einem Mal wird an Miriams
Leben etwas deutlich, was in ihr gereift war: Sie ist eine Prophetin. Dieser
prophetische Dienst zeigt sich in zwei Bereichen:
a) Sie deutet dem Volk seine Rettung am Roten Meer
b) Sie ergreift das Tamburin und zieht alle Frauen in einen
gewaltigen
Lobgesang Gottes hinein.
Miriams Eifersucht (4.Mose 12)
Miriam benutzt ihren
Prophetendienst als Argument gegen das geistliche Übergewicht ihres Bruders
Mose. Ansatzpunkt ist die kuschitische Ehefrau des Mose. Offensichtlich
beansprucht Miriam auch für sich ein Recht auf geistliche Leitung. In etwa ist
die Eifersucht, die mit einem Schein des
Rechts den anderen herunter zu setzen sucht.
Miriam trifft aber auf einen
sehr demütigen Mose, der nicht für sich kämpft, sondern Gott zu Wort kommen
lässt. Das, was Miriam für sich beansprucht geschieht: Gott redet zu diesen
prophetisch begabten Geschwistern, an dessen Ende Miriam aussätzig ist. Ihre
Schmach wird öffentlich sichtbar. Erst durch Moses Fürbitte wird sie nach sieben
Tagen geheilt
Ihr Tod in der Wüste ((4.Mose 20, 1)
Auch Miriam kommt nichts ins
gelobte Land.