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“Der Mensch zu werden, zu dem ich geschaffen bin - das ist meine Lebensaufgabe!”
Ingrid Trobisch (1373)
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FCG-Wissen

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Abendmahl
Das Abendmahl, oder auch Herrenmahl genannt,  ist eine Gedächtnisfeier, bei dem die Gemeinde erinnert wurde, dass Jesus Christus am Kreuz für alle Menschen gestorben ist, um die Menschen wieder mit Gott, dem Vater zu versühnen. Das Brot symbolisiert den Leib von Jesus, denn Jesus hat sein unschuldiges Leben für die Menschen geopfert. Der Wein symbolisiert das Blut von Jesus, das alle unsere Sünden tilgt, wenn wir sie ihm bekennen.

Außerdem erinnert uns das Abendmahl daran, dass Jesus Christus wieder kommen wird. Die Teilnahme am Abendmahl ist getragen von der Bereitschaft Jesus Christus in unserer Welt bekannt zu machen.
Anti-Christus, Anti-Christen, Abfall von Christus

Endzeit – Zeit der Scheidung unter den  Nachfolgern von Jesus Christus

In  1.Johannes 2, 18 – 21 spricht Gottes Wort vom „Anti-Christus“ und von „Anti-Christen“

Woher kommen die Anti-Christen?

Wie sind sie zu Anti-Christen geworden?

Der Anti-Christus ist eine „Geburt des Satans“ und  wird einst erscheinen, um zu versuchen, Jesus Christus zu besiegen und zu verdrängen. Aber was bedeutet der Plural „Anti-Christen“?

Zur Erklärung:

Zuerst: Das Wort „Anti-“ bedeutet „an Stelle“ , „gegen“, „entgegen“.

Wenn sich Menschen zu Jesus Christus wenden, sich bekehren und nun Jesus Christus durch den Glauben in ihnen lebt (Galater 2, 20), werden sie logischer Weise zu Christen. In Christen lebt und wirkt Jesus Christus durch Sein Wort und Seinen Heiligen Geist.

Nun kann es geschehen, dass sich Christen für den Geist des Gegen-Christus (Antichristus) öffnen. Dies kann durch bewusstes Abweichen vom Wort Gottes, durch bewusstes Verharren in Sünde usw. geschehen. In Folge dieses Abweichens von der Nachfolge Jesu werden sie mehr und mehr vom antichristlichen Geist erfasst und können unter Umständen zu Anti-Christen werden. Es sind dann Menschen, die gegen die wahren Nachfolger von Jesus und letztlich gegen Christus wirken.

Bevor also der Anti-Christus als reale Person erscheint, wirkt bereits dessen antichristlicher Geist und möchte jesusgläubige Menschen von Jesus Christus wegziehen und zu Anti-Christen formen.

 

Deshalb spricht Gottes Wort Gottes, dass es vor dem Wiederkommen von Jesus Christus einen großen „Abfall von Jesus“ geben wird. (vgl. dazu  2.Thessalonischer 2, 3)

Dieser Abfall ist von zwei Merkmalen gekennzeichnet:

a)   Theologische Merkmale des Abfalls

Verleugnung des Vaters und des Sohnes (1.Johannes 2, 22 - 23)

Leugnung, dass Jesus als Mensch gelebt hat (1.Johannes 2, 23; 4, 3) (Hinweis: Wenn Jesu Menschwerdung geleugnet wird, gibt es auch keine wahre Erlösung am Kreuz und kein Opfer für die Sünder!)

Leugnung der Wiederkunft von Jesus Christus (2.Petrus 3, 4) (So wird die Wiederkunft von Jesus meist dadurch geleugnet, wenn die leibliche Auferstehung von Jesus aus den Toten abgelehnt wird.)

b)   Moralische Merkmale des Abfalls

Irrlehre führt immer von Jesus Christus weg und ebnet den Weg zu moralischem Niedergang. Eine solche Liste finden wir in 2.Timotheus 3, 1 – 5, wo Paulus 18 Merkmale dieses Niedergangs aufführt.

 

 

Ausdauer

Was ist „Ausdauer“?   Lies  Hebräer 12,1+2

Der Hebräerbrief  spricht von einem „Wettlauf, der uns verordnet ist“. Das christliche Leben gleicht also einem Wettkampf und ist kein Spaziergang. Ausdauer ist die dritte Folgerung aus der Anwesenheit einer Wolke von Zeugen. Es geht um ein zielstrebiges Unterwegssein zum Ziel.

Die Ebenen dieses Wettlaufs:

Persönlich, im eigenen Leben

Persönlich, im personellen Nahbereich

Persönlich, in /mit der Gemeinde von Jesus Christus

Persönlich, in der Welt

Alle diese Bereiche hängen zusammen. Überall gibt es Bewährungsproben und erfordert es Kraft. Deshalb gilt es:

Jede Bürde (erkennen) und ablegen

Die uns umstrickende Sünde zu erkennen und ablegen

Mit Ausdauer laufen

Und bei allen Bereichen gibt es „Zeugen“, d.h. Zuschauer, die uns sehen, die registrieren und vielleicht auch kritisieren. Gerade auch in diesem Bereich ist Ausdauer mit Blick auf das Ziel entscheidend.

Zeugen sind nach dem NT keine bloßen Beobachter, die unbeteiligt dabei stehen. Ein Zeuge gibt seine Wahrnehmung kund und tritt dafür ein. Durch sein Zeugnis mahnt und stärkt er. Die Zeugen sprechen durch ihr eigenes Glaubens-Zeugnis Mut zu und stärken.

Unter Ausdauer versteht der Hebräerbrief das Festhalten am von Gott geschenkten  Glauben an Jesus Christus.

Im NT sonst noch:

Das Anhalten und Aushalten unter dem Wort     Lk 8,15

Das Standhalten in der Drangsal                                  Lk 21,19

Das Ausharren in Anfechtung                           Hb 10,32.36

Bath-Seba

Bath Seba - ein wichtige Frau aus dem Alten Testament

1. Die äußeren Gegebenheiten

Ihr Großvater ist höchstwahrscheinlich  Ahitophel (2.Samuel 11, 3; 23, 34), der ein Ratgeber Davids war (2.Sam 15, 12). Und dessen Ratschläge galten bei David und Absalom soviel, als wenn man Gott fragte (2.Sam 16, 23) Er war später derjenige, der Absalom den Rat gab, die Nebenfrauen Davids zu nehmen

Ihre Herkunft  würde erklären, weshalb Bath Sebas Haus in der Nähe des Königspalastes stand. Sie gehörte sicherlich zur Oberschicht der Gesellschaft.

Ihr Name bedeutet „Tochter der Fülle“ und bezeichnet den Eindruck  bei der Geburt, dass sie auf vielen Gebieten nicht kärglich ausgestattet ist: Ihre starke Persönlichkeit, körperlich attraktiv, ihre Klugheit und Geschicklichkeit.

2. Der verhängnisvolle Tag für die Soldatenfrau . 1.Samuel 11

Dieses Kapitel zeigt David als souveränen Gebieter. Seine Unabhängigkeit von Gott ist seine Sünde. So sieht er Bat Seba beim Bad zu. Sie wird als die Frau Urias bezeichnet. Sie wird zu David geholt und muss ihm zu Willen sein. Die Bibel lässt offen, ob sie es so wollte oder nicht.  Frage: Hätte sie Widerstand leisten können und sollen?  Als sie David von ihrer Schwangerschaft berichtet, gesteht sie ihrem Mann nichts. Und auch Davids Versuch, die Schwangerschaft dem Ehemann zuzuschieben, scheitert.

3. Das Leben an Davids Seite

Dieser neue Lebensabschnitt  beginnt mit der Totenklage über Uria und geht nahtlos über in die Ehe mit David. (2.Samuel 11, 26-27)

Dieses Leben bei David geht weiter mit dem Bußruf des Propheten Nathan (12, 9-10).

Dieses Leben wird mit dem Sterbensweg des gemeinsamen Kindes fortgesetzt. (12, 14 – 25) und findet Entspannung in Salomos Geburt Gott selbst liebt den Salomo. Später hat noch drei weitere Söhne (1.Chronika 3, 5).

4  Ehrgeizig  sichert sie Salomo den Thron  (1.Könige 1, 28-31)

Bekenntnis
bedeutet:

  • Die persönliche Sünde vor Gott bekennen
  • Den persönlichen Glauben den Mitmenschen bekennen 
  • Sich zu einer Gemeinde bekennen
Christus
Christus heißt übersetzt "(zum König) Gesalbter".
Es bedeutet, dass Jesus von Gott beauftragt und bevollmächtigt redet und handelt und Gottes Herrschaft in der Welt aufrichtet.
Christus ist der gekreuzigte König, der auferstandene und kommende Gottessohn, der Weltrichter und Herr.

Danken

Was ist „Dankbarkeit“?

Wann danken wir, bzw. wann bedanken wir uns?

Natürlich gibt es im alltäglichen Leben einen einfachen Gebrauch des Wortes „danken“ und  „Dankbarkeit“: bei erfahrener Hilfe u.a.m.  vgl. Ac 28,15; 1.Tim 1,12

 

Im AT und NT ist der Begriff „danken“, „Dankbarkeit“ sehr nahe an den Begriff „ehren“, „verherrlichen“ angesiedelt und bezeichnet u.a. auch eine Haltung der höher gestellten Person gegenüber.

Deshalb bezeichnet Dankbarkeit im NT zuerst eine Lebenshaltung Gott gegenüber. Röm 1,21. Gott verherrlichen und IHM Dank darbringen ist Ausdruck des neuen Lebens in Jesus Christus. Gottes Wort betrachtet Undankbarkeit aus einem anderen Blickwinkel. Undankbarkeit ist etwas Übles.

 

Wie geschieht dieses „dankbarsein“ / „Danksagung“ praktisch?

 

Danksagung zieht sich deshalb durch das neue Leben mit Jesus Christus und ist nicht ohne das zu verstehen. Es wird zuerst im Gebetsleben sichtbar und prägt von nun an das Leben und das Gebet der Gotteskinder:

Kol 3, 15; seid dankbar

Heb 12,28: Lasst uns dankbar sein

Eph 5,4

Phil 4,6

Kol 4,2; 2,7

1.Tim 2, 1

 

Dankbarkeit prägt die Gedanken gegenüber anderen:

Röm 1,8; Phil 1,3

Dienst und Dienen

Was ist Dienen“ und „Dienst“ ?

Welche Begriffe sind anstelle von „Dienst / Dienen“ getreten?

Mitarbeiten / MitarbeiterIn

Es gibt einen Unterschied zwischen „Mitarbeit“ und „Dienst“

Dienst ist bei Jesus eine Gesinnung und Haltung

Dienst ist bei Jesus nicht zuerst das Erledigen von Aufgaben und Diensten. Das Tun des Dieners wird vom Sein des Dieners überragt. Lk 22,27

Mt 20,28; Dienst war für Jesu „Sein Leben zu geben“. Die Kraft für Dienst kommt nicht aus dem Menschen. Sie wird im Umgang mit Jesus gelernt. Ein Diener ist jemand, der mit Jesus Christus lebt und hier seine Motivation her bezieht. (Siehe Phil 2, 7)

Die Dienstgesinnung Jesu wird auch an Jesu Nachfolger gesucht (vergleiche 1.Kor 4, 1-2)

Dienst um fasst unser gesamtes Sein und Haben: Lk 8,3

Dienst verbindet: Kol 1,7

Von Gott Empfanges drängt zum Dienst: 1.Pt 4, 10

Welche Bezugpunkte haben „Dienst“ und „Dienen“?

Eine moderne Gefahr besteht darin, dass vorhandene Fähigkeiten und Begabungen gleich als Hinweis für einen Dienst genommen werden. Das NT kennt aber aus meiner Sicht durch ein Zusammenspiel von  Fähigkeiten, Motivation und Bewährung in seinem Dienst und der Dienstgesinnung.


 

Endzeit

Nach Hebräer 1, 2 bezieht sich  „Endzeit“ und „Letzte Tage“ auf die gesamte Zeit zwischen dem Leben von Jesus auf dieser Erde und seiner Wiederkunft.

 An dieser Stelle sollten wir hören, dass das Griechische Wort für „Ende“ auch „Ziel“ und „Vollendung“ bedeutet.

„Endzeit“ ist demnach auch „Ziel-Zeit“. Gott führt und bringt die Geschichte der Menschheit, der Gemeinde, des Universums usw. zum Ziel! Und ER sucht Menschen, die Seine Ziele erkennen und entschieden dafür leben

Endzeit – ist täglich und sie ist „Heils-Zeit“  2.Korinther 6, 2

Aus diesem Vers leiten sich die heute als antiquiert empfundenen Begriffe „Gnadenzeit“ und  „Tag des Heils“ ab. (Luther übersetzte einst so.)

Christen erkennen, dass aus Gottes Sicht (!) „das Typische“  an der Endzeit nicht Gerichte, Untergang und Nöte sind, es ist Gottes Angebot der Rettung  (Heilsangebot) in Jesus Christus. Dies Angebot für jeden Menschen bedingt den dringlichen und den mahnender Charakter der biblischen Aussagen über die Endzeit! Vgl. Römer 1, 16 – 18

Erlösung

Erlösung -  Wem gehörst du?

Ein biblisches Wörterbuch erklärt „Erlösung“ wie folgt: „zurückkaufen“ oder „gegen ein Lösegeld befreien“

Dieser Begriff stammt  aus der Antike und bezeichnet den Freikauf einer Sklavin oder eines Sklaven.

Und genau diesen Begriff verwendet die Bibel für die Wirkung des Sterbens von Jesus am Kreuz. Durch diesen Tod an unserer Stelle hat ER uns „erlöst“.  Wir lesen  1.Petrus 1, 18 – 22

Als Jesus  am Kreuz für unsere Schuld und Sünde mit seinem Blut bezahlte, hat er den Preis für unsere Sünde und Schuld vollkommen bezahlt. Als ihn der Vater im Himmel drei Tage später auferweckte, bewies dies, dass Gott selbst diesen Preis  anerkannte und dass damit die Erlösung vollendet war.

Aber wir sollten auch fragen:  Was macht dann die Sklavin, der Sklave nach dem Freikauf?   Deshalb fragen wir nach dem Zweck der Erlösung. Dies lesen wir in den Versen 21 b und 22 von 1.Petrus 1. Geben Sie sich darauf selbst die Antwort.

Erwählung

 „Erwählung“

Biblische Belege für „Erwählung“

Schon im AT hat Gott Menschen (Abraham, vgl. Neh 9,7) gerufen. Doch die Auswahl Gottes geht zu Isaak und nicht zu Ismael.  (vgl. Röm 9,7-8), danach wird Jakob vor Esau erwählt (vgl. Röm 9,11-13), ohne, dass ein menschlicher Vorzug eine Rolle spielt. Danach wählt Gott ein ganzes Volk (Dtn 7,6). 

Auch im NT gibt Erwählungsgedanken:

Saul von Tarsus wird nicht nach einer Entscheidung gefragt! Vgl. Ac 22,10: ...was dir zu tun verordnet ist...“ oder 26,17: „Ich werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen...“

„Erwählung“ kommt mit seinen artverwandten Begriffen mehr als 70x im NT vor. Beispiele: (meist „Auserwählte“) Mt 24,31 ; Lk18,7; Röm 8,33; Röm 11,7; Kol 3,12; 2.Tim 2,10; Tit 1,1

„Erwählung“ zum ewigen Leben / ewigen Errettung

Vgl. Eph 1, 4+5; Ac 13,48  (vgl. 2.Tim 1,9; Joh 6,65; 15,16) Röm 8,30f.; Wenn ein Mensch zu Gott findet, steh dahinter allein Gottes gnädiges Wirken. Vgl. Röm 9,16!

Aber spielt nicht doch der „freie Wille“ eines Menschen zur Entscheidung eine Rolle? Erwählung oder „Freier Wille“?

Vgl. wir 1.Kor 2,14; Menschen können sich verstandesmäßig entscheiden haben einen Willen, sogar oft den Willen, Gutes zu tun. Aber sie haben keinen Willen, Göttliches zu tun. Ja, alles Wollen und Trachten des Menschen entspringt dem Widerwillen gegen Gott. (Gn 8,21; Rö 3,10-12.17-18) Aber steht nicht auch Ac 22,17 im NT? Woher kommt also der Wille, Gott zu suchen? Ph 2,3; Ac 16,14;Ac 17,17; Eph 2,8f.:

Erwählung will freie Offenbarung der Gnade verstanden sein. Gibt es dann aber auch Menschen, die nicht erwählt sind?

Evangelium
Evangelium d.h. "frohe Botschaft" und ist die gute Nachricht von Jesus Christus: seinem Kommen in die Welt, seinem Handeln und Lehren, seinem Sterben und Auferstehen und von seiner Wiederkunft.

Frucht

Was verstehen wir unter dem biblischen Begriff „Frucht“?

 

Behauptung: Der biblische Befunde über „Frucht“ und „Frucht bringen“ hinterfragt unser Leistungs- und Erfolgsdenken. Denn Frucht ist nicht machbar – sie wächst oder nicht. Sie ist nicht zuerst Folge oder Resultat einer menschlichen Leistung. Unsere erfolgsorientierte Lebens- und Glaubenspraxis: Wir setzen uns ein Ziel und versucht es trotz aller Widerstände zu erreichen. Frucht ist eben Folge einer Saat, die wir weder selbst machen noch hinsichtlich ihrer Wirksamkeit manipulieren können. Klar, es gibt Regeln für das Wachstum –aber das sind auch keine zwangsläufigen Voraussetzungen.

 

A)         Ntl. Grundlagen für ein fruchtbares Leben

1. Frucht ist der Lebensgrundlage  Röm 6,20.21.22 (Mt 7,17)

2. Jesu Sterben als Grundlage für unsere Frucht  Joh 12,24

3. Gute Frucht ist Folge einer Beziehung zu Jesus (Joh 15,2-5)

4. Gute Frucht dient der Verherrlichung Gottes:  Joh 15,8;

5. Gute Frucht ist Folge der Erwählung und Setzung  Jesu.   

    ( Joh 15,24)

6. Umgang mit dem Wort als Basis für alle Frucht: Mt 13,23

 

B)         Die ntl. Beispiele für Frucht

 

1.         Frucht des Lichtes        Eph 5,9

2.         Frucht des Geistes       Gal  5,22

3.         Frucht der Lippen         Heb  13,15

4.         Frucht der Gerechtigkeit Hebr 12,11

Geist
Begegnet uns im Neuen Testament in zwei Bedeutungen:

  • Der Geist Gottes oder auch Heiliger Geist genannt
  • Der Mensch hat Leib, Seele und Geist (u.a. 1.Thessalonischer 5, 23)

Heiliger Geist:

  • Der Heilige Geist ist die Auswirkung Gotteskraft in unserem menschlichen Leben.
  • Der Heilige Geist wird bei dem Glaubensbekenntnis durch die Wassertaufe empfangen. Er ist die Verbindung zwischen dem Menschen und Jesus Christus. Er leitet das Handeln und Denken eines Christen.
  • Gemeinsam mit Gott-Vater, Gott-Sohn bildet der Heilige Geist den dreieinigen Gott.
  • Der Heilige Geist wirkt an den Menschen (Johannes 16, 8 - 9; Apostelgeschichte 2, 17)
  • Der Heilige Geist führt einen Menschen zur Bekehrung/Glauben an Jesus und erfüllt ihn. (Epheser 1, 13)
  • Der Heilige Geist will das Denken und Handeln der Christen bestimmen (Galater 5, 22)
  • Der Heilige Geist schenkt Seine Kraft und formt so Menschen zu Zeugen von Jesus. (Apostelgeschichte 1, 8)
  • Der Heilige Geist schenkt in der Gemeinde die Gaben des Heiligen Geistes. (1.Korinter 12, 6 - 11)
Geistesfrucht

„Die Frucht des Geistes“ oder  „Das Wesen Jesu in uns“

Liebe, Freude, Friede, Geduld/Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung

1. Der geistliche Hintergrund für wachsende Geistesfrucht

Früher erlebte ich folgendes: Immer wenn ich richtig bedrückt aus einer Predigt gekommen bin, dann war meist vorher über „Geistesfrucht“ gepredigt worden. Und ich merkte all den Mangel und was fehlte. Der Hintergrund: Ich bemühte mich wieder um geistlichen Sieg, aber es erreichte nichts.

Der geistliche Hintergrund ist der Spannungsbogen:

Fleisch – Geist; Gesetz – Evangelium.  Es geht bei der Frucht des Geistes nicht nur um Eigenschaften, wie Liebe, Freude usw.  Viele Dinge können auch aus eigener Kraft und Anstrengung gelebt werden. Das Reich Gottes hat aber als Quelle den Geist Gottes, der geistlich leben lehrt. Vgl. 6, 24.  Beispiel: Liebe wird als Liebe in einer kalten und liebesarmen Welt erlebt. Der Geist Gottes lehrt solches Leben. 

Der HG geht in Bezug auf Frucht auch keine Kompromisse ein. Hier wird nichts gegeneinander ausgespielt. Das eine ist so wichtig wie das andere. Und auf nichts kann verzichtet werden.

2  Das Ziel: Das Ausleben des Reiches Gottes und das Ausleben der erlebten Erlösung in Kraft!

Das Reich Gottes will ausgelebt werden und die Frucht des Geistes ist das Weiterreichen der selbst erlebten Gnade. Den Menschen wird vorgelebt, was man bei Jesus erlebt und erfahren hat und für wen man steht.

Beispiele: Diese geistliche Form der Sanftmut ist immer eine gelernte Sanftmut (Mt 11, 29-30) So bekennt der Sanftmütige auch immer sein Bedürfnis von Jesus zu lernen.

Die Liebe Gottes können wir anderen Menschen zwar bezeugen, aber Lieben vorleben können wir den Menschen in praktischen Lebenssituationen. Vgl. Liebe – und Lk 6, 35!

 

3 Das Wesen Jesu wird auch immer wieder konkret

Die Geistesfrucht in konkreter Form.

Gewissheit

Was ist eigentlich „Gewissheit“

Wir umreißen den Begriff und benennen Parallelausdrücke:

wissen – gewiss sein – Sicherheit – sicher sein – feste Überzeugung haben – unerschütterlich fest -

 

Auf jeden Fall ist die biblische Gewissheit nicht mit der (menschlichen) Selbstsicherheit zu verwechseln. Nun ist es aber so, dass auch Christen die menschliche Selbstsicherheit mit biblischer Gewissheit verwechseln können. Was ist der Unterschied zwischen „Selbstsicherheit“ und bibelgemäßer „Gewissheit“? (Selbstdarstellung – Christusabhängigkeit)

 

1          Die Evangeliumsverkündigung ist eine Frage nach der

inneren Haltung 1.Thess 1,5 . Hier lesen wir, dass die Verkündigung zusammenhängt mit Wort, Geist, großer Gewissheit seitens der Verkündiger. Gewissheit ist also etwas, was die praktische Ausbreitung des Glaubens betrifft. Vor der Verkündigung an Hörer wollen also Wort und Geist den Verkündiger prägen mit Überzeugung, Vertrauen und Liebe prägen.

2          Gewissheit ist wachstumsabhängig und Ausdruck des Glaubensstandes           Rö 4, (18 – 20) 21 – Beispiel des Abraham

Es setzt gläubigen und gehorsamen Umgang mit dem HERRN voraus. Gewissheit ist also Ausdruck für einen glaubensvollen Umgang mit Gott und Ausdruck unseres Umganges mit den Zusagen unseres lebendigen Gottes

3          Gewissheit ist Ausdruck unseres Glaubens, was uns in Jesus Christus geschenkt ist. Hebr 10,22 (Luther: völliger Glauben; Menge: in voller Glaubensgewissheit). Der Zusammenhang mach deutlich, was uns nötig ist: gereinigtes Herz, sauberes Gewissen

4          Gewissheit und unsere Haltung zur Zukunft zeigt Heb 6,11 mit dem Zusammenhang zwischen Gewissheit und Hoffnung. Resignation ist ja oft eine verkleinerte Hoffnung.

 

5          Kol 2,2

Glaube
Glaube ist nicht nur das Fürwahrhalten eines Tatbestands, sondern:

  • eine persönliche Beziehung zu Gott;
  • Annahme seines Angebots, mich aus Sünde und Tod durch Jesus zu retten;
  • Vertrauen zur Liebe Gottes;
  • Verlass darauf, dass er mich führt.

Glaube ist mit Gott einverstanden, selbst wenn ich nichts verstehe.
Gottesdienst - vom NT her gehört

1          Was lehrt das NT zum Thema „Gottesdienst“?

Römer 12, 1 - 2; Eph 5, 19 - 20; Kol 3, 16 – 17.

Der Begriff „Gottesdienst“ meint im heutigen Sprachgebraucht das, was das NT als „Zusammenkommen“ beschreibt.Das NT spricht vorrangig vom Zusammenhang zwischen dem „persönlichen Gottesdienst“ (Röm 12, 1 – 2) und dem „Zusammenkommen“ der Glieder einer Gemeinde. 

Die Elemente für den „Gottesdienst“ werden Apg 2, 42 genannt. Alles „Dienen“ aber soll „im Geist“ geschehen. (Phil 3, 3) Weil das NT keine direkten Vorgaben für Form und Rahmen eines Gottesdienstes gibt, ist dies wohl dem geistlichen Kreativität der Gemeinde anheim gestellt. Das NT spricht aber sehr wohl über die Motive in einer Gemeinde und im einzelnen Christen und gibt konkrete Hinweise für die Gemeindeglieder und das Dienen in einer Gemeinde.

2          Dienen und sich dienen lassen als Kernerfahrung in den Gottesdiensten

2.1       Der Dienst von Jesus Christus an Seinem Leib

Ausgangpunkt ist der Dienst von Jesus Christus, der seiner Gemeinde dient und sie zum Dienst stärkt. Diesen Dienst dürfen Christen vor, während und nach den Gottesdiensten erleben. Aus diesem Dienst von Jesus Christus wächst der Dienst der Christen. Sie dienen als Menschen, denen Jesus gedient hat und die sich dienen lassen. Wir erkennen, dass dazu alle Glieder am Leib von Jesus Christus berufen sind und hierin wachsen sollen. Dienst in einem Gottesdienst bedeutet für uns nicht automatisch Aktivität und Aktionismus, sondern auch Stille; Zuhören; Offenheit, um Gott zu sich reden zu lassen und Dienst zu empfangen.

2.2       Geben und nehmen, zuhören und reden

Wir erkennen, dass in einem Gottesdienst Dienen und sich Dienen lassen mit Geben und nehmen, auf Gott und Menschen hören und reden zu tun hat.

“Dienst“ geschieht durch Menschen, die als Brüder und Schwestern trotz ihrer Schwächen dienen oder sich dienen lassen.

Durch Dienen im neutestamentlichen Sinn wird Gottes Reich ausgebreitet. Es ist kein Aktionismus oder Leistung, sd. das Wirken der Gnade, bei dem Gott allein alle Ehre gehört. Vgl. Phil 3, 3

Wodurch wächst Dienstbereitschaft? Sie wächst durch...

...  So sehr liebt Gott die Welt, dass Er seinen Sohn gab. Der Sohn war das Beste und Wertvollste, was Gott hatte. Hieraus folgt die Erkenntnis, wie wertvoll die Menschen sind und welch kostbarer Auftrag es ist, der Gemeinde Gottes zu dienen. Es braucht die Anteilnahme an dieser Liebe Gottes.

...  Erkenntnis, dass Dienst das innere Wesen des Leibes Christi ist  siehe 1. Kor 12, 24b – 25

...  Durch Verstehen dessen, was Gnade Gottes ist 1.Pet 4, 10

...  Durch Sehen auf das Unsichtbare und nicht auf das Sichtbare schauen 2.Kor 4, 18

...  Durch praktische Verantwortungsübernahme!

...  Durch Bleiben am Wort Gottes – Das Wort Wort Gottes istimmer ein sendendes Wort!

Diese Dienstgesinnung braucht Wachstum und ein Vorankommen in der Gnade


 

 

Hagar - die erste Leihmutter

Hagar – die erste Leihmutter

1.  Hagars geistliches Lebensumfeld in Abrams Sippe

Genesis 16, 1 wird Hagar erstmalig erwähnt. Es ist eine Zeit, in der Abraham noch Abram und Sara noch Sarai hieß. Beider Namen wird erst in Gen 17, 1 – 16 geändert, also bevor Abram Gott als „Allmächtigen“  (17, 1) kennen lernte. Und nicht umsonst spricht 17,1 von zukünftigen Lebensstil Abrams – gerade im Anschluss an die Erfahrung mit der Geburt Ismaels. Hagars Herrin und Herr kennen Gott. Dessen Allmacht stehen sie noch recht blind gegen über. Und genau diese geistliche Kurzsicht ist auch der Hintergrund für die Geschichte Hagars und ihres Sohnes Ismael

2.  Hagar, die erste in der Bibel erwähnte Leihmutter

Nach Gen 16, 1 war Hagar Sarais ägyptische Sklavin. In Gen 12, 16 wird erwähnt, dass Abram in Ägypten Sklaven erhielt.

Wir beachten den Wortlaut in 16, 1: „...Sarai hatte nicht...sie hatte aber..“ Hagar war gemäß der Zeitsitte einer Ware, bzw. einem Werkzeug gleich.

In 16, 3 wird Hagar „...ihm zur Frau...“ gegeben. D.h. Hagar ist nicht zuerst Sklavin, sondern „Frau“. Als Frau wird sie von Abram schwanger.

3  Hagars Umgang mit ihrer neuen Situation (Gen16, 4 – 6)

Sie missachtet ihre Herrin, der sie (endlich?) etwas voraus hat.

In V 5 wird plötzlich der Konflikt von Sarai an Abram zurück gegeben und weitet sich zu einem Spannungsfeld aus.

Folge dieses Konfliktes ist eine menschliche Tragödie, denn Hagar wird durch Sarai gedemütigt, d.h. schlecht behandelt, V6.

4  Die Verstoßene wird dennoch gesegnet ( Gen 16, 7 – 16)

Auf der Flucht lagert sie an einer Quelle, Dort wird sie vom Engel des Herrn nach ihrer Herkunft gefragt. Und sie antwortet ohne Umschweife und sagt in allem die Wahrheit! Und genau in dieser Situation wird ihr zweierlei gesagt: a) Dass sie sich unter Sarai demütigen soll und b), dass ihr Sohn Ismael heißen soll und große Bedeutung haben wird.

 

5  Hagars wird in die Freiheit entlassen (21, 8 – 21)

Am Tag der Entwöhnungsfeier für Isaak scherzt Ismael mit Isaak, d.h. er macht sich lustig über ihn. Und sofort wächst wieder die Pflanze des Neides und der Eifersucht in Sara (!). Und Sara fast den Entschluss, Hagar mit ihrem Sohn zu vertreiben. Einerseits bedeutet dies, dass Hagar frei gelassen wird, andererseits bedeutet das einen harten Überlebens-kampf in der Wüste.

Doch dieses Mal fragt Abraham zuerst Gott, der ihm seine Zustimmung gibt. Aber diese Austreibung scheint für Hagar tödlich zu enden. (21, 14 – 21) Doch Gott nimmt sich der beiden an und rettet sie.

Der letzte Satz über Hagar, 21, 21 erwähnt Hagar, dass sie ihrem Sohn eine Ägypterin nimmt. Vielleicht hat sie von den hebräischen Nomaden ein für alle Mal den Kanal voll...

Heiligung

Wenn ein biblischer Begriff untersucht wird, kann man zwei sich Fragen stellen:

a) was ist es (was sagt die Bibel über diesen Begriff)

b) wozu ist diese Sache gedacht.

b)    W o z u   ist Heiligung gedacht? (wir sollten zuerst

auf diese Frage eingehen, gerade weil meist nur die Frage a) geklärt wird. Hier kann ein Blick auf Jesus helfen.

Dazu die Frage: Hatte  es Jesus nötig, geheiligt zu werden?

Ja, siehe Joh 10, 36

Heiligung hat also die Bedeutung „aussondern und in einen Dienst für Gott stellen“.  So wurden auch im AT Geräte „geheiligt“, d.h. „ausgesondert“, also dem profanen Gebrauch entzogen und in Gottes Dienst genommen. Bei Jesus ist es ähnlich. Seine Sendung entsteht durch seine Heiligung (Aussonderung). Diese Heiligung gibt Kraft, „heilig“ zu leben.

a) W a s    ist Heiligung?

 

Für Christen gibt es zwei Brennpunkte der Ellipse namens Heiligung.

a) geheiligt in Christus                        b) die persönliche Heiligung

    1.Kor 1, 2                                                              Hbr 12, 14

„Geheiligt“ heißt, dass durch Jesu Opfer aus Sündern vollkommen gereinigte Gotteskinder wurden.

Aber nach 1.Kor 1,2 werden Gotteskinder als „Geheiligte“ bezeichnete und gleichzeitig sind sie „berufene Heilige“. Sie sind es und sind es dennoch nicht aus sich selbst, sondern durch Gottes Ruf geworden.

 

Hölle

Was sagt die Bibel über die endzeitliche „Hölle“?

1 Welche Umstände zum heute vorherrschenden Verständnis von Hölle beitrugen

Nicht die Bibel, sondern skurrile Karikaturen und Witze haben die Vorstellungen über die Hölle bei vielen unserer Zeitgenossen geprägt. Deshalb ist auch an dieser Stelle zu fragen, was die Heilige Schrift unter „Hölle“ versteht.

Zuerst ein kurzer Hinweis zur Entwicklung des Wortes „Hölle“: 

Der  Begriff „Hölle“  wurde vorrangig im Mittelalter vom damaligen Weltbild geprägt und leitet sich von „hehlen“ ab, was so viel wie „verbergen“ bedeutet. (Das Wort „Höhle“ steht dem nahe.) So verstanden auch die reformatorischen Bibelübersetzer des Mittelalters unter „Hölle“ schlicht einen verborgenen Ort, den sich kein Mensch recht vorstellen kann. Aber es begannen sich alte philosophische Vorstellungen einzumischen: Da in jener Zeit ein dreistufiges griechisch-römisches Weltbild mit den Bereichen Himmel – Erde – Unterwelt vorherrschte, war der Himmel Aufenthaltsbereich für Gott, die Engel und die Seligen gedacht, die Erde gehörte Menschen, Pflanzen und Tieren und die „Unterwelt“ (Romanisch „Inferno“)  war der Bereich für den Teufel, seine Dämonen und böser Toten-Geister. Diesem Weltbild wurden diverse Bibelstellen zugeordnet und oft bunt miteinander vermischt.  

Auswirkungen dieser Weltsicht prägen das Denken vieler Menschen bis heute, wenn sie an Hölle denken. Hölle ist für sie der Bereich des Teufels. Und da für viele heute lebende Menschen der Teufel kein Thema ist, formen Witze und Karikaturen die Vorstellung über die Hölle. Während „gute“

Menschen zu Gott in den Himmel dürfen, müssen die bösen „nach unten“. 

Außerdem wirkte im Mittelalter ein weiteres Faktum: Die reformatorischen Übersetzer der Bibel fanden in den Griechischen Texten des NT das Wort „Hades“ (Totenreich). Da dieser Begriff in der griechischen Mythologie auch der Name für das Totenreich und den Todes-Gott war, wollten sie Verwechselung mit dem antiken heidnischen Götter- und Totenkult vermeiden und übersetzten an vielen Stellen, wo „Hades/Totenreich“ steht,  „Hölle“. Sie meinten damit jenen „abgegrenzten Raum“ für die Verstorbenen in einer Unterwelt im Sinne des damals vorherrschenden Weltbildes aus der heidnischen Antike. Doch mit dieser Übersetzung  kam es zu einer Überschneidung mit anderen Begriffen („Gehenna“ und „Feuersee“), die ihrerseits im eigentlichen Sinne eine Straf-Hölle bezeichnen. Diese vielen Begriffs- und Deutungsüberschneidungen sowie ein Weltbild, das der Bibel fremd ist, haben letztlich dazu beigetragen, das biblische Verständnis von „Hölle“ zu erschweren und öffneten vielen Spekulationen und Irrungen Tür und Tor.

Deshalb müssen wir zuerst ein häufig anzutreffendes Missverständnis klären.

Die Hölle (Gehenna) ist nicht der Ort, wo Satan wohnt. Es ist der feurige Abgrund, in den Satan einst geworfen werden wird (Offenbarung 20, 10). Denn Hölle ist im NT der Ort der endzeitlichen Strafe nach dem letzten Gericht für den Satan, dessen Anti-Christus, des Anti-Geistes (falscher Prophet), aller Dämonen und der Gottlosen.

Davon abzugrenzen ist das einmal vergehende Totenreich (Hades).

2  „Hades“  und „Gehenna“ – zwei wichtige neutestamentliche Begriffe

Zu beiden Begriffen drückt sich die Bibel sehr vorsichtig aus. Dieser inneren Vorgabe folgen wir.

2.1  Was ist  „Gehenna“?

Zuerst ist „Gehenna“ die Griechische Bezeichnung für ein Tal südlich von Jerusalem, im dem zu Zeiten der Könige Ahas und Manasse grausame Kinderopfer gebracht wurden (2.Könige 23, 10; 1.Chronika 28, 3; 33, 6), also ein Ort, mit dem sich Schlimmes verbindet.

Jesus (!)  sprach von  „Gehenna“ als einem Ort des göttlichen Strafgerichtes für die „Verdammten“ (Markus 9, 43). Dieser Ort ist nicht irdisch. Dieses strafende Feuer ist für den Satan, dessen Anti-Christus, den falschen Propheten und für den Tod bestimmt (Offenbarung 19, 10: 20, 10). Den Ort bezeichnet Jesus auch als „Finsternis“ (Matthäus 22, 13; 25, 30).

„Gehenna“ ist aber ein Ort über den Gott bestimmt. (vgl. Matthäus 10, 28).

Diese Gehenna-Hölle untersteht Seinem Willen und demnach nicht der derzeitige Aufenthaltsort Satans.

Die zuletzt genannte Bibelstelle zeigt auch, wozu  „Gehenna“ erwähnt wird: Diese Bibelstellen sollen helfen, die Gewissen der Gläubigen wach zu rütteln und ein einseitiges Verständnis von einem „lieben“ Gott relativieren und Gottes Liebe nicht gegen Seine Gerechtigkeit und Heiligkeit aus zu spielen.

Im Gericht über die Toten, dem sogenannten letzten oder „jüngsten“ Gericht werden alle, „...die  nicht im Buch des Lebens“ stehen, diesem Ort des Gerichtes übergeben. Davon, dass es eine „Erlösung“ aus diesem Ort des Gerichtes gibt, sagt die Bibel nichts.

2.2   Was ist der „Hades“ („Totenreich“) ?

Gottes Wort spricht auch hiervon nur sehr vorsichtig und lehrt keine „Geografie des Jenseits“.

Wir lesen 10mal von „Hades/Totenreich“ im NT. Dieser Begriff ähnelt dem im AT gebrauchten Begriff „Scheol“ (z.B. Jesaja 14, 9 – 11) und wird dort nicht selten mit „Grube“ wider gegeben.

Im NT bezeichnet „Hades/Totenreich“ einen Bereich, der den Verstorbenen vorbehalten ist. Lukas 16, 22 – 26 spricht ausdrücklich von zwei verschiedenen Bereichen im Totenreich, die unüberbrückbar voneinander getrennt sind. (Jesus spricht in Lukas 16, 22 ff. ausdrücklich nicht von einem Gleichnis. Deshalb kann in seinen Ausführungen eine vorsichtige Beschreibung des Totenreiches gesehen werden.)

Der Sieg von Jesus und seine Auferstehung hat Ihn ausdrücklich auch Herrschaftsvollmacht über die Toten gegeben. Also hat der Sieg von Jesus auch Auswirkungen auf  den „Hades/Totenreich“, vgl. Offenbarung 1, 18.

 

 

Isebel - Verführerin

1  Die Bedeutung für uns heute    Offenbarung 2, 20

Sie ist ein Ur-Bild der Verführerin: Vgl. 1. Kö 21, 25 – 26

2  Ihr Eintritt in Israels Geschichte              1. Kön 16, 31 - 32

Sie kommt aus dem Bereich Sydon/Tyrus und ist die Tochter des dortigen Königs. Dort herrschte der Baalkult und der Kult der Astarte, die in Israel als Aschera bekannt ist.

Sie nimmt sofort Einfluss, in dem sie von Anfang an ihre religiösen Vorstellungen umsetzt: 1.Kö 16, 32.

Außerdem baut sie sich eine umfassende religiöse Kulisse auf: 1.Kön 18, 19: Sie versorgt  persönlich 450 Priester des Baals und 400 Priester der Aschera. Damit besetzte sie alle wichtigen Dörfer und Städte Israels und konnte so Einfluss auf religiösen Empfindungen der Menschen nehmen.

3  Ihre Ablehnung des Gottes Israels: 1. Kön 18, 4

Hier sei darauf hingewiesen, dass sie nicht Israels Priester ausrottete, sondern „nur“ die Propheten – weshalb wohl?

Dabei lässt sie sich durch keinerlei Rückschläge aufhalten. Sie geht rigoros gegen die Propheten Gottes vor. 1.Kön 19, 1 – 3.

Dies dürfte ihre innere Entschiedenheit und ihre konsequentes Wesen zeigen.

4  Brillant – in ihrer Bosheit           1.Kön 21, 1 – 16

Ihr geschicktes Vorgehen zeigt, dass jede Begabung, hier ihr Organisationsgeschick zwei Seiten hat. Es lässt sich zum Guten oder auch dem Bösen einsetzen.

Und genau in diesem Zusammenhang – auf Nabots ehemaligen Grund erfährt Ahab, wie Gott mit ihm verfahren wird. 1.Kön 21, 21 - 26.

Von da an ist ihr Ende und Ahabs Ende beschlossen, wenn auch Ahab wegen seiner Buße in gewisser Weise verschont wird

5  Ihr Tod:             2.Kön 9, 30 – 37

Ausführlich wird ihr Tod beschrieben. Es ist wie ein Fanal der Folge von Ungerechtigkeit.

Lea - ein wunderbarer Mensch

Lea – eine Beispiel für geistliches Wachstum

1             Die Not der älteren Schwester 1.Mo 29, 16 - 20

Als Jakob nach Haran kommt, hat er als ersten  Menschen Rahel gesehen und er hat von Anfang an nur Augen für Rahel. (1.Mo 29, 3 –11). Und Jakob wird die Aufenthalt in Haran nur um Rahels willen leicht und er dient aus Liebe für Rahel seinem Onkel sieben Jahre. (29, 19-20)

Die Not der älteren Schwester:

- sie war nicht schön,

- sie hatte matte Augen (sehschwach, blind?)

- sie war möglicherweise deshalb auch eingeschränkt, die

  Schafe zu hüten.

Frage: Welche Gefühle bewegen eine solche junge Frau?

2             Die Not der weniger geliebten Ehefrau (29, 21 – 30)

Lea wird dem Jakob in einer Nacht- und Nebelaktion dem Jakob untergeschoben. Nach damaliger Sitte durfte Jakob sie nicht verstoßen, aber er fühlte sich nicht verpflichtet, sie zu lieben. Eigentlich hat Jakob dem Laban sieben umsonst gedient (vgl. (29, 30)

Nach sieben Tagen Ehe wird die Hochzeit mit der geliebten Rahel gefeiert. Von da an war Lea weniger geliebt als Rahel. Lea war wahrscheinlich mehr Arbeiterin als Ehefrau.

3             Lea wächst im Glauben und wird ein  bleibendes

Vorbild  (29, 31 – 35)

Die Namen der Söhne Leas spiegeln das innere Empfinden, ihre Wünsche und Erwartungen Leas wider.

V 32: Ruben – Erwartung an Jakobs Liebe

V 33: Simeon - „Erhörung“, wegen der Zurücksetzung

V 34: Levi – Erwartung, dass sich ihr Jakob zuwendet

V 35: Juda  - Bekenntnis Leas bekennt: „Nunmehr / von jetzt an    will ich Jahwe preisen!“.

Die so lange durch ihren Mann Jakob zurück gesetzte Lea wird im Augenblick der Geburt ihres Sohnes so mit Freude erfüllt, dass sie Jahwe ihre Gelübde gibt. Damit drückt jadah weit mehr aus als wir im Deutschen mit Dankbarkeit beschreiben können. Die Geburt ihres Sohnes war für Lea gleichsam eine Wende im Leben. Sie sagt: „nunmehr /oder von jetzt an will ich Jahwe preisen/loben...“ D.h. von nun an wird jadah Leas Leben bestimmen und formen. Damit beschreibt jadah von nun an ihre zukünftiges Verhältnis zu Jahre, ihrem Gott.

4             Lea - die Feilscherin (30, 9 – 21)

Als Lea sieht, wie Rahel dem Jakob ihre Sklavin Bilha gibt, macht sie Gleiches mit ihrer eigenen Magd Silpa. (30, 9 – 13)

Ist das: „Was du kannst, kann ich schon lange!“?

VV 14-21: Das Feilschen um Anerkennung und Einsetzung.

Lea verfällt wieder in ein altes Muster, sich über die Kinder zu definieren. Und sie hat diesbezüglich auch keine Hemmungen, sich ihres Sohnes  Ruben zu bedienen.

Offensichtlich können wir einiges mit zu Anerkennung und Akzeptanz beitragen.

 

Mefi-Boschet - behindet, verlassen, versorgt

Mefi-Boschet und seiner Lebensaufgabe 1.Chronika 8, 34

Nicht alles im Leben können wir frei wählen! Manches ist vorgegeben – wie gehen wir damit um?!

Als Merib-Baal geboren wird, ist ein großer Teil seines Lebens fest gelegt. Er ist der erste Enkelsohn des Königs Saul, sein Vater ist Jonathan, der Thronerbe. Seine Aufgabe klingt in seinem Namens an: "Streiter gegen Baal". Mit Baal verbindet sich der lange Kampf Israels gegen einen anderen Glauben.

„Fallen gelassen“ ( 2.Samuel  4, 4)

Merib-Baal war 5 Jahre alt, als zwischen Gilboa und Jesreel sein Großvater und sein Vater im Kampf fielen. Er war der Thronerbe und damit gefährdet. Also nahm ihn die Amme und floh mit ihm, er fiel und war von da an verkrüppelt und gelähmt.  Seltsamer ist von da an sein Name anders: Mefi-Boschet, d.i. „Verbreiter von Schande“. Mefi-Boschet war von diesem Zeitpunkt an geprägt und behindert. Jeder kannte diesen neuen Namen, aber Mefi-Boschet war unschuldig an seinem Ergehen.

Die Lebensaufgabe ist Illusion geworden. Woher man diesen Schluss ziehen kann? Mefi-Boschet zieht sich ganz weit zurück! Er geht nach Lo-Dabar (2.Samuel  9,4). „Lo-Dabar“ heißt „kein Wort“.  Er ist im Hause Machirs, eines edlen Menschen, der sich der Ausgestoßenen annahm (so auch Davids (17,27)

Nicht liegen bleiben (2.Samuel 9, 1 – 13)

Da fragt der König David, ob noch jemand aus Sauls Familie vorhanden ist, an dem er Barmherzigkeit/Gnade erweisen kann. David sucht Leute, deren er sich erbarmen kann. Er sucht solche verfemten Menschen, die keiner haben will, die out sind. Die sich selbst nur noch als „toten Hund“ bezeichnen (2.Samuel 9,8). Was ist die Folge für Mefi-Boschet?

Er wurde täglich an des Königs Tafel versorgt. (Der, den er bisher zu fürchten hatte, versorgt ihn)

Er  erhielt Land und durfte für seinen Unterhalt selbst sorgen. Das heißt, er wird versorgt, um andere zu versorgen!

 

Miriam - redegewand, prphetisch, versuchlich

Miriam (1.Chronika 5,29)

Sie ist die Schwester von Aaron und Moses. Sie sind aus dem Stamm Levi, dessen Berufung es war, kein Erbteil unter den Stämmen Israels zu haben. Ihr Teil sollte Gott selbst und der Dienst für Gott sein.

Der namenlose Eintritt in die Geschichte  (2.Mose  2. 1- 8)

Sie tritt in die Geschichte Gottes ein, als Israels Elend in Ägypten immer größer wurde. Sie erlebte bewusst (!) die Schwangerschaft ihrer Mutter mit und die Geburt des Mose, der wie Jesus von Anfang an vom Tod bedroht war. Sie erlebte die Suche nach Rettung für ihren Bruder und die gnädige Hand Gottes. Die Pharaonentochter hatte Mitleid mit dem Knaben. Sie klug und reaktionsschnell.

Sie musste mit erleben, wie ihr älter gewordener Bruder am Hof des Pharao „abgeliefert“ wurde. Damit „verschwand“ Mose für ca. 75 aus ihrem Leben.

Miriam, die Prophetin (2.Mose 15, 20 – 22)

Mit einem Mal wird an Miriams Leben etwas deutlich, was in ihr gereift war: Sie ist eine Prophetin. Dieser prophetische Dienst zeigt sich in zwei Bereichen:

a)            Sie deutet dem Volk seine Rettung am Roten Meer

b)            Sie ergreift das Tamburin und zieht alle Frauen in einen

gewaltigen Lobgesang Gottes hinein.

Miriams Eifersucht           (4.Mose 12)

Miriam benutzt ihren Prophetendienst als Argument gegen das geistliche Übergewicht ihres Bruders Mose. Ansatzpunkt ist die kuschitische Ehefrau des Mose. Offensichtlich beansprucht Miriam auch für sich ein Recht auf geistliche Leitung. In etwa ist die Eifersucht,  die mit einem Schein des Rechts den anderen herunter zu setzen sucht.

Miriam trifft aber auf einen sehr demütigen Mose, der nicht für sich kämpft, sondern Gott zu Wort kommen lässt. Das, was Miriam für sich beansprucht geschieht: Gott redet zu diesen prophetisch begabten Geschwistern, an dessen Ende Miriam aussätzig ist. Ihre Schmach wird öffentlich sichtbar. Erst durch Moses Fürbitte wird sie nach sieben Tagen geheilt

Ihr Tod in der Wüste ((4.Mose 20, 1)

Auch Miriam kommt nichts ins gelobte Land.

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